Chronik Musikverein Rieden a. d. Koetz e. V.

(von unserem Chronisten Erhard Stempfle)

1836 Erste Urkundliche Erwähnung der Musikkapelle Rieden im Staatsarchiv Augsburg; Gemeindebücher Depot 20 Ausgaben „Jährliche Feste“ das hiesige Musikpersonal erhielt beim Fronleichnamsfest 36 Kreuzer

25.Juli 1854 Musikerhochzeit Johann Nepomuk Sauter und Theresia geb. Zahler aus 
Ettenbeuren (Bruder zum Dirigenten Moritz Sauter)

24./25.10.1857 Einweihung der Pfarrkirche „St. Mauritius“ und deren Festlichkeiten durch H. H. Pfarrer Andreas Egger und der Riedener Blechmusik (24 Mann stark) Dirigent Moritz Sauter

07.09 1863 verstarb im Alter von 51 Jahren der Stiftungspfleger und Dirigent der Riedener
Blechmusik Moritz Sauter an Herzwassersucht; geb.: 03.02.1812 gestorben an Herzwassersucht. Danach übernahm sein Bruder Johann Nepomuk Sauter das Dirigenten Amt.

06.07.1864 verstarb Dirigent Johann Nepomuk Sauter im Alter von knapp 34 Jahren * 04.07.1830

1870 / 1871 Die Schlacht um Sedan dezimierte die Musikkapelle, so dass die musikalischen 
Tätigkeiten fast völlig zum Erliegen kamen.

11.07.1875 Fahnenweihe des Veteranen- und Soldatenverein Rieden a. d. Kötz

13./14.07.1900 25-jähriges Vereinsjubiläum des Veteranen- und Soldatenvereins Rieden a. d. Kötz 

22.12.1910 40- jähriges Erinnerungsfest des Veteranen- und Soldatenvereins Rieden a. d. Kötz 

13.11.1911 Bei einem kurzen Erdbeben wurde die Pfarrkirche „St .- Mauritius“ beschädigt

23.05.1914 wurde die bei einem kurzen Erdbeben im Jahr 1911, den 13. November beschädigte Pfarrkirche „ Sankt Mauritius „ mit seinen Altären wieder neu eingeweiht.

Der I. Weltkrieg 1914 – 1918 dezimierte die Musikkapelle Rieden. Die musikalischen Tätigkeiten kamen fast völlig zum Erliegen

01.11.1920 Wiedergründung der Musikkapelle Rieden a .d. Kötz 
Gründungsmitglieder: Karl Bischof, Gottfried Bischof, Moritz Bischof, Engelbert Doser, Xaver Götz, Moritz Lohr, Max Rösch, und Franz Lohr 
Die ersten Instrumente wurden bei der Fa. Reißer in Ulm gekauft). Die Musiker f 
Erster Dirigent von 1920 – 1924 war Musiklehrer Karl Bischof aus Augsburg, (geboren am 16.02.1875 In Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm) ein Vetter der „Bischof - Buaba“, er brachte den 18-jährigen Noten und Spieltechnik bei und 
schrieb so manches Notenstück für unsere Musiker selbst. Er schrieb auch den Marsch „Erinnerungen an Rieden“

1921 Im Jahre 1921 verstärkte Josef Dippl (Bass) und Bernhard Lang Militärmusiker
(Trompete) beide aus Großkötz unsere Musikkapelle.

18.04.1921 Erster Auftritt der Riedener Musiker bei der Hochzeit Josef und Barbara 
Fahrenschon. Im Gasthaus zum „goldenen Kreuz“. Die Riedener Musiker spielten (1 Marsch, 3 Walzer und 2 Schottisch)

1922 kamen weitere 4 Musiker: Josef Frey, Sebastian Klingler, Josef Stempfle und Karl Lohr zur bestehenden Musikkapelle dazu. Kurze Zeit später kam Josef Ley Hs. Nr.: 7 noch zur Musikkapelle dazu

1924 - 1926 übernahm der Militärmusiker Herrn Albert August von Nessen aus Ulm das Dirigenten Amt. (geb. am 28.02.1868 in Friedrichroda Thüringen) Herr von Nessen war Obermusikmeister im XII. Infanterie - Regiment in Neu-Ulm, sowie langjähriger Dirigent des Orchestervereins Ulm / Neu-Ulm, des Musikvereins Söflingen, der Werkskapelle Wieland in Vöhringen und von 1922 – 1926 Musiklehrer an der Realschule Neu-Ulm. Herr von Nessen schrieb unter anderem den „Hermann Köhl“ Marsch, zu Ehren dem ersten Überflieger über den Atlantik nach Amerika

01.06.1925 Am Pfingstmontag feierte der Veteranen- und Soldatenverein Rieden a. d. Kötz sein 50-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

1926 1926 - 1927 übernahm Johann Georg Pommerenke aus Heidenheim (geb. am 14.12.1875) das Dirigenten Amt. Herr Pommerenke schrieb und komponierte alle Noten selbst, unter anderem den Marsch „ Erinnerung an Rieden „. Er war auch in Herbrechtingen und Sontheim a. d. Brenz als Dirigent tätig. Der Lohn für den Dirigenten bestand aus Naturalien (Milch, Brot usw.)

16.04.1927 Es wurde unter dem heutigen 16. April 1927 beschlossen eine Musikvereinigung mit dem Namen „Gemütlichkeit“ Rieden a. d. Kötz zu gründen. Nach reger Aussprache haben sich folgende Herren aktiv und passiv beteiligt. Unter dem Bürgermeister Herrn Franz Xaver Kaspar Sauter der “Musikvereinigung Gemütlichkeit Rieden a. d. Kötz „aus der Taufe gehoben. 
Gründungsmitglieder der Musikvereinigung Gemütlichkeit Rieden a. d. Kötz waren:

Aktiv: Franz, Karl und Moritz Lohr, Xaver Götz, Anton Bissinger, Josef Frey, Rupert Wieser, Stempfle Josef, Max Rösch,

Passiv: Gottfried Bischof, Johann Wöhrle, Anton Lohr, Leonhard Sauter, Wilhelm Ley, Georg Ellenrieder, Johann Sauter, Sebastian Klingler, Bürgermeister Sauter, Georg Götz und Klingler Xaver. Es folgten noch weitere 41 Mitglieder die zur Gründung des Musikvereins beigetreten sind. Der Verein setzt sich zur Aufgabe laut Satzung zu hegen und zu pflegen.

Für 5 Jahre In den Ausschuss wurden folgende Herren gewählt:

Vorstand: Bürgermeister Sauter, Dirigent: Franz Lohr; Schriftführer und Kassierer: Georg Götz; Beisitzer: Bischof Gottfried, Moritz Lohr und Max Rösch. 
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16.04.1927 Nachfolger für das Dirigenten Amt von Georg Pommerenke wurde das Gründungs- und Ausschussmitglied Herr Franz Lohr aus Rieden

24.04.1927 Unter dem heutigen, 24.04.1927 wurde eine Ausschuss-Sitzung abgehalten und bestimmt, dass eine Aufnahmegebühr von 50 Pfennig und ein Monatsbeitrag von 20 Pfennig eingehoben wird. Ferner wurde bestimmt, dass am 22.05.1927 abends 7 Uhr eine Familienunterhaltung im Gasthaus zum goldenen Kreuz abgehalten wird.

29.05.1927 Beim 110-jährigen Stiftungsfest des Musikvereins Krumbach am 29. Mai 1927 erreichte die junge Musikkapelle, unter ihrem Dirigenten Georg Pommerenke, beim Wettstreit nach Noten, 77 Punkte in der III. Stufe 1 C Preis. Dies war ein riesengroßer Erfolg für unsere jungen Musiker. Namentlich auf der Urkunde erwähnt: „Franz Lohr, Biston 1 in B, Moritz Lohr, Biston 2 in B, Anton Bissinger, Tromba 1 in B. Frey Josef, Horn links, Max Rösch, Bass, Engelbert Doser, Tenorhorn 1 in B, Xaver Götz, Tenorhorn 2 in B, Rupert Wieser, Tenorhorn 3 in B, Josef Stempfle, Schlagzeug“.

04.02.1928 Generalversammlung am 04.02.1928. Ganz besonders wurden die Leistungen des Mitglieds Herr Sebastian Klingler anlässlich der Theateraufführung zu Weihnachten gedacht. In dem jungen Musikverein wurde nicht nur musiziert, sondern auch erfolgreich Theater gespielt

15.07.1928 Wie aus einem Zeitungsbericht des Schwäbischen Volksblatt (Neue Günzburger Zeitung) hervorgeht, reisen 9 tapfere Musiker mit dem Zug ins Frankenland nach Weißenburg (Mittelfranken). Bei dem Musikfest am 15. Juli 1928, erreichten unsere 9 Musiker, vor einigen Tausend Zuhörern einen „1 B Preis mit Medaillon und Pokal“. Wieder zuhause angekommen, wurden Sie von Bürgermeister und 1. Vorstand Franz Xaver Sauter, sowie zahlreichen Bürgern herzlich empfangen. Vorstand Sauter warf einen kleinen Rückblick in die Vergangenheit, und forderte die jungen Musiker auf, in die Fußstapfen ihrer Großväter zu treten. Hat doch die Gemeinde Rieden schon vor mehr als 60 Jahren eine vorbildliche Musikkapelle besessen, von der noch ein eifriges Mitglied, nämlich der Privatier Herr Anton Bissinger damals noch am Leben war.

04.06.1930 Am 4. Juni 1930 verstarb unser aktiver Musiker Anton Bissinger (ca. um 1857) im Alter von 91 Jahren * 1839

08./09.06.1930 Unter sehr zahlreicher Teilnahme der Bevölkerung von hier und aus der Umgebung fand am Pfingstwochenende des 08./09.Juni 1930 daher das V. Bezirksmusikfest des Süddeutschen Musikerverbandes, verbunden mit der 75-jährigen Bestehens der Stadtkapelle Ichenhausen statt. Beim Wettstreit nach Noten erreichte die Musikkapelle Rieden in der Mittelstufe unter der Leitung von Dirigent Franz Lohr, mit dem Selbstwahlstück: „Berlin wie es weint und lacht“, mit 80 ½ Punkte einen „I a Preis“. Die Preisrichter, die Herren Obermusikmeister a. D. von Nessen Neu-Ulm und Musikdirektor Stop Stuttgart waren angetan von den Leistungen der teilnehmenden Kapellen. (Zeitungsbericht des Schwäbischen Volksblatt Nr.: 131 vom 10.06.1930) 

29.07.1930 H. H. Pfarrer Anton Fischer feierte am 29. Juli 1930 sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Die Bescheidenheit und der ausdrückliche Wunsch des Hochwürdigen Herrn Jubilars waren es, die, die dankerfüllte Gemeinde von der feierlichen Begehung dieses freudigen Anlasses Abstand nehmen ließ. So ganz stillschweigend aber konnten die Pfarrangehörigen diesen Ehrentag nicht vorübergehen lassen und so fanden denn die Schulkinder mit Herrn Hauptlehrer Mader und Frl. Lehrerin Dettenhofer im Pfarrhause ein, um ihrem lieben Seelsorger die herzlichen Glückwünsche zum Ausdruck zu bringen. In Anwesenheit des verehrten. Gemeinderates und der Kirchenverwaltung sprach Herr Bürgermeister und Vorstand der Musikvereinigung Sauter ebenfalls den herzlichen Glückwunsch aus, indem er den Jubilar des aufrichtigsten und innigsten der ganzen Gemeinde für die treue Seelsorge versicherte und ein Messbuch im Wert von 100 Mark überreichte. Herr Pfarrer Fischer dankte von Herzen gerührt für die Liebe und Anhänglichkeit seiner Pfarrangehörigen. Durch ein herrliches Ständchen der Musikkapelle Rieden fand diese schlichte aber dennoch herzlich schöne Feier ihren stimmungsvollen Abschluss.

01.12.1930 Generalversammlung der Musikvereinigung Gemütlichkeit Rieden a. d. Kötz
Gottfried Bischof legte sein Amt als Beisitzer nieder, dafür wurde Sebastian Klingler gewählt. Für das Theater wurde ein Eintrittspreis von 50 Pfennig festgelegt. Außerdem soll der Mitgliedsbeitrag in Höhe von 1 Mark im Dezember jeden Jahres eingehoben werden. Derjenige der nicht bezahlt, wird aus dem Verein ausgeschlossen. Beisitzer Gottfried Bischof legte sein amt nieder, dafür wurde Sebastian Klingler gewählt.

02.12.1930 Nach Beschlussfassung des Gemeinderat vom 02.12.1930 wurde H. H. Pfarrer Anton Fischer zum Ehrenbürger ernannt.

14.12.1930 Verabschiedung und Verleihung des Ehrenbürgerrechts für H. H. Pfarrer Anton Fischer im Gasthaus „zum goldenen Kreuz“. Anwesende Gäste sind: Mehrere Geistliche und Lehrer der umliegenden Gemeinden wie auch Graf von Prensing von Autenried mit Gemahlin und die beiden Baronessen Emma und Agatha von Reck. 
Nach einem einleitenden Musikstück der Musikkapelle Rieden unter Leitung des Herrn Franz Lohr und der Leitung des Herrn Hauptlehrers Mader stimmungsvollen vorgetragenen „Hymne an die Macht“ würdigte Bürgermeister Franz Sauter das ersprießliche Wirken des scheidenden Pfarrherrn. Der Gemeinderat hat in Würdigung dieser Umstände Herrn Pfarrer Anton Fischer das Ehrenbürgerrecht verliehen und konnte Herr Bürgermeister Sauter aus diesem Anlasse die Ehrenbürgerurkunde, von Herrn Zeichenlehrer Amberger –Günzburg- auf Pergament in hervorragend künstlerischer Art gefertigt, überreichen. 
Quelle: Schwäbisches Volksblatt Nr.: 290 Seite 7 vom 17.12.1930

28.12.1930 Wie aus dem Zeitungsbericht aus dem Schwäbischen Volksblatt Nr.: 299 vom 30.12.1930 hervorgeht, hielt die Musikkapelle Rieden im Gasthaus zum „Goldenen Kreuz“ am Sonntag, den 28.12.1930 seine diesjährige Weihnachtsfeier ab. Das Programm enthielt neben einer Reihe von hervorrgagenden Musikvorträgen, ein 3-aktiges Weihnachts-Volksstück und drei Lustspiel- Einakter. Eintritt: „fünfzig Pfennig“

25.01.1931 Am heutigen 25. 01. 1931 fand die Installation des H. H. Pfarrers Karl Freudenreich in feierlicher Weise unter Beteiligung sämtlicher Vereine und Gemeindeangehörigen statt. Gesang- und Musikverein trugen ihr Bestes zur Verschönerung des feierlichen Aktes bei. H. H. Dekan Sinz aus Ichenhausen führte im Namen und Auftrage des Hochwürdigen Herrn Bischof den neuernannten Pfarrherrn in seinen Wirkungskreis ein mit den Paulusworten: „Gnade, Erbarmen und Frieden in Gott, dem Vater und Christus unsern Herrn“.

25.05.1931 10-jährige Gründungsfeier und Standartenweihe des Musikvereins Gemütlichkeit Rieden a. d. Kötz am 25. Mai 1931. Dem Weiheakt, bei welchem der Veteranen- und Kriegerverein Rieden Pate stand, schloss sich die Gefallenenehrung an, wobei Bürgermeister Sauter ehrende Worte sprach und die Musikkapelle den erhebenden Choral: „ Über den Sternen „ wirkungsvoll zum Vortrag brachte. Auf dem Festplatz angekommen, fand dann durch die Festjungfrauen Fräulein Kreszentia Ley, Agathe Bissinger und Maria Saur mit poetischen Widmungen die Übergabe der Standarte an den Fahnenjunker Herrn Matthias Saur und die Anheftung der Erinnerungsbänder statt.

04.07.1931 Vorstand Sauter eröffnete am 04.07.1931 die heutige Generalversammlung, der ein schneidiger Marsch der Musikkapelle voraus ging. Auf der Tagesordnung stand:

1. Rechnungsablage vom Musikfest vom 25.Mai 1931
2. Gartenentschädigung des H. Josef Götz
3. Belehrung des H. Ezechiel Ellenrieder und Festjungfrauen
4. Primizfeier
5. Vereinszeichen
Herr Götz soll 10 Mark für den Festgarten erhalten und Ellenrieder 4 Mark. Die Festjungfrauen sollen zur Jahresversammlung geladen werden. Zur Abholung des Primizianten solle ein Gesellschaftswagen für den Musikverein gemacht und an der Abholung teilgenommen werden. Die Musikkapelle stellt sich unentgeltlich der Feier zur Verfügung. Außerdem sollen Vereinszeichen im Verein angeschafft werden und unverzüglich so schnell es geht, das Vereinszeichen hat jedes Mitglied selbst zu bezahlen

26.07.1931 Unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde feierte H. H. Primiziant Johann Sauter am Sonntag, den 26. Juli 1931 sein erstes heiliges Messopfer, in Begleitung der drei Brautfräulein; Anni Mader (Tochter von Lehrer Mader), Centa und Katharina Sauter, in der festlich geschmückten Pfarrkirche. Die Musikkapelle und der Gesangverein Rieden gaben dem kirchlichen und weltlichen Teil der Feier einen würdigen Rahmen. Nochmals ergriff der H. H. Festprediger das Wort und gab seiner treuen Anhänglichkeit an seine ehemalige Pfarrgemeinde herzlichen Ausdruck.

06.05.1932 Vorstand Sauter eröffnete am 06. Mai 1932 im Gasthaus „zum Goldenen Kreuz“ die Generalversammlung mit Neuwahlen.
Der Jahresbeitrag wird auf 50 Pfennig festgelegt, wer denselben nicht bezahlt, ist nicht mehr Mitglied des Vereins. Die Aufnahmegebühr beträgt zur Zeit 50 Pfennig. Die 150 Mark, die im Darlehenkassenverein sind, sollen nur abgehoben werden, auch nur ein Teil davon, durch Beschluss der Generalversammlung. Es sollen der Vereinsbeitrag und Zinsen der Musik jährlich zugeschossen werden. Ebenso sollen die durch Festlichkeiten eroberte Beträge durch Beschluss der Vorstandschaft, der Kapelle zur Verfügung gestellt werden. 
Götz Xaver hat die Hälfte Anteil zum Tenorhorn, Rösch Max hat ein Anteil am Bass mit 1/3 (ein Drittel) Der jenige der durch Selbstverschulden sein Instrument kaputt macht, hat sein Instrument selbst zu bezahlen. Wenn das Instrument in Reparatur kommt, ohne Verschulden, wird die Reparatur bezahlt
Wahl der Ausschussmitglieder und Vorstand, auf 5 Jahre:

Als Vorstand wurde gewählt: F. X. Sauter
Als Schriftführer und Kassierer: Georg Götz
Als Beisitzer: Sauter Leonhard, Max Rösch 
und Josef Ellenrieder jun. Hs.- Nr. 21

Mit einem schneidigen Marsch unserer Kapelle wurde die Versammlung geschlossen sowie mit den Worten des Vorstandes: „Haltet zusammen in schlechten und guten Zeiten, Einigkeit macht stark“.

17.07.1932 Beim 35-jährigen Musikerjubiläum und 10-jährigen Stiftungsfest des Musikvereins Herbrechtingen am 17. Juli 1932, nahm die Musikkapelle Rieden beim Wertungsspiel, Gesamtchor und Festumzug mit großem Erfolg teil. Die tapferen Musiker aus dem kleinen Ort Rieden, im schön gelegenen Kötzbachtal, erreichten in der Stufe B (Unterstufe), unter sieben Teilnehmer, einen hervorragenden Platz 
mit 123 Punkten.

1933 Im März 1933, zu Beginn des dritten Reiches, legte Vorstand Franz Xaver Sauter die Vereinsleitung und das Amt als Bürgermeister (1924-1933) von Rieden nieder, Die Kapelle hielt fest zusammen und spielte auch ohne Vorstand tapfer weiter

16.12.1933 Am 16.12.1933 eröffnete Herr Franz Lohr, Leiter der Musikkapelle, die Generalversammlung mit dem deutschen Gruß „ Heil Hitler „ .
Nachdem der frühere Vorstand zurückgetreten ist, wurde sofort durch Zuruf der 1. Bürgermeister Herr Moritz Götz zum 1. Vorstand des Musikvereins benannt.
Nach Verlesen der Anwesenheitsliste, wurde sofort zur Tagesordnung übergegangen.

Tagesordnung:

1. Wiederwahl des 2. Vorstandes und Ausschusses
2. Instrumente und Musikalien (Eigentumsrecht)
3. Wünsche und Anträge

In den Ausschuss wurden folgende Mitglieder gewählt: 

Schriftführer und Kassierer: Georg Götz 
Als Beisitzer: Rösch Max, Klingler Sebastian und
Klingler Anton 
Nach längerer reger Debatte wurde der Verein unter nachfolgenden Bedingungen aufgelöst. Der Auflösungsvertrag wurde unter folgenden Bedingungen einstimmig angenommen:

1. sämtliches Vereinsvermögen sowie Vereinsutensilien, Instrumentenanteile, Musikalien und die Vereinstandarte werden der Musikkapelle Rieden a. d. Kötz übereignet.
2. Der Musikverein übernimmt keinerlei Verbindlichkeiten über etwaige Rückstände 
und Schulden der aktiven Mitglieder des Musikvereins. Die Musikkapelle hat somit keinerlei Anspruch und Forderungen mehr an den aufgelösten Verein. 
3. die Musikkapelle verpflichtet sich jedem ehemaligen Mitglied des Musikvereins
unentgeltlich im eigenen Orte oder zum mindesten in nächster Umgebung die letzte Ehre zu erweisen. Nach einem schneidig vorgetragenen Marsch, „In der Heimat gibt es ein Wiedersehen“ unter dem eifrigen Dirigenten Franz Lohr, wurde die Versammlung geschlossen. rotz der Auflösung und der schwierigen Lage, hielten alle Musiker zum weiteren Musizieren zusammen

1936 verstärkte Erhard Fahrenschon (Klarinette) die Musikkapelle Rieden

08.06.1938 verstarb der Mesner Herr Georg Bischof durch einen tragischen Betriebsunfall im Alter von 34 Jahren * 19.10.1904

10.07.1939 Am 10.Juli 1939 verstarb unser langjähriger Dirigent (von 1920-1924) Herr Karl Bischof im Alter von 64 Jahren (geb. am 16.02.1875 in Weißenhorn) in Ried bei Vesperbild.

01.09.1939 Beginn des 2. Weltkrieg

1939 – 1945 Zu Beginn des II. Weltkrieges von 1939-1945 wurde unsere Musikkapelle stark dezimiert, denn die meisten Musiker vertauschten ihre Instrumente mit der Waffe. Nur wenige blieben in der Heimat zurück. Von die Daheimgebliebenen Musiker wurde nach wie vor bei Beerdigungen von gefallenen Soldaten der Gemeinde Rieden das Lied „ Ich hat einen Kameraden“ gespielt, sodass die Musikkapelle immer noch Bestand hatte.

Nicht zurück gekehrt aus dem II. Weltkrieg sind somit: 
Karl Bischof gefallen am 26. September 1942 im Reserve Lazarett Tropau; *28.05.1893 
Erhard Fahrenschon gefallen am 16. Januar 1943 an der Ostfront im Kaukasus. Er wurde von den Musikern immer unser kleiner Benjamin genannt. Er war der jüngste unter allen Musikern); * 28.05.1922
Josef Stempfle gefallen am 04. Januar 1945 in Verona Italien * 03.09.1908
sowie Anton Bissinger gefallen im Jahre 1945 in Posen. * 09.05.1906

07.05.1945 Ab 07.05.1945 geben sich alle deutschen Land- , Luft- und Seestreitkräfte bedingungslos den alliierten Streitkräften und dem Sowjet – Oberkommando.

08.05.1945 Ab 08.05.1945 treten die Waffenstillstandsbedingungen in Kraft. (Kriegsende)

1946 Die Amerikanische Besatzungsmacht verbot 1946 jegliche Vereinsgründung.

02.03.1947 Am 02. März 1947 griffen alle Musiker, mit 11 Jungmusikern, wieder zu ihren Instrumenten, wobei Franz Lohr Dirigent von (1927-1947) sein Amt in die Hände von Herrn Erich Paluch aus Autenried (geb. am 24.08.1908 in Oppeln Oberschlesien) legte. Herr Paluch war Dirigent und Ausbilder unserer Musikkapelle von 1947 – 1949. Neulinge: Josef Lohr (1. Flügelhorn); Hermann März (Trompete); Anton Bissinger (2. Flügelhorn); Siegfried Klingler (Es-Klarinette); Ludwig Dirr (B-Klarinette); Josef Wöhrle (Tenorhorn); Georg Wöhrle (Tenorhorn); Moritz Rösch (Es-Horn); Georg Bischof (Schlagzeug); Ezechiel Rösch (Bass); Sebastian Rösch (Posaune); Kurze Zeit später Rudolf Rösch. 
Erich Paluch, Musikpädagoge aus Autenried, probte mit den Riedener Musikanten in Moritz Lohrs guter Stube. Weil das Geld nichts mehr Wert war, wurde der Probenleiter abwechselnd von jedem Musiker mit Naturalien entlohnt. Ein halbes Pfund Butter, ein Liter Milch oder auch eine Vesper

13.04.1947 Am ersten Weißen Sonntag nach dem II. Weltkrieg, dem 13. April 1947 spielte die Musikkapelle Rieden zum erstenmal wieder in der Öffentlichkeit. Sie führte die Erstkommunikanten von der Schule zur Kirche und diese Prozession ist als Tradition bis zum heutigen Tag geblieben

22.10.1947 Unser Dirigent (von 1926-1927) Herr Johann-Georg-Andreas Pommerenke verstarb am 22.Oktober 1947 in Heidenheim * 14.12.1875

16.11.1948 Herr Albert von Nessen, Dirigent von 1924-1926 verstarb am 16.11.1948 im Alter von 80 Jahren in Ulm * 28.02.1868

1949 Im Jahre 1949 übernahm Musiklehrer Franz Bucher aus Burgberg (Dirigent bis 1955) (* 20.07.1903) den Taktstock aus den Händen von Erich Paluch. Herr Bucher war auch Dirigent in Sontheim a. d. Brenz, Burgberg, Bächingen, Altenberg (von1923- 1958) und Peterswörth. Daneben spielte er in der Kapelle Bucher, unterrichtete an der Musikschule Giengen verschiedene Musikinstrumente, Zither und Klavier.

28.08.1949 Teilnahme beim 25 -jährigen Stiftungsfest der Musikkapelle Harmonia Günzburg am 28.08.1949

1950 1950 verstärkten zwei weitere Musiker die aktive Musikkapelle Rieden: Erich Bärreiter (Klarinette); Erich Schindler (Trompete)

03./04.06.1950 besuchte die Musikkapelle Rieden das 30-jährige Jubiläum mit Musikfest des Musikvereins „Frisch Voran“ Altenberg.

06.07.1950 Am 6. Juli 1950 beschädigte ein schwerer Sturm mit Hagelschlag das Festzelt. Zwei Drittel der Zeltplanen waren zerrissen, Hühnereigrosse Hagelkörner hinterließen ein Chaos an Laub und abgebrochenen Ästen auf dem Festplatz.
So mancher Musiker dachte nach, ob das Fest eigentlich noch stattfinden sollte, jedoch zur Freude aller wurde dank großer Unterstützung der Riedener Bevölkerung das Festzelt wieder aufgebaut und mit schönem Grün geschmückt. Tische und Bänke wurden durch Pfähle und Brettern erstellt. Sodass zwei Tage später bei herrlichem Sonnenschein unter einem neuen Zeltdach musiziert werden konnte.

08./09.1950 Nicht zu vergessen ist das 30–jährige Jubiläum des Musikvereins „Gemütlichkeit „ Rieden am 08. / 09. Juli 1950. Das musikfreudige Rieden kann auf eine nahezu über hundertjährige Tradition in musikalischer Hinsicht zurückblicken. Immer war der Hang zu frohem Sang und die Liebe zur Musik bei alt und jung tief verwurzelt. Im Jahre 1920 am 1. November wurde die Kapelle, die an diesen beiden Ehrentagen Gastgeber von nahezu 20 Blasorchestern aus der näheren und weiteren Umgebung war. Mit einem Festbankett, an dem sich mehrere Orchester beteiligten unter anderem die Festkapelle Altenberg, und einem fröhlichen Tanz schlossen die Darbietungen des Samstags. Um sechs Uhr begann bereits die Fortsetzung des Wertungsspiels im großen Zelt. Nach dem Festgottesdienst in der Dreifaltigkeitskapelle und einer würdigen Gefallenenehrung bewegte sich der Festzug vom Gotteshaus durch das mit Girlanden und Fahnen geschmückte Dorf. Ganz Rieden war auf den Beinen, denn niemand wollte sich den stattlichen Zug von 18 Kapellen entgehen lassen. Mit warmen Worten würdigte er die Tätigkeit des Dirigenten der Kapelle, Franz Lohr, der bereits seit dreißig Jahren das Orchester leitet, wurde zum Ehrendirigenten ernannt.
Für 30 Jahre Verdienste um die Blasmusik wurden ausgezeichnet: Gottfried Bischof, Moritz Bischof, Max Rösch, Xaver Götz, Moritz Lohr und Engelbert Doser. 
Im weiteren Verlauf des Nachmittags hörten die einige

06.05.1951 Teilnahme am Festumzug beim Gauschützenfest in Beuren

03.06.1951 Teilnahme beim Musikfest und 30-jährigen Jubiläum der Musikfreunde Hermaringen. Die Musikkapelle Rieden erreichte beim Wertungsspiel in der Mittelstufe die Note „sehr gut“

28.05.1952 Am 28. Mai 1952 verstarb unser Gründungsmitglied (1920) und aktiver Musiker Max Rösch (Bassist) von 1920-1952, Mitgründer der Musikvereinigung „Gemütlichkeit“ Rieden a. d. Kötz und Beisitzer (16.04.1927-16.12.1933), allzu früh im Alter von 48 Jahren. * 15.09.1903

17.08.1952 Am 17.08.1952 Dankesgegenbesuch beim 25-jährigen Gründungsfest und Musikertreffen der Musikkapelle Wettenhausen mit Massenchor im Klosterhof und Festumzug. Beim Internen Wertungsspiel spielte die Musikkapelle Rieden in der Mittelstufe: „Felsenquelle“ von Steinbeck und den Marsch: „Treu und Treu“ von Georg Pommerenke. Die Musikkapellen wurden durch H. Kühlechner bewertet. Die Musikkapelle erreichte die Note „sehr gut“ . Der Wertungsbericht lautete wie folgt: „Stimmung sehr gut; Dynamik sehr gut; Tempi gut und Gesamteindruck sehr gut“. Dirigent Franz Bucher.

1952 Im Herbst folgte die Gründung des Bezirk 12 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund
Erster Vorsitzender war Gabriel Batscheider aus Waldstetten von 1952 - 1955

1953 Im Jahre 1953 verstärkten Bruno Nejedl (kleine Trommel); Herbert Ley (Posaune) und Wilfried Gerstberger (Es-Horn) die derzeitige Musikkapelle.

10.05.1953 Mit dem Sonntag den 10 Mai 1953 als dem „Tag der Blasmusik“ wird überall in den Städten und Dörfern des Landkreises ein frohes Musizieren einsetzen. Allein im Bezirk 12 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes , der ungefähr den Kreis Günzburg umfasst; treten 21 Kapellen an die Öffentlichkeit und geben dem Tag das klingende Gepräge. Die Musikkapelle Rieden beginnt den Tag durch gemeinsamen Kirchgang mit dem Gesangverein. Nach dem Gottesdienst findet vor dem Ehrenmal ein Gedenkakt für die toten beider Weltkriege und die verstorbenen Mitglieder beider Vereine statt. Mittags werden in den auswärtigen Wirkungsorten Standkonzerte abgehalten. Am Abend findet im Saale der Gastwirtschaft „zum Kreuz“ ein Konzert beider Vereine statt.

29.05.1953 Die Sportfreunde Rieden begingen am 29. Juni 1953, unter zahlreicher Beteiligung der Einwohnerschaft und auswärtigen Gäste, die Weihe des Sportplatzes. Zu dieser Festlichkeit hatte der VfL Großkötz die Patenschaft übernommen. Unter den Klängen der hiesigen Blaskapelle begaben sich die Sportler im Geleit aller heimischen Vereine zunächst zur Kirche. Nach kurzem Verweilen am Gefallenenehrenmal bewegte sich der Festzug, an der Spitze die Musikkapelle Rieden, zum Sportplatz, auf dem ein Pater aus Ulm die kirchliche Weihe vornahm.

05.07.1953 Für das 1. Bezirksmusikfest des neugegründeten Bezirkes 12 im Allgäu - Schw. Musikbund, erhielt Autenried den Zuschlag. Am 05. Juli 1953 errang die 16 Mann starke Musikkapelle Rieden a. d. Kötz, unter der Leitung von Dirigent Franz Bucher, mit dem Selbstwahlstück: „Prelude“ von Sepp Tanzer, in der Mittelstufe die Note vorzüglich mit 109 Punkten.

1954 1954 verstärkten die Brüder Franz (Klarinette) und Herbert Bombeck (Bass) (bis Juni 1960) und Rolf Wagner (Es-Horn) unsere stark engagierte Musikkapelle.

19./20.06.1954 Das 40. Gründungsfest mit Fahnenweihe des Gesangvereins „Eintracht“ war für alle Teilnehmer am 19. / 20. Juni 1954, bei schönstem Wetter ein nachhaltiges Erlebnis. Unter Glockengeläut und Salutschüssen geleitete die Festkapelle Rieden den Jubelverein mit seinen Festabordnungen und die anderen einheimischen Vereine zum Festgarten, „im Garten von Moritz Glocker und Anton Ley“, voraus die Schuljugend mit Fähnchen. An den Dorfeingängen wurden die Gastvereine empfangen und bald erfüllten zahlreiche Besucher den Ort mit regem Leben.

30.06.1954 Aus einem Zeitungsbericht der Günzburger Zeitung Nr.: 147 vom 30.06.1954 geht hervor, dass die Musikkapelle Rieden beim 2. Bezirksmusikfest des Bezirk 12 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund am 26.Juni 1954 in Ichenhausen mit dem Selbstwahlstück „Burgmusik“ von H. Grabner mit seinen 18 Musiker, darunter 4 Zöglinge unter der hervorragenden Leitung von Dirigent Franz Bucher, in der Mittelstufe die Note „sehr gut“ erhielt.

04.07.1954 Teilnahme am Festumzug beim Gauschützenfest in Kleinkissendorf mit anschließendem Nachmittagskonzert. An diesem merkwürdigen Tag wurde Deutschland mit einem 3:2 Sieg über Ungarn zum ersten mal Fußballweltmeister.

10./11.07.1954 Vom 10. - 11. Juli 1954 führte die Reise für unsere Musikkapelle zum 1. Bundesmusikfest nach Aalen im benachbarten Baden-Württemberg. Es ist nicht das erstemal, dass die Riedener Musiker einen ersten Preis bei einem Wertungsspiel holten. Beim 1. Bundesmusikfest in Aalen standen sie in der Mittelstufe, 65, zum Teil bis zu 36 Mann starken Kapellen gegenüber und konnten im 1. Rang den Lorbeerkranz mit Gold und Diplom erhalten. Mit ihrem Vortrag „ Burgmusik „ von Hermann Grabner erzielte die Musikkapelle Rieden 160 Punkte, ein Erfolg, der umso anerkennungswerter ist, als unter den 20, meist jüngeren Musikern noch vier Zöglinge sind. Das Hauptverdienst fällt dem die Kapelle seit fünf Jahren schulenden Musiklehrer H. Franz Bucher, Burgberg zu., Im Pflichtchor gelangte „ Turmmusik „ zum Vortrag. Dem Wertungsgericht gehörten die Herren Stabsmusikmeister Schuhmann, Tübingen, Verbandskapellmeister Thaler, Tirol und der Direktor der Städt. Musikschule Dornbirn, Prof. Westerop an. Es nahmen insgesamt 175 Musikkapellen teil.

07.08.1954 Am 07. August 1954 wurde unser H. H. Pfarrer Erwin Schmauder aus Ulm in sein Amt als Pfarrer für Rieden - Oxenbronn und Autenried eingeführt. Mit der Musikkapelle an der Spitze und sämtlicher ortsansässigen Vereinen zog der Festzug vom westlichen Ortseingang Richtung Pfarrhaus.

30.06.1955 Am 30.Juni 1955 wurde erstmals wieder eine Generalversammlung der Musikkapelle Rieden abgehalten. Versammlungsleiter Klingler Sebastian eröffnete die Aussprache um 20:30 Uhr und begrüßte die anwesenden Musiker. Im Laufe der Aussprache kamen die Musiker überein, dass der Kapelle wieder neuen Auftrieb gegeben werden muss. Nachdem Klingler die von ihm verfassten 18 Satzungspunkte verlesen hatte, wurde über sie beraten und einstimmig angenommen. Man schritt dann gleich zum Punkt 8 Neuwahlen: nachdem ein Wahlausschuss gebildet, bestehend aus März Hermann. Bärreiter Erich, wurde durch Stimmzettel (20 Stimmberechtigte) der 1. Vorstand, drei Ausschussmitglieder, ein Schrift- und Rechnungsführer sowie der 1. und 2. Dirigent gewählt.

1.Vorstand Sebastian Klingler, Ausschussmitglieder; Bärreiter Erich, Rösch Sebastian, März Hermann, als Rechnungs- und Schriftführer wurde Fred Gerstberger, zum 1. Dirigenten Lohr Josef, 2. Dirigent Erich Schindler gewählt.
Auf befragen durch Wahlleiter März Hermann nahm Klingler die Wahl zum 1. Vorstand an, ebenso die Ausschussmitglieder Hermann März, Rösch Sebastian, Bärreiter Erich, und als Rechnungs- und Schriftführer Gerstberger Fred. Lohr Josef lehnte seine Wahl zum 1. Dirigenten wegen Arbeitsüberlastung ab, somit wurde H. Erich Schindler 1. und 2. Dirigent. Nachdem nun eine Beschlussfähige Vorstandschaft gewählt war, wurde über Punkt 9 beraten und das Vermögen der Kapelle neu geordnet. Der Vorschlag der Kapelleneigenen Instrumente vor 1952, den derzeitigen Benutzern als Eigentum überlassen werden, zudem dieselben zum größten Teil im Laufe der Jahre selbst bezahlt haben. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Es handelt sich um folgende Instrumente; 2 Bässe, 1 Tenorhorn, 1 Zugposaune und eine große Trommel. Das jetzige Vermögen ist im Kassenbuch verzeichnet. Zur Ausbildung der Kapelle wird mit Herrn Musiklehrer Bucher aus Burgberg ein Jahresvertrag abgeschlossen mit einem Minimum von 20 Proben im Jahr, zu ungefähren Preis von 500 Mark.

30.06.1955 Erich Schindler übernimmt das Amt des 1. und 2. Dirigenten

10.07.1955 Teilnahme am Festumzug bei der Fahnenweihe des Schützenvereins Wallenhausen.

10.10.1955 Am 10. Oktober 1955 veranlasste die Vorstandschaft der Sportfreunde Rieden eine Zusammenkunft mit sämtlichen Vereinsvorständen des Gesang- Musik- Schützen- und Veteranenvereins im Gasthaus „ Weißes Ross“, Betreff Veranstaltungen über Weihnachten. Es wurde folgendes bestimmt, dass die Musikkapelle Anfang Dezember einen Konzertabend geben, die Sportfreunde über Weihnachten Theater spielen, der Schützenverein an Sylvester ein Strohschiessen veranstaltet und der Gesangverein wahrscheinlich in der Faschingszeit eine Singoperette gibt. So wurde an Weihnachten zum erstenmal das Theaterstück „ Weihnachten in der Fremde “ aufgeführt. Die Einnahmen wurde zu 60 % dem Sportverein sowie je 20 % für den Gesangverein und der Musikkapelle aufgeteilt.

1955 Ende November 1955 übernahm Josef Lohr den Dirigentenstab von Erich Schindler.

08.06.1956 Teilnahme am Festumzug bei der Fahnenweihe des V.f.R. Unterfahlheim

13./14.07.1957 Teilnahme bei der Fahnenweihe des Gesangverein Biberachzell. Die Musikkapelle
Rieden fungierte an beiden Tagen als Festkapelle

30.06.1959 Wie aus dem Zeitungsbericht aus der Günzburger Zeitung Nr.: 147 vom 30.06.1959 hervorgeht, erreichte die Musikkapelle Rieden beim 6. Bezirksmusikfest des ASM im Bezirk 12 in Bühl am 16. August 1959 beim Wertungsspiel unter dem Dirigenten Josef Lohr, in der Mittelstufe die Note „sehr gut“ mit 114 Punkten.

06.12.1959 Im Jahre 1959 den 06. Dezember verstarb nach schwerer Krankheit unser ehemaliger Dirigent (von 1947-1955) Franz Bucher in Burgberg im Alter von 56 Jahren. * 20.07.1903

29.10.1960 verstarb in Günzburg unser ehemaliger Dirigent Herr Erich Paluch im Alter von 52 Jahren Dirigent von 1947-1947 * 24.08.1908

23.07.1961 Beim 9. Bundesmusikfest des Bezirk 9 im ASM in Krumbach am 23. Juli 1961 mit Gesamtchor, Festumzug und Wertungsspiel, erspielten sich unsere Musiker in der Mittelstufe mit dem Selbstwahlstück: „An die Mutter“, von Anton Ulbrich einen 1. Rang mit 101 Punkten.

21.12.1961 Beim Weihnachtskonzert am 21. Dezember 1961, trat die Musikkapelle erstmals in ihrer schmucken, bodenständigen Tracht auf, die unseren Schwaben gut zu Gesicht steht. Hier leisteten die Riedener Musikkanten Pionierdienste. Es war die erste Kapelle im Bezirk 12 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, die, die Kosten für eine Original Schwäbische Tracht auf sich nahm und den Bürgern von Rieden sei hier ein herzliches Dankeschön gesagt. 
15 Trachten wurde von der Firma Marte aus Grönenbach geschneidert. Die Gesamtsumme betrug 3819,00 DM (bestehend aus Janker, Weste, Hut, Strümpfe und Stoffbundhose. Die 15 Paar Trachtenschuhe wurden von dem Schuhmachermeister Erich Schindler in Höhe von 473,00 DM besorgt. Die Eigenleistung je Musiker betrug 147,00 DM. (Bundhose 115,00 und Schuhe 31,50 DM)

31.12.1961 An Sylvester 31.12.1961 zogen die Riedener Musikanten mit Ihrer schmucken neuen Tracht durch die Straßen um das Neue Jahr zu begrüßen und baten die Riedener Bürgerinnen und Bürger um eine Spende. Die Spende betrug 755,00 DM

1962 Im Jahre 1962 wurde die Musikkapelle durch Erhard Stempfle (Klarinette)¸ Willi Ley (Es-Horn) und Josef Klingler (Bass) verstärkt.

14.02.1962 Am 14. Februar 1962 verstarb das Gründungsmitglied (1920) und Flügelhornist Herr Moritz Lohr, sowie Mitgründer und Beisitzer 16.04.1927 – 6. Mai 1932 der Musikvereinigung „Gemütlichkeit“ Rieden a. d. Kötz im Alter von knapp 60 Jahren.
* 17.03.1902 
29.04.1962 Prozession Erstkommunion mit neuer Tracht

17.07.1962 Teilnahme beim Festumzug am Feuerwehrfest der FFW Ichenhausen

05.08.1962 Beim 34. Bezirksmusikfest des Allgäu - Schw. Musikbundes im Bezirk 12 in Bächingen a. d. Brenz am 05. August 1962 erreichte die Musikkapelle Rieden, unter der Leitung von Eugen Lederle aus Günzburg, mit dem Selbstwahlstück: „Prelude“ von Sepp Tanzer in der Mittelstufe einen 1. Rang. Als Zöglinge wirkten Erhard Stempfle (Klarinette), Willi Ley (Es-Horn) und Josef Klingler (Bass) mit.

1964 Im Jahre 1964 verstärkte Erich Lehner (Klarinette) die Musikkapelle Rieden.

13.08.1964 Im Jahre 1964, den 13. August verstarb unser ehemaliger Vorstand und Gründer der Musikvereinigung „Gemütlichkeit“ Rieden a. d. Kötz, 16.04.1927, H. Franz Xaver Sauter, im Alter von 81 Jahren. Bürgermeister vom 01.01.1924 – 1933; * 07.11.1882

02.04.1965 verstarb Gründungsmitglied (1920), Dirigent (von 1927-1947) Ehrendirigent, Mitgründer und Beisitzer der Musikvereinigung „Gemütlichkeit“ Rieden a. d. Kötz, vom 16. April 1927 – 16.12.1933, Herr Franz Lohr im Alter von 66 Jahren * 24.03.1899

30.06.1966 verstarb Beisitzer der Musikvereinigung „Gemütlichkeit“ Rieden 
a. d. Kötz (vom 01.12.1930 - 06.05.1932), Organisator von zahlreichen Theateraufführungen, Vorstand der Musikkapelle seit 30. Juni 1955 – ca. 1958 und Verfasser der ersten Satzung der Musikkapelle Rieden, Herr Sebastian Klingler (Klarinettist) im Alter von 64 Jahren. * 20.04.1902

1968 1968 nahm Musiklehrer Jakob Treitz acht Zöglinge unter seine Fittiche. 
Dies waren: Josef Lohr Wasserschloss (Tenorhorn); Josef Lohr jun. (Flügelhorn); Wolfgang Ellenrieder (Trompete); Armin Segerer (Trompete); Josef Bischof (Bariton); Robert Bärreiter (Klarinette); Karl-Heinz Alexander (Flügelhorn); Erhard Gerstberger (Trompete).

16.08.1968 verstarb Gründungsmitglied der Musikkapelle Rieden (1920) und ehemaliger aktiver Musiker Herr Engelbert Doser (Tenorhornist) in Ulm im Alter von 66 Jahren. * 10.02.1902 Burgberg im Allgäu

1968 im Herbst 1968 übernahm Erhard Stempfle das Amt als Kassierer aus den Händen von Wilfried Gerstberger (1958-1968)

1969 Im Jahr 1969 kam noch Hermann Götz Es-Horn als weiterer Zögling dazu. Diese neun Anfänger verstärkten bald die Kapelle und so war, diese auf die ansehnliche Schar von fast 30 Musikern herangewachsen.

28.06.1970 Teilnahme am Festumzug beim Kreisfeuerwehrtag in Riedheim

1971 Im Frühjahr 1971 – Sommer 1972, übernahm Walter Pfeifer aus Wittislingen für kurze zeit das Dirigenten Amt. Ihm wurde auferlegt, Jungmusiker der Musikkapelle auszubilden. Leider konnte er dieses Vorhaben aus beruflichen und zeitlichen Gründen nicht realisieren.

20.06.1971 Beim 13. Bezirksmusikfest des Allgäu -Schw.- Musikbund des Bezirkes 11 am 20. Juni 1971 in Münsterhausen, unter der Teilnahme beim Gesamtchor, Festumzug und Wertungsspiel erreichten die Riedener Musiker in der Mittelstufe einen ausgezeichneten 1. Rang.

02.-04.07.1971 Der Festausschuss, an der Spitze die Vereinsvorstände Sebastian Rösch und Bruno Nejedl, organisierte zusammen mit einem Stab emsiger Helfer bis ins Detail das 14. Bezirksmusikfest des Bezirkes 12 im Allgäu - Schw. Musikbund in Rieden vom 2. – 4. Juli 1971. Auftakt für das Bezirksmusikfest am 1. Juli war der bunte Abend unter ca. 1000 Gästen mit der Stadtkapelle Herbrechtingen unter Leitung von Eugen Lederle aus Günzburg, sowie der Conferencier Ewald Sailer aus Tuttlingen und die Sängerinnen Margot + Maria Helwig aus Oberbayern. Am Samstag gegen Mittag kam unsere Festkapelle Thaur/Tirol (bei Innsbruck) aus unserem Nachbarland Österreich in unserem schön geschmückten Dörflein an. Die Gastmusiker wurden alle privat untergebracht. 
Von 16:00 – 19:00 Uhr waren die Wertungsspiele. Zum Festabend kamen am Samstag ca. 1500, Bürgermeister Johann Seitz eröffnete den Festabend. Er rief den prominenten Besuchern – Landrat Georg Simnacher, MdL Dr. Hans Willi Syring, Musikpräsident Georg Mayer aus Ottobeuren und Bezirksleiter Wilfried Jaitner – ein „ Grüß Gott „ zu und schloss die Kreisräte und Bürgermeister in den Willkommensgruss ein. Nach ihm würdigte Georg Mayer als Präsident des Allg. – Schw. Musikbundes die Arbeit der Jubiläumskapelle und erinnerte an die Wiedergründung im Jahre 1920. im Anschluss an seiner Festrede ehrte der Präsident sieben Männer, die vor 25 Jahren zur Volksmusik fanden. Unter dem Beifall der Zuschauer erhielten Ehrendiplome – Georg Bischof, Siegfried Klingler, Josef Lohr, Hermann März Ezechiel und Sebastian Rösch sowie Georg Wöhrle. Herr Landrat Dr. Georg Simnacher überbrachte die Glückwünsche des Landkreises Günzburg.
Die 50 Mann starke Tiroler Festkapelle unter der Leitung von Kapellmeister Wilhelm Esser spielten sie bis in die späte Nacht hinein auf sehr hohem Niveau mit Konzert – und Unterhaltungsmusik auf. Als Gastgeschenk überreichte Vorstand Sebastian Rösch und Bruno Nejedl eine Klarinette und bedankten sich bei der Festkapelle für Ihre wunderbaren Musikstücke. Am Sonntag setzte der Massenansturm schon in den frühen Vormittagsstunden ein, es kamen die Teilnehmer zu den letzten Wertungsspielen (von 6:00 – 10:00 Uhr). Den Weckruf besorgte die Riedener Blasmusik, die um 5 Uhr mit klingendem Spiel durch die Strassen zog. An der schmucken Dreifaltigkeitskapelle las Pater Amandus den Festgottesdienst. Das Frühschoppenkonzert wurde ebenfalls von unserer Festkapelle gestaltet. Um 13:00 Uhr begann im Pfarrgarten der Gesamtchor aller anwesenden Kapellen unter Leitung des Bezirksdirigenten Anton Ulbrich. Mit Beginn der Aufstellung zum Festzug begann der Höhepunkt unseres hervorragenden Bezirksmusikfestes, worin 45 Gruppen teilnahmen und 2500 begeisternde Zuschauer diesem beiwohnten. Gegen 17:00 Uhr wurden die mit Spannung erwarteten Wertungsergebnisse durch Bezirksleiter des Bezirkes 12 H. Wilfried Jaitner bekannt gegeben. Unter tosendem Beifall und viel Wehmut verabschiedete sich die Festkapelle Thaur / Tirol von den anwesenden Gästen mit dem „ Kaiserjägermarsch“ . Es war für viele Musiker unserer Festkapelle ein schwerer Abschied, da sich so manche freundschaftliche Bande geknüpft hatte. Zum Festausklang zeigte die Stadtkapelle Sontheim a. d. Brenz unter Ihrem Dirigenten Walter Pfeifer ihr großes Können mit viel Stimmungs- und Unterhaltungsmusik. Ein kleiner Wehrmutstropfen blieb doch noch, unser Schirmherr H. Dr. Bruno Merk war aus unbekannten Gründen diesem Fest fern

05.07.1971 Umtrunk und Abschluss als Dank an alle Helferinnen und Helfer beim 14. 
Bezirksmusikfest

25.12.1971 Weihnachtskonzert mit unserem neuen Dirigenten Walter Pfeifer aus Wittislingen

13. Oktober 1972 übernahm Herr Dieter Böck, ein junger dynamischer Lehrer, im jungen Alter von 23 Jahren, aus Gundelfingen den Taktstock. Dieter Böck war für die Riedener Musiker nicht nur ein Glücksfall, es sollte auch ein Dirigat über viele, viele Jahre werden. Unter seiner Leitung kam es zu einem erheblichen musikalischen Aufschwung, die bei zahlreichen Festveranstaltungen, Konzerten und Wertungsspiele vom Erfolg gekrönt wurde. Dieter Böck spielte als Musiker (B-Klarinette und Saxophon) als Wehrpflichtiger Bundeswehrsoldat im Heeres Musikkorps 10 in Ulm ( Dirigent Herr Hoser), das selten vor kommt. Normalerweise werden nur Zeitsoldaten bevorzugt

25.12.1972 Das erste Weihnachtskonzert unter der Leitung des neuen Dirigenten Dieter Böck aus Gundelfingen fand am 25. Dezember 1972 im Gasthaus „Wei0es Ross“ statt. Erstmals führte unser Conferencier, „Lehrer“ Josef Saur aus Rieden, die Zuhörer mit Witz und Bravour durch das Programm. Um der Weihnachtlichen Zeit einen würdigen Rahmen zu schenken, kam das Potpourri „Heilige Nacht „ von H. Rappel, wo die Zuhörer fest mitgesungen haben, zur Aufführung. Es folgten weitere Musikstücke wie: „Mixed Pickles, Berglandwalzer, Notensterne, Saint Tropez, Dancing Party, Mars der Medici, Rosen für dich, sowie Heimliche Liebe“ und zum krönenden Abschluss die „Abschiedspolka“ von H. Rappel. In der Pause fand der Losverkauf für unsere reichlich gedeckte Tombola statt.

18.01.1973 Am 18.Januar 1973 Gründung der Jugendkapelle Rieden a. d. Kötz
Peter (Klarinette) und Paul Sauter (Schlagzeug), Dieter Ley (Posaune), Georg Rösch (Posaune), Max Rösch (Trompete), Rudi Rösch (Flügelhorn), Karl-Heinz Jedelhauser (Tenorhorn). Lothar Lohr (Flügelhorn),Georg Wöhrle jun. (Tenorhorn), Bruno Rösch (Bariton), Reinhard Kempter (Trompete), Harald Dirr (Trompete), Helmut Bissinger (Bariton), Hans Wöhrle jun. (Es-Horn), Thomas Ellenrieder (Trompete), Gabriele Potz (Tenorhorn), Gisela Gingele (Klarinette), Barbara Merk (Klarinette), Evi Schneider (Klarinette) Brigitte Hösle (Klarinette), Claudia Ellenrieder (Flöte) Edeltraud Glomann (Tenorhorn) Georg Schneider (Bass) Hans Wegele (Flügelhorn), Hillaria Ley (Klarinette) Gertrud Frey (Es-Horn); Peter Götz (Es-Klarinette) und Rainer Singer (Bass).

29.04.1973 Der erste erfolgreiche öffentliche Auftritt der Jugendkapelle erfolgte am 29. April 1973 bei der Prozession der Erstkommunionkanten vom Schulhaus zur Pfarrkirche unter ihrem Dirigenten Dieter Böck.

24.05.1973 Am 24. Mai 1973 erfolgte der Eintritt unserer Jugendkapelle in den Allgäu -Schw. Musikbund

02./03.06.1973 Beim Musikfest des Bezirkes 2 Kocher-Brenz in Sontheim a. d. Brenz am 03. Juni 1973 nahm die Musikkapelle mit ihrem neuen Dirigenten Dieter Böck, am Gesamtchor, Festumzug und Wertungsspiel teil. Die 23 Musiker und 7 Zöglinge erreichten mit dem Pflichtstück: „Laudatio Musica“, von Hartwig und dem Selbstwahlstück: „Olympisches Feuer“ von Hans Mielenz in der Mittelstufe einen 1. Rang mit 111 Punkten

02.09.1973 Am 02. 09. 1973 wurde bei einer außerordentlichen Zusammenkunft erstmals wieder innerhalb der Musikkapelle eine Vorstandschaft gegründet.
Rösch Rudolf 11 Stimmen
Nejedl Bruno 6 Stimmen
Gerstberger Erhard 6 Stimmen 
Wöhrle Georg 5 Stimmen
Stempfle Erhard Schriftführer 
Somit wurde Herr Rudolf Rösch als Jugendleiter und Herr Bruno Nejedl zum Sprecher der Musikkapelle bestimmt.

23.12.1973 Weihnachtskonzert der Musikkapelle Rieden und der Jugendkapelle mit Tombola
im Gasthaus „weißes Ross“. Conferencier, „Lehrer“ Josef Saur aus Rieden

30.03.1974 1. Gemeinschaftskonzert der Musikkapelle Rieden und der Musikkapelle Autenried fand am 30. März 1974 im Gasthaus „Weißes Ross“ in Autenried statt

17.04.1974 verstarb in München nach einer schweren Krankheit plötzlich und unerwartet unser aktiver Musiker Herr Erich Bärreiter im Alter von 41 Jahren. Herr Bärreiter wurde als Beisitzer der Musikkapelle Rieden 30.06.Juni 1955 in die Vorstandschaft gewählt; aktiver Musiker von 1950 bis zu seinem Tode. Er bildete in den fünfziger und sechziger Jahren so manchem jungen Klarinettisten aus. * 27.06.1932

08./09.06.1974 Die Jugendkapelle Rieden trat erstmalig bei einem Wertungsspiel beim 16. Bezirksmusikfest in Autenried des Allgäu – Schw. Musikbund im Bezirk 12 am 8. / 9. Juni 1974 in der Jugendstufe auf. Die jungen Musikerinnen und Musiker zeigten unter ihrem Dirigenten Herr Dieter Böck bereits durch ihr diszipliniertes Auftreten ein erfreuliches Bild. Als Selbstwahlstück kam die Ouvertüre „ Waldromantik „ von Adolf Vancuras. Beim Vortrag des Pflichtstücks „Allegretto grazioso „ zeigte der Dirigent mit seinem jungen Musiker eine kluge Hand in der Wahl der Tempis, die Kapelle überraschte durch saubere Intonation und erzielte in der Jugendstufe einen hervorragenden „ 1. Rang mit 113 Punkten „. Wertungsrichter Willecke 
Und die Seniorenkapelle erreichte in der Mittelstufe einen 1. Rang. Zum Vortrag kam als Pflichtstück: „Concordia Bläser Apell“ von Haase-Altendorf und das Selbstwahlstück: „Symphonie in C“ von Gossec-Molenaar. (Beginn 6:35 Uhr)

16.06.1974
 Beim Bezirksmusikfest Bezirk 9 in Unterelchingen am 16.Juni 1974 nahm die Musikkapelle Rieden beim Wertungsspiel mit ihrem Aushilfsdirigenten Eugen Lederle teil. Die 20 Mann starke Musikkapelle hatte durch den Dirigentenwechsel psychologisch keine günstige Ausgangsposition zum Wertungsspiel. Dem Wertungsbericht lag die schriftliche Entschuldigung des Kassierers Stempfle vor. Diese Situation wurde bei der Bewertung durch die Jury gewürdigt. Eine Direktionsstimme für das Pflichtstück „Bläserintrada“ von Gerbert Mutter lag nicht vor. Somit konnte nur allgemein abgehört und kritisiert werden. Mit dem Selbstwahlstück „Symphony in C“ in drei Sätzen, von J. Gossec, konnte ein musikalischer guter Eindruck festgestellt werden. Allgemein spürte man das Bemühen der Kapelle, trotz des Gastdirigenten eine gute Leistung zu erbringen und erreichte in der Mittelstufe einen „ersten Rang mit 110 Punkten“. Als Wertungsrichter waren anwesend“ MD Richard Zettler – Stuttgart und MD Helmut Weigel – Heidenheim.

28.07.1974 Unsere noch sehr junge Jugendkapelle nahm beim 1. Europäischem Musikfest bestehend aus sechs Nationen am 28. Juli 1974 in Krumbach / Schw. unter den vielen Tausend Gästen mit großem Erfolg teil. Mit dem Grußwort von Bischof Dr. Josef Stimpfle: „Liebe Gäste aus nah und fern! Das 1. Europäische Musikfest in Krumbach führt gleichgesinnte Menschen aus verschiedenen Ländern im Herzen Mittelschwabens und damit in der Mitte des schwäbischen Teils des Bistum Augsburg zusammen. Als Bischof dieser ältesten Diözese Süddeutschlands entbiete ich allen Musikern, Spielleuten und Folkloregruppen aus Belgien, Holland, Frankreich, Südtirol, Österreich und der Schweiz sowie aus dem Allgäu -Schw. Musikbund meinen herzlichen Gruß“. wurde dies großartig organisierte Fest eröffnet.

13.12.1974 Nach langem Hin und her und vielen Diskussionen entschloss sich die Musikkapelle Rieden, am 13. Dezember 1974 im Vereinslokal ,die Wiedergründung“ eines Musikvereines. Der Jugendkapelle Rieden war es vorbehalten, die mit viel Interesse stattfindender Gründungsversammlung, mit flotten Weisen zu untermalen und es ist nicht zuletzt ihr zu verdanken, dass der „Weiße-Ross“ –Saal vollbesetzt war. Die sprunghaft angewachsene Zahl von 50 Aktiven und das größere musikalische Interesse in der Gemeinde ließen Pläne und Vorstellungen Wirklichkeit werden. So wurde unter der reibungslosen Wahlleitung von Bezirksleiter Schwalme der „Musikverein Rieden a. d. Kötz e. V. “ gegründet.

Die neue Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Bruno Nejedl 1. Vorstand
Josef Hösle 2. Vorstand 
Erhard Stempfle Kassierer
Josef Saur Schriftführer 
Rudolf Rösch Jugendleiter 
Alois Dirr Beisitzer
Georg Wöhrle Beisitzer

Fast 100 Musikfreunde schlossen sich auf Anhieb dem Musikverein an und bekannten sich ebenso wie Bürgermeister Seitz zu dem schönen Spruch:

Musik und Gesang in schönem Verein
Sie erhalten dem Leben den Sonnenschein

Der neugewählte Vorstand Bruno Nejedl bedankte sich bei Bezirksleiter Schwalme für seine organisatorische Tätigkeit, und Bürgermeister Johann Seitz sprach dem Musikverein Unterstützung seitens der Gemeinde zu.

22.12.1974 Erste Weihnachtsfeier des neugegründeten Musikverein Rieden und der Jugendkapelle Rieden im Gasthaus „Weißes Ross“

28.12.1974 3 Tage vor seinem 62 Geburtstag verstarb unser H. H. Pfarrer Erwin Schmauder Pfarrer von 1954-heute in Rieden und Oxenbronn * 01.01.1913

31.12.1974 Am Silvestertag 1974 wanderte die Jugendkapelle Rieden mit flotten Weisen durch die Gemeinde Rieden und kündigte musikalisch das neue Jahr an. Die einheimische Bevölkerung zeigte sich sehr spendabel und honorierte die musikalischen Neujahrswünsche mit klingender Münze. Über 1600 Mark brachten die Jungmusikanten nach Hause und stellten den Betrag der Renovierung der Dreifaltigkeitskapelle zur Verfügung. Es war ein sehr kalter und Schneereicher Wintertag

09.01.1975 Die erste Ausschusssitzung nach der Wiedergründung des Musikvereins Rieden am 09.01.1975 fand im Musikzimmer der Familie Rudolf und Agatha Rösch statt. Pünktlich um 20:00 Uhr eröffnete 1. Vorstand Bruno Nejedl die Sitzung. Auf der Tagesordnung standen folgende Punkte:
Ausarbeitung einer Satzung; Aussprache Musikheim; Regelung Geldspenden für die Jugendkapelle; Ausarbeiten eines Briefkopf; Anschaffung eines Stempels; Satz für 
Kassierer festlegen (Geldbetrag);

25.01.1975 Am 25. Januar 1975 lud der Musikverein Rieden zum ersten Faschingsball unter dem Motto „Treffen der Kurzarbeiter und Arbeitslosen“ ins Gasthaus zum „Weißen Ross“ ein. Diese Veranstaltung war ein großer Erfolg.

23.03.1975 Das 2. Gemeinschaftskonzert zwischen der Musikkapelle Rieden und der Musikkapelle Autenried fand am 23. März 1975 im Gasthaus „Weißes Ross“ in Autenried statt. Der erste Teil des Konzertes wurde unter der Leitung der Dirigenten Anton Ulbrich (Autenried) und Dieter Böck (Rieden) mit dem Gemeinsamen „Ehrenbürgermarsch“ von Anton Ulbrich eröffnet. Nach dem gemeinsam vorgetragenen Marsch, spielte die Musikkapelle Rieden unter der Leitung von Dieter Böck die „Traumland-Operette“ von Hans Kolditz, es folgte die Musikkapelle Autenried mit dem Musikstück „Souvenir“ von Anton Ulbrich. Weitere Musikstücke wurden im Wechsel der beiden Kapellen Autenried und Rieden vorgetragen.

07.05.1975 Am 7. Mai 1975 wurde der „ Musikverein Rieden/Kötz e. V. „ unter der Nr.: 189 beim Amtsgericht Günzburg in das Vereinsregister eingetragen.

31.05.1975 Großer Empfang von H. H. Pater Walter Scherenbach aus Benediktbeuren

12./13.07.1975 Einen weiteren Riesenerfolg, nämlich einen 1. Rang mit Auszeichnung, erzielten die Mädchen und Buben der Jugendkapelle Rieden am 12. / 13. Juli 1975 beim internationalen Jungbläser-Treffen in Sonthofen/Allgäu des Allgäu – Schw. Musikbund. Als Pflichtstück kam „ Aufruf „ von Herbert König und als Selbstwahlstück die Ouvertüre „ Happiness „ von Willy Lange zum Vortrag. Die Jungen und Mädchen erzielten in der Jugendstufe einen 1. Rang mit Auszeichnung mit 116 Punkten. Wertungsrichter war Willeke

27.07.1975 Am 27. Juli 1975 fand das alljährliche Gartenfest vom MV Rieden im Pfarrgarten in Verbindung mit dem 100-jährigen Jubiläum des Krieger- und Soldatenvereins Rieden statt. Der Wettergott hatte es gut mit dem Veteranen- und Musikverein Rieden gemeint. Eine musikalische Attraktion hatte Musikvorstand Bruno Nejedl den ca. 600 Besuchern beim Gartenfest zu bieten. In schmucken Trachten gab das Jugendblasorchester Gundelfingen mit 55 Musikern unter Stabführung von Dieter Böck ein großartiges musikalisches Schauspiel, das jung und alt in seinen Bann riss.

1976 1976 verstärkten zwei neu Musiker unsere Musikkapelle, Josef Gingele (Posaune) und Josef Frey (Bass)

16.02.1976 verstarb das Gründungsmitglied vom 01.11.1920, Gründungsmitglied der „Musikvereinigung Gemütlichkeit Rieden a. d. Kötz (16.04.1927) und aktiver Musiker (von 1920-1954) Herr Franz-Xaver Götz im Alter von 74 Jahren * 10.10.1901

04.04.1976 Das Frühjahrskonzert des Musikvereins Rieden am 04. April 1976 im Adlersaal in Biberberg fand vor vollem Haus statt. Der Musikverein Rieden eröffnete das Konzert unter der Leitung von Dieter Böck mit dem Marsch „Jubelklänge“ von Ernst Uebel op. 70, Es folgte die „Phoenix-Ouvertüre“; „Südliche Reise“ Ouvertüre; „Traumlandoperette“; Trompeten-Express“: „Memories of Holidays“ und der Walzer „Münchner Kindl“ von Karl Komzak op.286. nach der wohlverdienten Pause wurde das Konzert mit dem „Spanischen Zigeunertanz““ von Pasqual Marquina fortgesetzt. Conferencier Josef Saur umrahmt mit seinen heiteren Geschichten das sehr gute Konzert und kündigte die, „Tschechische Polka-Perlen“ von Walter Tuschla an. Bei dem Musikstück „Murzel und Purzel“ wurden die beiden Soloklarinettisten Peter Sauter und Robert Bärreiter mit Beifall überschüttet. Es folgte noch „Hootenanny“; „Polka Party mit Käpt’n James“ von Lothar Gottlöber. Vorstand Bruno Nejedl bedankte sich den Gästen für ihr zahlreiches kommen und der Musikverein verabschiedete sich von den Gästen mit dem „Kaiserjäger Marsch“ von Sepp Tanzer.

14.06.1976 Beim Dreifaltigkeitsfest am 14. Juni 1976 trat der Musikverein Rieden mit den neu installierten Marketenderinnen Martina Gaub und Carola Klingler in der Öffentlichkeit auf, somit wurde das Gesamtbild der Musikkapelle in allen Belangen aufgewertet.

04.03.1977 Zufriedenheit strahlte bei der Generalversammlung am 04. März 1977 aus, die der Musikverein Rieden jetzt durchführte. Vorstand Bruno Nejedl erinnerte in seinem Rückblick an eine ganze Reihe erfolgreicher Veranstaltungen. Auffallend: Trotz Anschaffung einer neuen Tracht für die Jugendkapelle und den Kauf neuer Kesselpauken ließ der Kassenstand nichts zu wünschen übrig. Bezirksvorstand Josef Stocker konnte Karl Lohr aus Autenried, der von 1915 bis zum Kriegsanfang 1939 aktives Blasmusikmitglied war, zum Ehrenmitglied des Musikvereins Rieden ernennen. Die Jugendkapelle spielte ihm zu Ehren den „Alte Kameraden-Marsch“.

02.04.1977 Mit einem begeisterten Frühjahrskonzert erfreute der Musikverein Rieden die Besucher am 02.04.1977 im vollbesetzten „Adler-Saal“ in Biberberg. Conferencier Josef Saur half mit ausgefallenen Texten und munteren Einblendungen über die Runden und präparierte die Zuhörer für den musikalischen Genuss. Was die 50 Musiker und der Leinheimer Dreigesang zu bieten hatten, konnte sich in der Tat sehen lassen. Mäuschenstill war es im Saal, als Jacques Offenbach in seiner Ouvertüre „Orpheus in der Unterwelt“ die Macht der Dämonen und das verzweifelte, hoffnungsvolle Ringen von Orpheus mit den Göttern der Unterwelt darstellte. Riesenbeifall gab’s, als Johann Strauß die Zuhörer mit einem Walzer „an die schöne blaue Donau“ entführte, Willy Lange einen „Happy Day“ wünschte, Hans Kolditz sein „American Journal“ aufblätterte und Paul Linke, zu „Ein Abend bei Paul Linke“ einlud. Besonderen Applaus konnte auch der Leinheimer Dreigesang einheimsen, der mit musikalischem Humor volkstümliches Liedgut ausgrub. Herausgestellt hat sich, dass der Musikverein Rieden a. d. Kötz für die kommenden Wertungsspiele in der Oberstufe gut gerüstet ist. Unter der Leitung von Dieter Böck erlebten die Musikfreunde ein Programm, das höchste Ansprüche gerecht wurde.

30.05.1977 ist für alle unerwartet, unser Ehrenmitglied Herr Karl Lohr verschieden. Der Musikverein trauert um einen Mann, der viele Jahre lang der Musikkapelle Rieden die Treue gehalten hatte. Der Musikverein Rieden geleitete ihn zur letzten Ruhestätte. Vorstand Bruno Nejedl würdigte seine Verdienste um die Blasmusik und legte zum Dank ein Blumengebinde an dem offenen Grab nieder.

19.06.1977 Der Musikverein Rieden trumpft bei ihrem ersten Wertungsspiel in der Oberstufe mit ihrem Dirigenten Dieter Böck und seinen 25 Musikern und 25 Jungmusiker, beim Bezirksmusikfest in Biberach am 19. Juni 1977 des Allgäu – Schw. Musikbund im Bezirk 9 mit dem Pflichtstück „ Intermezzo festivo „ von Hellmut Haase – Altendorf. Schon nach wenigen Takten weiß man: hier ist ein tüchtiger Dirigent an der Arbeit. Alles ausgezeichnet in der Stimmung und Dynamik. Er lässt das Orchester chorisch Atmen (was nur wenige Dirigenten beherrschen), so dass der Choral wie auf einer Orgel gespielt erklingt. Das Selbstwahlstück die Ouvertüre „ Artisten-Show“ Moderne Ouvertüre von Willi Löffler wurde das Tempo vom Dirigenten recht nett und spritzig erfasst und musiziert. rythmisch und klanglich sehr gut. Der Beguin kam sehr hart und lässig, so wie ein Beguin sein soll. An sich kleine Mängel, die angesprochen werden mussten, die aber bei dem versierten Dirigent und den äußerst willigen Musiker leicht behoben werden können. Eine an sich beachtliche Leistung, die Anerkennung verdient und so erreichte der Musikverein in der Oberstufe mit ihren 25 Musikern und 25 Jungmusikern die höchste Wertung einen 1. Rang mit Auszeichnung (116 Punkte). Als Wertungsrichter fungierten die Herren Oberstleutnant a. D. Hoser und a. D. Kühlechner.

13.12.1977 Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte ist der Bau der Kötztalhalle Rieden. Zusammen mit dem Schützenverein „Gemütlichkeit Rieden“ wurde dieses Bauwerk am 13. Dezember 1977 bei der außerordentlichen Generalversammlung im Gasthaus „Weißes Ross“ beider Vereine von den Mitgliedern beschlossen. Der Anbau an die alte Schule war nach jahrelangem Überlegen für beide Vereine eine gute, gemeinsame Lösung. Die ehemalige Gemeinde Rieden unterstützte diese beiden Vereine mit einem Startkapital von DM 150 000,00, genannter Betrag wurde im Eingemeindungsvertrag zur Stadt Ichenhausen schriftlich fixiert. Hohe Anerkennung und Dank gebührt unserem H. H. Pfarrer Walter Scherenbacher, der sich bei unzähligen Gesprächen und Verhandlungen mit der Diözese Augsburg für den Tausch des in dem Besitz der Kirche befindlichen Pfarrgarten mit dem Spielplatz (Eigentum der Stadt Ichenhausen) stark machte. Ohne sein großes Engagement, wäre dieses Vorhaben nicht möglich gewesen.

18.12.1977 Vor 300 Zuschauern zog die Blaskapelle Rieden am 18.12.1977 in der Turnhalle Ichenhausen eine „Gala-Show“ ab. Dirigent Dieter Böck hatte im ersten Teil anspruchsvolle Musikstücke aufgelegt, die sein Musikerteam mit großer Präzision vortrug. Besonders die „Artisten-Show“ von Willi Löffler, Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ und die Fantasie aus der Oper „der Freischütz“ von Carl Maria von Weber ließen es mäuschenstill im Saal werden. Conferencier Josef Saur verband mit teils besinnlichen, teils mit humorvollen Texten die Musikstücke. Im beschwingten zweiten Teil präsentierte die Musikkapelle den „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauss. Hans Hartwig versetzte die Zuhörer mit seiner historischen Marschfolge „Aus alter Zeit“ zurück in die Zeit der preußischen Könige; Ivanovicis „Donauwellen“ führten im Walzertakt Donau abwärts und „The Beatles“ von Kurt Sorbon ließen manch Teenagerherz höher schlagen. Zu Gast in Ichenhausen war auch der Leinheimer Dreigesang mit diversen Gesangseinlagen. Den Musikern und Sänger dankte das Publikum mit reichlichem Beifall.

1978 1978 folgten weitere Jungmusiker die unseren sehr engagierten Musikverein unterstützen: Dietmar Ellenrieder (Es-Horn); Karl-Heinz Singer (Es-Horn); Josef Ellenrieder (Klarinette); Jürgen Ley (Es-Horn); Bruno Nejedl jun. (Klarinette); Kurt Stempfle (Schlagzeug); Reinhard Saur (Es-Horn); Jürgen Sauter (Klarinette); Alois Rösch (Flügelhorn); Bernd Dirr (Klarinette); Peter Dirr (Klarinette); Rainer Dirr (Flöte); Jngo Potz (Flöte); Andrea Rösch (Flöte + Piccolo) Horst Nejedl (Flöte)

20.03.1978 Die Jugendkapelle des Musikvereins umrahmte im „Gasthaus Weißes Ross“ die diesjährige Generalversammlung am 20.03.1978, bei der eine gute Bilanz aufgemacht wurde. Vorstand Bruno Nejedl und Dirigent Dieter Böck konnte von 40 musikalischen Auftritten berichten, wobei der 1. Rang mit Auszeichnung in der Oberstufe beim Musikfest in Biberach der größte Erfolg war. Nach dreijähriger Amtszeit standen schließlich auch Neuwahlen auf dem Pogramm. Die Herren Kassenprüfer Ludwig Bissinger und Josef Wöhrle erteilte der Vorstandschaft nach gründlicher Kassenprüfung die Entlastung. Unter dem Wahlausschussvorsitzenden Bürgermeister Seitz wurde folgende Vorstandschaft gewählt:

Bruno Nejedl 1. Vorstand
Karl Jedelhauser 2. Vorstand
Erhard Stempfle Kassierer
Josef Saur Schriftführer
Rudolf Rösch Jugendleiter
Georg Wöhrle Beisitzer
Alois Dirr Beisitzer

Der bisherige zweite Vorstand Josef Hösle schied aus beruflichen Gründen aus. Der geplante Bau einer Mehrzweckhalle als Unterkunft für alle Vereine, wurden von den Mitgliedern begrüßt und soll in Bälde in Angriff genommen werden.

01.05.1978 Am 01.05.1978 wurde unsere bisher selbstständige Gemeinde Rieden a. d. Kötz zur Stadt Ichenhausen eingemeindet. Auf die Bezeichnung „Rieden“, kann man im Postleitzahlenbuch nachlesen, hören neun deutsche Orte. Einen Allerweltsnamen führte der Ichenhauser Stadtteil dennoch nicht. Er nennt sich auf jeder Urkunde (und bis vor einigen Jahren auch auf dem Ortsschild) „Rieden a. d. Kötz“. Darauf sind die Bürger stolz. Es klingt ja auch gut, enthält Melodie und Rhythmus – Rieden a. d. Kötz. Im Vereinsleben gibt die sehr gute Musikkapelle weit über die Grenzen hinaus den Ton an.

15.05.1978 Bei der ersten Stadtratsitzung am 15.05.1978, nach der Eingemeindung vom 01. Mai 1978 zur Stadt Ichenhausen, tolerierten Stadtrat und Landratsamt die vom früheren Gemeinderat vorgenommene Weichenstellung und billigten die ratenweise Auszahlung von insgesamt DM 150 000, so dass das „mutige Projekt“ (Aussage von Bürgermeister Kuhn) beginnen konnte. Bürgermeister Kuhn und einige Fachleute der Stadt Ichenhausen hatte großes Bedenken, dass der Bau der Vereinseigenen Kötztalhalle zu einer Bauruine werde.

21.05.1978 Ein strahlender Sonntagmorgen ließ die richtige Feststimmung aufkommen, als die Vereine mit ihren Fahnen unter den Klängen der Musikkapelle Rieden, am 21. Mai 1978 auf die Anhöhe am Ortsrand zur Dreifaltigkeitskapelle zogen und die neurenovierte Kapelle ihrer Bestimmung übergeben wurde. Dort konnte H. H. Pfarrer Walter Scherenbacher Gäste aus kirchlichem und weltlichem Rang sowie seien Gläubigen zum Festgottesdienst begrüßen. Unter den Klängen einer Bläsergruppe des MV Rieden, die auch die Kirchengesänge begleitete, zogen die Zöllibranten, Direktor Pater Anton Gratz, Benediktbeuren, Pfarrer Schild, Deffingen, Pfarrer Scherenbacher der Festprediger Pater Professor Dr. Ludwig Königbauer, Benediktbeuren, und Geistlicher Rat Johann Sauter, ein geborener Riedener, in das Gotteshaus. In der Festpredigt stellte Königsbauer die Verbindung der kirchlichen Hochfeste zum Dreifaltigkeitsfest her, dass als die zusammenfassende Krönung der Feste zu betrachten sind. Ein besonderes Gedenken galt Pfarrer Erwin Schmauder, der das Renovierungsvorhaben noch vor seinem Tod (1974) in die Wege leitete.

18.06.1978 Groß war die Freude bei Vorstand Bruno Nejedl und seiner ansehnlichen Bläserschar von 43 Musikern des Musikvereins Rieden, als das Ergebnis der Wertungsspiele beim 13. Bundesmusikfest am 18. Juni 1978, in Stadtbergen bei Augsburg, bekannt gegeben wurde. Einen 1. Rang attestierten die fachkundigen Wertungsrichter den Musikkanten aus dem Kötzbachtal. Mit viel Ausdauer hatte Dirigent Dieter Böck das Pflichtstück „Bläserauftakt“ von Viktor Hasselmann und das Selbstwahlstück die Ouvertüre „Fränkische Rhapsodie“ von Helmut Weigel einstudiert. Als einzige Kapelle aus dem Bezirk 12 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes hatten sich die Riedener einem Bundeswertungsspiel unterworfen. Zwölf Kapellen aus ganz Schwaben traten in der schwierigen Oberstufe an.

16.07.1978 Beim 100-jährigen Jubiläum in Verbindung mit dem 18. Bezirksmusikfestes des Bezirk 12 im ASM am 16. Juli 1978, des Musikvereins Kemnat erreichte der Musikverein Rieden a. d. Kötz beim Wertungsspiel (8:30 Uhr) in der Oberstufe, das in der Kirche stattfand, mit seinen 25 Musikern und 15 Jungmusikern unter der Leitung von Dieter Böck mit dem Pflichtstück: „Bläserauftakt“ von Hasselmann, und dem Selbstwahlstück: „Fränkische Rhaposdie“ von Helmut Weigel, einen hervorragenden 1. Rang mit Auszeichnung.

05./06.08.1978 Gartenfest des MV Rieden im Pfarrgarten. Etwa 1000 Besucher konnte der Musikverein begrüßen, darunter Kultusminister Professor Hans Maier sowie der zweite Bürgermeister der Stadt Ichenhausen, Andreas Schuler. Bedauerlicherweise musste das Gartenfest am Sonntagabend wegen plötzlich einsetzenden Gewitterregens vorzeitig abgebrochen werden.

02.09.1978 Bergmesse mit H. H. Pfarrer Walter Scherenbacher auf der Klosteralm in Benediktbeuren

16.09.1978 „Mit Sang und Klang der Günz entlang“, heißt das bunt aufgemachte Gemeinschaftswerk einer Schallplatte am 16.September 1978 in der Aula der Berufsschule Günzburg, zu dem 15 Chöre und Kapellen aus dem Ichenhausener Raum ihren Anteil beisteuerten. Die Beiträge wurden am Samstag auf Band gespeichert, so dass die Vokal- und Instrumentenstücke nach dem Schneiden bald in die schwarzen Rillen gepresst und im November auf den Markt gebracht werden könne. Der Autor der Langspielplatte und Kassette, Direktor Dieter Kölmel von der Volksbank Günzburg, sieht den Fahrplan so: „Die Platte soll unser Beitrag zur 25-Jahr-Feier des mittelschwäbischen Sängerkreises sein.“ Die Musiker der Musikkapelle Rieden starren wie gebannt auf das Einsatzzeichen von Dieter Böck zu dem vorzutragenden Marsch „Jubelklänge“ von E. Uebel kam. Es nahmen folgende Chöre und Kapellen aus dem Günztal teil: „Fanfarenzug der FFW Ichenhausen; Heimat- und Volkstrachtenverein Ichenhausen; Kammeltaler Blasmusik Ettenbeuren; Musikkapelle Waldstetten, Sing- und Musikschule der Stadt Ichenhausen; Liederkranz a. d. Günz Ichenhausen; Männergesangverein Waldstetten; Musikkapelle Ellzee; Musikkapelle Wettenhausen; Musikverein Hochwang; Ellzeer Stubenmusik; Vocal - Ensemble Hochwang; Musikkapelle der Geselligen Vereinigung Eintracht Autenried und die Jugendkapelle Ichenhausen.

10.11.1978 Zuschuss für die Kötztalhalle in Höhe von 5000 DM vom Landkreis Günzburg

18.11.1978 So wie viele Vertreter heimischer Blaskapelle, saß auch ein "alter Hase“ der Blasmusik aus dem Kammeltal unter den gut 300 Zuhörern beim Herbstkonzert am 18. November 1978 in der Turnhalle Ichenhausen. Er meinte, bevor sich der Vorhang hob: „Dieses Programm ist für eine Amateurkapelle sehr hoch angesetzt; ich möchte sehen und hören, wie die Riedener das schaffen“. Ein guter Ruf ging der Musikerschar ohnehin voraus. Zum Vortrag kamen Musikstücke wie: „leichte Kavallerie, Mein Regiment, Ein Vöglein sang im Lindenbaum, Die Post im Walde (Solistin am Es-Horn Gertrud Frey, die Solisten Harald Dirr und Thomas Ellenrieder), Fränkische Rhapsodie. Mit dem “Fliegermarsch” trat Dirigent Böck erstmals als Arrangeur an die Öffentlichkeit. Sehr beziehungsreich die beiden Schlusstitel „She ist too fet for me“ ebenfalls von Dieter Böck, und „Zum Städele hinaus so verabschiedeten sich die Riedener Musikanten aus der Ichenhausener Halle. Viel Lob gab es für die Musikschar von allen Seiten zu hören. Bezirksvorsitzender Josef Stocker billigte den Riedener eine Spitzenstellung innerhalb des Allgäu-Schw. Musikbundes zu. Er war es auch, der dem Vorstand des Riedener Vereins für 25 Jahre aktives Wirken eine Ehrenurkunde überreichte. Für den Musikverein schloss sich Karl Jedelhauser mit einem Geschenkkorb an, als Dank für das unermüdliche Wirken von Bruno Nejedl.

19.01.1979 Am 19.01.1979 fand im „Weißen Ross“ die Generalversammlung statt. Vorstand Bruno Nejedl konnte 55 Mitglieder des Musikvereins Rieden begrüßen. Nach der Totenehrung wurde die Tagesordnung bekannt gegeben und das Protokoll der letzten Generalversammlung verlesen. Vorstand Nejedl bezeichnete in seinem Bericht das vergangene Vereinsjahr als eines der erfolgreichsten in der Geschichte des Vereins überhaupt. Der Vorstand berichtete über 49 Proben und 27 Auftritte der Musikkapelle Rieden sowie 5 Vereinssitzungen.

23.01.1979 nach kurzer Krankheit verstarb plötzlich und unerwartet unser H. H. Pater Walter Scherenbacher; Salesianer Don Bosco, Pfarrer in Rieden und Oxenbronn sowie Professor der Kirchenmusik. Herr Scherenbacher bildete auch Jungmusiker für den MV Rieden aus.

26.01.1979 Feierliche Beisetzung unseres H. H. Pater Walter Scherenbacher an seinem Heimatort Biberach an der Riss.

13.02.1979 Am 13. Februar 1979 verstarb unser aktiver Musiker Rupert Stocker (ehemaliger Name war Wieser) (1921-1954) geb. am 26.08.1903 in Neu-Ulm im Alter von 75 Jahren.

01.05.1979 Nach einer langen Planungsphase, konnte im April 1979 mit den Bauarbeiten für die Gemeinschaftshalle des Musik- und des Schützenvereins Rieden begonnen werden. Um kostenlose Vesper sowie Getränke für die zahlreichen Helfer zum Bau unserer Kötztalhalle zu finanzieren, wurde am 1. Mai 1979 das erste Bockbierfest ins Leben gerufen. Das Fest fand in einem kleinen Zelt, das H. Franz Ley von der Bundeswehr Leipheim besorgte, bei widrigen äußeren Bedingungen (Regen und teilweise Schnee) statt. Zur Unterhaltung trumpfte die Musikkapelle mit einer kleinen Besetzung mächtig auf. So mancher Gast hatte Mühe, nach dem Genus des Bockbieres, sich auf den Beinen zuhalten.

09.06.1979 Beim III. Burgkonzert am 09. Juni 1979 des Allgäu – Schw. Musikbund auf dem Schloss Reisensburg, im Schwierigkeitsgrad kaum zu überbieten war das Angebot des Musikvereins Rieden a. d. Kötz,: denn die Operetten-Ouvertüren „Orpheus in der Unterwelt“ und „Leichte Kavallerie“ stellen an ein Laienorchester enorme Anforderungen. Dass sie von dem einfühlsamen Orchester wie auch von den hauseigenen Solisten gemeistert wurden, spricht für die von Dieter Böck geleitete Musikergemeinschaft, die seit ein paar Jahren ganz vorne marschiert und am Sonntag ihre führende Rolle unter ca. 600 Gästen eindrucksvoll bewies.

04.-07.08.1979 Ein weiterer Höhepunkt in der so erfolgreichen Geschichte des Musikvereins Rieden ist das Gastkonzert bei der Bundesgartenschau vom 4. – 7. August 1979 in der Bundeshauptstadt Bonn. Unterkunft in der dortigen Jugendherberge auf der Harthöhe. Landrat Dr. Georg Simnacher gesellte sich zu den Zuhörern. Er war von einem Besuch in Ars quer durch Frankreich mit seiner Familie direkt nach Bonn gefahren. Für 13 Uhr hatte er seine Landkreisbewohner in die bayrische Vertretung eingeladen. Nach einem Standkonzert vor der Vertretung wurden wir von der Sekretärin, des MdB Dr. Theo Waigel, Frau Esser empfangen. Vorstand Bruno Nejedl übergab dem Hausherren das Wappen der Gemeinde Rieden und bedankte sich für die Gastfreundlichkeit. Am Sonntag, den 05.08. wurden wir vom Beauftragten der Bundesgartenschau begrüßt und aufs Podium geleitet. Zum Mittagskonzert hatten die Riedener ihren ersten großen Auftritt. Sie wurden für ihre original bayrische Blasmusik von ca. 1500 Zuhörern begeistert gefeiert. . Am Montag, den 06. August stand von 10 – 12 Uhr der zweite Auftritt auf dem Programm.

20.10.1979 Am Samstag, den 20.10.1979 feierten nun die vielen freiwilligen Helfer mit Bürgermeister Kuhn und Stadtbaumeister Buffy Richtfest für den 25 x 16,5 m großen Hallenbau. „Damit haben wir das für dieses Jahr gesteckte Ziel erreicht“, versicherte Musikervorstand Bruno Nejedl und sein Vorstandskollege Anton Klingler von den Schützen. Bis zu zwanzig Helfer werkelten täglich nach Feierabend und an Samstagen - „bis zur Ruhestörung, wie ein Eingeweihter für die Nachbarn bedauerte“ - den Sommer über unter der fachkundigen Leitung erfahrener Bauhandwerker aus den Reihen der Vereinsmitglieder. Großzügig unterstütz wurde das Gemeinschaftsprojekt, das im kommenden Jahr eingeweiht werden soll, durch die Stadt Ichenhausen. Neben der Geld- und Sachleistung lobten die Vereinsvorstände besonders die Unterstützung, die sie bei der Erledigung der Formalitäten durch das Ichenhausen Rathaus erfahren durften. Ein Sonderlob hatte Schützenmeistervorstand, Anton Klingler für Gauschützenmeister Kögel (Leipheim) parat: Er hat uns die Verbindung zum Bayrischen Sportschützenbund geknüpft und dadurch sehr geholfen.

08.12.1979 Viel Beifall galt den Musikern der Riedener Musikkapelle in der vollbesetzten neuen Turnhalle in Ichenhausen. Als sich am Samstagabend, den 08.12.1979 der Vorhang zum Herbstkonzert hob. Das mag für Bläser – und besonders für die fünfzehn Neulinge unter ihnen – eine wohltuende Unterstützung gewesen sein, machte sich doch das Lampenfieber gerade der Jungen sehr zu schaffen, wie Vorstand Bruno Nejedl bei seiner Begrüßung gestand. Der Stellenwert, den der wohlgeschulte Klangkörper aus dem Kötzbachtal einnimmt, wurde durch die Vielzahl anwesender prominente Gäste, darunter MdL Karl Theodor Engelhart, Bürgermeister Walfred Kuhn, Bezirksrat Moritz Schmid und Bezirksleiter Josef Stocker, unterstrichen. Ein vielversprechendes Programm, gespickt mit Titeln hoher Schwierigkeitsgrade, versprach ein Musikerlebnis mit einigen Leckerbissen für Freunde der konzertanten Blasmusik. Dass die Riedener ihrem guten Ruf auch diesmal wieder voll gerecht wurden, dafür bürgte der Name Dieter Böck, ein versierter Musikpädagoge am Dirigentenpult, der in zielstrebiger Schulung seiner Zöglinge, genau wie in der überlegten Programmauswahl, die Grundlagen zum Erfolg gelegt hat.

31.12.1979 Mit Pauken und Trompeten treten die aktiven Mitglieder des Musikvereins Rieden a. d. Kötz am Silvestertags (31.12.1979) an, um am Vormittag im Festsaal des Bezirkskrankenhauses Günzburg ein Konzert für die Patienten und das Pflegepersonal zu geben. Am Nachmittag zog die Musikantenschar mit klingendem Spiel im heimatlichen Kötztalort von Haus zu Haus um den Jahreswechsel mit frohen Tönen anzukündigen. Hunderte von Arbeitsstunden wurden unentgeltlich geleistet, dafür möchten sich die Vereine, die das Gemeinschaftswerk als eine gesamtdörfliche Angelegenheit sehen, bei allen die bisher tatkräftig mitgeholfen haben, bedanken. Beide Vereine nahmen den Anlass alle Bürger um eine finanzielle Spende zu bitten, um den Grundstock zum Innenausbau zu legen. Das Geld in Höhe von „DM 6500“, wird zum Ausbau der Gemeinschaftshalle von Musikverein und Schützen verwendet.

15.+ 22.06.1980 Einen beachtlichen Erfolg konnte der Riedener Musikverein, unter seinem bewährten Dirigenten Dieter Böck, bei den beiden Bezirksmusikfesten in Neuburg / Kammel am 15.06.1980 und in Großkötz am 22. Juni 1980 verbuchen. Mir 53 Musikern, darunter 27 Jugendlichen, schaffte das Laienorchester bei beiden Wertungsspielen in der Oberstufe einen „ersten Rang mit Auszeichnung“ – in Neuburg mit der Ouvertüre „Der Nöck“ von Hussadel, in Kötz mit der „Ungarischen Fantasie Nr. 2“ von Lotter. In harter Probenarbeit verstand es Dieter Böck, von Beruf Lehrer, den Klangkörper zu dieser Höchstleistung zu führen. Ein Kompliment für Vorstand – Dirigent und Kapelle, sprach der Präsident des Allgäu -Schw.- Musikbundes aus.

06.12.1980 In gewohnt souveräner Art bot die Spielschar des Musikvereins Rieden unter der Leitung von Dieter Böck am Samstag, den 06.12.1980 beim Herbstkonzert ein anspruchvolles Programm. Heuer erstmals in der neu geschaffenen Festhalle vor „überfülltem Haus“ Dichtes Schneetreiben vermochte die Riedener nicht abzuhalten, um an diesem Abend „ihren“ Musikern die Reverenz zu erweisen. Aber auch von auswärts waren viele Zuhörer – darunter Landratsvertreter Ernst Eberhardinger, Bezirksrat Moritz Schmid und Bürgermeister Walfred Kuhn – gekommen. Mit Beifall überschüttet wurden schließlich die meist Jugendlichen Musiker (darunter auch einige Mädchen) nach ihrem Konzert. „Wenn’s nur überall so wäre“, wertete Bezirksleiter Josef Stocker den gelungenen Abend, der nur etwas unter den Begleitgeräuschen der Bewirtschaftung litt.

Dezember 1980 Nicht nur die Bauhandwerker und Helfer legten an der Gemeinschaftshalle tatkräftig Hand an, auch die Ehefrauen der Musiker und Schützenaktiven nahmen sich der Ausstattung, kurz vor Weihnachten 1980, der vereinseigenen Räume an. Sie baten jetzt um Spenden für Vorhänge und brachten 4000 Mark zusammen. Die Hallenfenster, die Wände der Bühne sowie der Clubraum im Schützenkeller bekamen ein freundliches Aussehen

25.12.1980 Einer Einladung der Musikgesellschaft Bellenberg (Kreis Neu-Ulm) folgte der Musikverein am ersten Weihnachtsfeiertag, den 25.12.1980. Die Riedener Musikanten konnten zum dortigen Weihnachtskonzert in ihrer Bestbesetzung mit ihrem Dirigenten Dieter Böck auftreten und ernteten für die Wiedergabe ihrer Erfolgsstücke „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“, der bekannten Ouvertüre von Franz von Suppe „Dichter und Bauer“, der Ouvertüre „Der Nöck“ von Franz Hussadel und drei weiteren konzertanten Musikstücken aus ihrem umfangreichen Repertoire stürmischen Beifall. Den zweiten Teil des sehr gut besuchten Konzertes bestritten die Gastgeber.

21.03.1981 Am 21. März 1981 fand im Aufenthaltsraum der Kötztalhalle die Generalversammlung des Musikvereins Rieden statt. 73 Mitglieder des Musikvereins waren anwesend., darunter H. H. Pfarrer Wirth und den Altbürgermeister Johann Seitz. Die Gesamtmitgliederzahl belief sich auf 132, davon 48 Aktive. 17 Sitzungen sind abgehalten worden, davon 14 gemeinsame Sitzungen dem Hallenbau betreffend. Unter dem Wahlvorsitzenden Altbürgermeister Seitz sowie den Beisitzern Anton Klingler und Peter Sauter schritt die Generalversammlung zur schriftlichen Neuwahl der Vorstandschaft, das folgendes Ergebnis brachte:

1. Vorstand Nejedl Bruno (68 von 73 Stimmen)
2. Vorstand Jedelhauser Karl (45 von 73 Stimmen)
Kassierer Rösch Max (50 Stimmen)
Schriftführer Bärreiter Robert (33 Stimmen)
1. Jugendleiter Rösch Rudolf einstimmig
2. Jugendleiter Josef Lohr jun. einstimmig
Beisitzer Wöhrle Georg (45 Stimmen)
Hösle Josef (31 Stimmen)
Vorstand Nejedl dankte den ausscheidenden Ausschussmitgliedern Alois Dirr, Josef Saur und Erhard Stempfle für ihre geleistete Arbeit.

31.05.1981 Als einzige Kapelle aus dem Landkreis Günzburg nahm die Musikkapelle Rieden a. d. Kötz beim Bläsertag am 31. Mai 1981mit Wertungsspiel des Musikbezirks Donau-Ries in der Gundelfinger Stadthalle teil. In der Oberstufe brachten die Riedener Musikanten unter ihrem Dirigenten Dieter Böck „Ciaconna-Antiqua“ (von G. Boedijn) und „Welt der Berge“ (von Sepp Tanzer) zur Aufführung. Die Wertungsrichter, hatten für beide Stücke einen „1.Rang mit Belobigung“ (115 Punkte) parat. Ein persönlich großer Erfolg wurde die Veranstaltung für Dieter Böck, denn auch der von ihm geleiteten Stadtkapelle Gundelfingen wurde die Auszeichnung „mit Belobigung“ zu teil.

26.-28.06.1981 Das Jahr 1981 wird als ereignisreichstes Jahr in der Chronik des Musikvereins dargestellt. Zwei Wochen lang war Rieden Schauplatz zahlreicher Festtage. Ein Musikertreffen aus Anlass der Wiedergründung der Musikkapelle vor 60 Jahren eröffnete die Riedener Festtage. Vom 26. – 28. Juni stand Rieden ganz im Zeichen sehr guter Blasmusik. Mit dem Stelldichein der Nachbarkapellen begann am Freitag das Festival der Blasmusik mit einem Standkonzert auf dem Kirchplatz. Die Kapellen aus Autenried, Hochwang, Waldstetten und Kissendorf gaben beim anschließenden Gemeinschaftskonzert ihr Bestes. Pünktlich am Samstag trafen unsere Gäste aus Thaur / Tirol ein. Sie wurden von schmissigen Weisen der heimischen Kapelle empfangen. Am Festabend trumpften dann die Tiroler im Festzelt mächtig auf. Nachdem in Vertretung von Schirmherr Landrat Dr. Georg Simnacher, Bürgermeister Walfred Kuhn die Besucher des Festabends begrüßt hatte, folgten Ehrungen verdienter Musiker. Bezirksleiter Josef Stocker blieb es vorbehalten, die großen Verdienste von Sepp Lohr, zu würdigen. Die große Ehrentafel des Allgäu – Schw. Musikbundes war das sichtbare Zeichen der Anerkennung für die Treue zur Blasmusik. Das Ehrenzeichen in Gold mit Urkunde vervollständigte die Ehrung durch den überregionalen Verband. Die örtlichen Musiker schlossen sich mit einem großen Geschenkkorb an. Ebenso gab’s einen Geschenkkorb und Blumen für den 1. Dirigenten Dieter Böck, der seit neun Jahren in Rieden tätig ist und die Kapelle zu beachtlichen Leistungen führte. Eine besondere Ehrung wurde auch Vorstand Bruno Nejedl zuteil. Ihm galt der Dank der Musikkameraden für seinen immensen Einsatz beim Bau der Kötztalhalle. Für nahezu 35 Jahre Musizieren wurden ebenfalls ausgezeichnet: Georg Bischof, Fred Gerstberger, Sebastian, Ezechiel und Rudolf Rösch sowie Georg Wöhrle. Mit Beginn des Massenchors unter 25 teilnehmenden Kapellen und der Leitung von Bezirksdirigent Dieter Böck nahm die Aufstellung zum Festzug durch die schön geschmückten Strassen seinen Lauf. Gegen 16 Uhr verabschiedeten sich die Tiroler Gäste mit der österreichischen Nationalhymne, um die Karl Kling gebeten hatte. Mit nach Hause nehmen konnten die Gäste aus dem Nachbarland eine Querflöte als Gastgeschenk der Riedener. Ihrerseits ließ der Obmann des Musikvereins Thaur das große Buch der Tiroler Blasmusik mit einer kunstvoll gestalteten Widmung. Zum Festausklang spielte die Musiker des Musikvereins Kadeltshofen, aus dem Nachbarkreis, unter Leitung ihres Dirigenten Eberhart Althammer mächtig auf. 

29.06.1981 Über 700 Gäste fanden sich beim Seniorennachmittag am 29. Juni 1981 des
Landkreises Günzburg in der Kötztalhalle ein. „Frisch, fromm, fröhlich, frei“, mit dieser Devise kündigte Conferencier Alfred Städele aus Ichenhausen die Vorträge, Tänze und Lieder für die begeisternden Senioren an. Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Herr Städele bei Frau Renate Glöckler und dem Musikverein Rieden für die hervorragende Organisation. 

01.07.1981 Am Mittwoch, 01.07. folgte der Schwäbische SPD Landwirtschaftstag, den die Musikkapelle Rieden mit flotten Weisen umrahmte.

03.-05.07.1981 Zum erstenmal war der heutige Stadtteil von Ichenhausen, Rieden a. d. Kötz Schauplatz des internationalen „Rieden-Treffen, mit insgesamt sieben gleichnamigen Orten vom 3. – 5. Juli 1981. Zur Unterhaltung spielte die Musikkapelle aus dem gleichnamigen Ort Rieden Würzburg zünftig auf. Nach Ende der Sportveranstaltungen am Samstag und Siegerehrungen mit Pokalübergabe durch Bürgermeister Kuhn und des Organisators der Riedentreffen Josef Saur, begann der gemütliche Teil des Abends. Als am späten Abend die Blaskapelle Rieden a. d. Kötz die Bühne einnahm, da erhielt Dirigent Dieter Böck unerwartet Verstärkung: Eine junge Klarinettistin aus Köln – sie war mit ihrem Mann aus Rieden Eifel angereist – packte ihr Instrument aus und wollte unbedingt mitspielen. Die begeisterte Musikerin war glücklich, wieder einmal „blasen“ zu dürfen. Am Sonntagvormittag hatte geistlicher Rat Johann Sauter, ein geborener Riedener, den gemeinsamen Festgottesdienst, in der Dreifaltigkeitskapelle, umrahmt von dem Musikverein Rieden a. d. Kötz, mit allen Gästen gefeiert. Nach dem Frühschoppenkonzert mit der hiesigen Musikkapelle und dem anschließenden Mittagessen verabschiedeten sich die Gäste von dem diesjährigen Riedentreffen. 

06.07.1981 Der Höhepunkt zum Abschluss am Montag, 6. Juli 1981 der Riedener Festtage, war das Großkonzert mit dem „Zentralen Blasorchester der CSSR Prag / Kolin“. Zunächst staunten die Konzertorganisatoren, als nämlich schon am frühen Nachmittag der Gästestrom ein Ausmaß annahm, das niemand erwartet hatte. 2500 Gäste drängten sich in das überfüllte Zelt, um den Auftritt des Zentralen Blasorchester beim tschechischen Postministerium mitzuerleben. Aktive Musiker aus dem ganzen Landkreis, aber auch Hörfans des Blasorchester-Sounds füllten dem Riedener Musikverein, der nur eine Anerkennung (in Höhe von einer Mark) abkassierte, das Haus. Dass Dirigent Vladimir Zeman keinen böhmischen Dörfer aufstellte, wurde schon bei den einleitenden Stücken deutlich. Die Stücke waren von Meistern geschrieben die hierzulande kaum jemand kennt. „Musik kennt keine sprachlichen Grenzen“ – dies Wort drängte sich allen Rednern auf die Zunge. Gastgeber und Gäste (letztere schickten mit Jiri Valenta einen deutschkundigen Rundfunkmanager von Radio Prag ans Mikrofon) priesen die völkerverbindende macht der Töne, sprachen von „Brüderlichkeit und Völkerverständigung“ und versicherten sich gegenseitige Freundschaft, und verteilten gegenseitig Erinnerungsgeschenke. In einer leidenschaftlich geführten Rede, des Präsidenten des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes Karl Kling, sagte er: Viele Reden über Frieden, in Rieden praktizieren wir ihn. Einen wahren Ohrenschmaus brachten die 70 Musiker an den Abend, mit zünftigen Polkas und Solistischen Einlagen brachten immer wieder Beifallsstürme den Musikern entgegen. Musik scheint dieser Staatsamateurmusikgruppe, die auf Fürsprache des tschechischen Postminister in den Rang eines „Zentralen Blasorchesters“ gehoben wurde, in Fleisch und Blut übergegangen zu sein. Das Galakonzert wollte daher kein Ende nehmen. Das entfesselte Publikum verlangte und bekam auch – die Dreingaben. Das Galakonzert der Tschechen, in letzter Minute eingeschoben, setzte den Riedener Festwochen (neun Veranstaltungen in zwei Wochen) das alles krönende I - Tüpfchen auf. Der Eintritt betrug 1,00 DM.

12.07.1981 Beim 18. Bezirksmusikfest am 12. Juli 1981 des Bezirkes 11 im ASM in Bellenberg erreichte der Musikverein Rieden mit dem Pflichtstück: „Iaconna antiqua“ von G. Boeijn und dem Selbstwahlstück: „Welt der Berge“ von Sepp Tanzer in der Oberstufe einen „1. Rang mit Belobigung“. Wertungsrichter Helmut Haase bemerkte: Die Kapelle beschäftigt sich hörbar mit Tonkultur, wenn auch diese Sparte noch nicht ausgeschöpft ist. eine Oboe sollte herangezogen werden in der Oberstufe, sie ist klanglich durch kein anderes Instrument zu ersetzen. Dem Dirigenten ein echtes Lob für die sichere Führung der Kapelle.

26.07.1981 „Dank sei dem Herrn!“ stand auf dem Girlanden geschmückten Ehrenbogen, durch den Geistlichen Rat Johann Sauter am Sonntagvormittag, dem 26. Juli 1981, zur Feier seines Goldenen Priesterjubiläums in die Pfarrkirche St. Mauritius schritt, in der vor genau 50 Jahren seine Primiz gefeiert hatte. Beim Verlassen des Pfarrhofes hatten ihn seine beiden Nichten Sonja und Birgit Klingler mit Gedichtvorträgen, die Blaskapelle Rieden a. d. Kötz mit einem Ständchen geehrt. Am Kirchgang nahmen auch Fahnenabordnungen der Vereine aus Rieden und Reisensburg teil. Beim Gottesdienst konzertierte neben dem Jubilar Pfarrer Karl Wirth (Rieden), Dekan Horst Grimm (Jettingen) und Pfarrer Georg Berchtenbreiter (Breitenbrunn). Die musikalische Umrahmung, besorgte der Männerchor Unterrieden (Kreis Mindelheim) unter der Leitung von Ludwig Huber. Um einer Laudatio zu entgehen, hielt GR Sauter die Predigt selbst. Nach einer musikalischen Ouvertüre, vorgetragen, vom Musikverein Rieden a. d. Kötz unter der Leitung von Dieter Böck, traten der Reihe nach Gratulanten an das Rednerpult. So fand der große Festtag unseres Jubilars H. H. Sauter sein Ende.

12.09.1981 Ein überaus erfolgreiches Jahr 1981 hatte mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche und der Einweihung der Kötztalhalle am 12.09.1981 seinen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Bereits beim Gottesdienst, der von der Musikkapelle mitgestaltet wurde, würdigte H. H. Pfarrer Karl Wirth das große Gemeinschaftswerk der Schützen und Musiker und erbat den kirchlichen Segen. Mit schmissiger Marschmusik zogen Ehrengäste und Vereine am Samstag, den 12.09. zur Einweihungsfeier in die Vereins- und Festhalle, die sich zur Kirchstrasse hin mit dem ehemaligen Schulhaus gut in das Dorfbild fügt. Nach einem Musikstück und einem Festgedicht, vorgetragen, von Brigitte Bissinger, begrüßte Vorstand Bruno Nejedl vom Musikverein die Gäste und Mitglieder der beiden Bauträgervereine. Einen kurze Chronologie: Es wurden insgesamt ca. 1500 Kubikmeter Erdreich bewegt, auf über 20.000 Arbeitstunden werden die unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden geschätzt, Aber auch mit Geldspenden geizten die Riedener nicht, denn sonst hätte das 750.000,00 Mark veranschlagte Bauwerk nicht hat vollendet worden. Eine große Hilfe war auch die Unterstützung der Stadt Ichenhausen, die nicht nur bei der Beschaffung und Vermittlung der Zuschüsse den Vereinen unter die Arme griff, genauso wie viele Firmen der Umgebung. Ein besonderes Gedenken galt dann dem verstorbenen H. H. Pfarrer Scherenbacher, der sich für das Zustandekommen des Vorhabens bleibende Verdienste erworben hat. Als ein lebendes Zeugnis des vorbildlichen Zusammenhaltens von jung und alt in einem Ort feierte Musikpräsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes den Neubau: „Sie haben damit ihrer Selbstlosigkeit ein Denkmal gesetzt“, rief er den Riedener zu. Für dem Schützengau Günzburg-Land überbrachte Gauschützenmeister Adolf Kögl die Glückwünsche und Grüße, „ in diesem Ort hat ein relativer kleiner Schützenverein mit dieser neuzeitlichen Sportanlage eine große Chance erhalten“, meinte er. Mit dem Gauehrenteller für Bruno Nejedl und dem goldenen Ehrenzeichen für den Schützenvorstand würdigte der Gauschützenmeister den Einsatz der beiden Vorstände für eine große Sache. Weitere Dankes- und Lobensworte folgten von Bürgermeister Walfred Kuhn und vom Landrat Dr. Georg Simnacher mit anschließender Segnung durch H. H. Pfarrer Wirth und anschließendem verdienten gemütlichen mit der Untermahlung des Musikvereins Rieden. Am Sonntag, den 13. September war von 13 – 16 Uhr „Tag der offenen Tür“ für die breite Öffentlichkeit.

28.11.1981 Gilt der Publikumsandrang als Maßstab für die Qualität eines Konzertes, so hatten die Riedener Musikanten schon eine halbe Stunde vor den ersten Bläsertakten ihren Erfolg gebucht. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Mitglieder der Kapelle die letzten greifbaren Sitzgelegenheiten zusammenkratzen, um Ihren Gästen, wenn auch nur halbwegs befriedigen – einen Sitzplatz in der Kötztalhalle am 28.11.1981 anbieten zu können, wovon andere Veranstalter nur träumen – ein übervolles Haus -, das unterstrich erneut den guten Ruf, den die Blasmusiker aus Rieden mit ungewöhnlichen Leistungen während der letzten Jahre erarbeitet haben. Dieser Verpflichtung bewusst, hat Dieter Böck zum Abschluss eines ereignisreichen Musikerjahres in dem Kötztalort den Vorstoß in die höchste Stufe (Höchststufe) der klassischen Bläserwertung gewagt und eines der ganz großen Werke des Tiroler Komponisten Sepp Tanzer präsentiert, die Suite in drei Sätzen „Tirol 1809“. Da standen die Walzerkompositionen von Emil Waldteufel „Espania“, die Ouvertüre zur Oper „Carmen“ von- Bizet als Glanzpunkte. Zu Erfolgerlebnissen besonderer Art verhalf Kapellmeister Dieter Böck mit der Auswahl einiger Solostücke seinen jungen Talenten. Eine Überraschung für die Zuhörer war die neu angeschaffte zusätzliche Instrumentierung mit vier Fanfaren. Einige Spender hatten tief in die Tasche gegriffen, damit der „Fanfarenmarsch“ von Josef Hoser, durch dessen Schule Dieter Böck beim Bundeswehrmusikkorps in Ulm gegangen war, aufgeführt werden konnte. Das Flötensolo im „Einsamen Hirten“ (Arrangiert von James Last) spielte mit Bravour Andrea Rösch auf der Querflöte. „Drei Freunde“, so nannte Hans Rücker ein Solostück für drei Klarinetten, das von Robert Bärreiter, Peter Sauter und Dieter Böck mit flotten Fingern wiedergegeben wurde. Eine runde Leistung boten Harald Dirr und Thomas Ellenrieder auf der Solotrompete. „Die Perlen“ von Henry Kling wurden als hübsche Beigabe vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. „Dies gibt’s nur einmal“ garantierte als Potpourri bekannter Evergreens und einige flotte Märsche das Programm. Josef Saur fand sich in der Rolle des Ansagers glänzend zurecht. Seine Hinführung und seine Scherze machten den Riedener Abend erst zu dem was er war: Ein Musikerlebnis mit „Pfiff“.

24.04.1982 Begeistert gefeiert wurden am Samstag in der Kötztalhalle, vom Riedener Publikum die Gastkapelle aus Bellenberg und die Bläser des heimischen Musikvereines beim Gemeinschaftskonzert 24. April 1982. Voll erfüllten die Musiker die hohen Erwartungen mit einer anspruchsvollen Auswahl meisterlicher Tonschöpfungen klassischer Komponisten. Eine besondere Überraschung hatten die Riedener für zwei ihrer verdienten Förderer parat: Altbürgermeister Johann Seitz und Josef März wurden für ihre große Verdienste um den Musikverein zum Ehrenmitglied ernannt. Den ersten Teil, des dreistündigen Programms, überließen die Riedener ihren Gästen aus Bellenberg. Melodien. Beim „Ferbelliner Reitermarsch“ mit dem die Hausherrn ihren Vortragserfolg begannen, setzte Riedens Dirigent Dieter Böck das Riedener „Fanfarenquartett“ ein, das gerade diesem Stück den rechten Glanz aufsetzte,. In gewohnt souveräner Art ihres Musizierens präsentierten die Riedener die Ouvertüre zu „König Drosselbart“ und dann als zweiten Höhepunkt des Festabends eine Fantasie aus der Oper „Der Freischütz“. Neu im Repertoire der Riedener Bläser ist aus der musikalischen Komödie „Das Feuerwerk“ das bekannte Lied: „o mein Papa“. Der Erfolg dieses Stückes hing zweifellos an der reifen Solistenleistung der beiden Solotrompeter Harald Dirr und Thomas Ellenrieder. Ganz neuen Zuschnittes waren auch de „Bayern Pop“ in moderner Bearbeitung, ein Zugeständnis an die Freunde leichter Unterhaltungskost, ebenso die „Südböhmische Polka“ und der Konzertwalzer „Adlerblick“. Was wäre ein Abend der Blasmusik in Rieden ohne Josef Saur. Er verstand es als belehrender, unterhaltender Plauderer, die Pausen zu füllen.

25.04.1982 Am 25. April 1982 wurde unser Dirigent Dieter Böck bei der Jahreshauptversammlung des Allgäu -Schw. Musikbundes im „Kurhaus“ Füssen, zu einem der beiden stellvertretenden Bundesdirigenten gewählt und mit der Betreuung der Kapellen in Nordschwaben beauftragt.

17.09.1982 Musikalische Gestaltung beim Empfang der Gäste aus der Partnerstadt
Valeggio der Stadt Ichenhausen in der Kötztalhalle

27.11.1982 Weit spannte sich der Bogen des Programms beim Herbstkonzert des Musikverein Rieden. Während der erste Teil von den Riedener Bläser in gewohnt bravourösem Auftritt geboten wurde, begeisterten im zweiten Teil die Gäste aus dem Rieden nahe dem Zürichsee (Schweiz), die über 400 Besucher mit ihren Jodelliedern, Alphorn und Kuhglocken nicht minder.

1983 Im Jahre 1983 folgten weitere Jungmusiker die unsere Musikkapelle verstärkten: Andrea Stocker (Klarinette); Petra Lippl (Trompete); Helga Rösch (Trompete); Hans-Jörg Bissinger (Schlagzeug); Sylvia Nejedl (Trompete)

03.-08.01.1983 Erstmals zu einem internationalen Leistungsvergleich nach Noten, reisen zum Jahresbeginn vom 3. – 8. Januar 1983 die Mitglieder des Musikvereins Rieden in ein Ostblockland, „CSSR“. Mit der Zuteilung der 73 Visa für die Reiseteilnehmer, ist die erste Hürde „Papierkramhürde“ genommen, atmete Vereinsvorstand erleichtert auf. Nun steht der Teilnahme am dritten Volksmusikertreffen nichts mehr im Weg. Der Ichenhausener Stadtrat legte zu den Reisekosten von knapp 20.000 Mark einen Tausender drauf. Ohne lange zu überlegen nahm Bürgermeister Kuhn die Einladung zur Teilnahme an der Musikexkursion an. Die Große Reise beginnt in der Nacht zum 3. Januar. Die Anreise wurde für alle Teilnehmer zur Strapaze, denn beim Grenzübergang Waidhaus mussten die Busse bei der Einreise 5 Stunden bis zur Abfertigung der Papiere warten. Nach verspäteten „Böhmischen Frühstück“ in Pilsen wurde der Ärger mit einigen Gläsern des weltberühmten „Pilsner“ hinuntergespült. Nach ausgiebiger Kostprobe des weltberühmten Bieres geht die Reise weiter zur Landeshauptstadt, die „Goldene Stadt“ Prag weiter, wo dann am Spätnachmittag die Hotelquartiere für den ersten Tag der Reise gebucht waren. Der erste Abend gehörte der Böhmischen Blasmusik. Das im „Rieger Park“ stattfindende „Böhmische Fest“ ließ die Herzen der Musiker höher schlagen und entschädigte für die Strapazen des ersten Reisetages. Die original „Böhmische Polkas“ und Walzer gehörten zu den musikalischen Höhepunkten der Reise. Am nächsten Tag war die muntere Reisegruppe im Alter zwischen 12 und 80 Jahren mit dem „Prager Winter“, Stadtrundfahrt, Stadtbesichtigung und dem Besuch der herrlichen Baudenkmäler beschäftigt. Am Nachmittag gab’s ein Konzert der Prager Symphoniker und am Abend waren die Riedener Gäste im weltberühmten experimentellen Theater „Laterna Magica“ und im Prager Variete. Am dritten Tag ging es weiter nach Brünn zum „Internationalen Musikwettbewerb“. Kapellmeister Dieter Böck nahm sich nochmals seine Musiker bei einer letzten Probe vor. Am Abend wurde der Startschuss zum Wettbewerb nach Noten gegeben. Dieter Böck zog für seine Musiker die wenig begehrte Startnummer 1. Zur Eröffnung des Wettbewerbs musste am nächsten Tag nun also der Musikverein Rieden als erste Kapelle auf die Bühne. 20 Minuten stehen für den Vortrag von je einem Pflichtstück, eine Polka und ein selbstgewähltes Stück zur Verfügung. Zwischendurch wurde kräftig gefeiert, Georg Wöhrle, Mitglied der Riedener Musikkapelle, konnte seinen 50. Geburtstag, am 6. Januar, feiern. Die Kapelle bracht ihm zu Ehren ein Ständchen und Bürgermeister Kuhn gratulierte dem verdienten Musiker. Bei der Siegerehrung am Abend im Pavillon des Messegeländes wurde den Riedener Musikern ein guter Mittelplatz unter zwölf Teilnehmern zugesprochen.

19.03.1983 Bei der Generalversammlung des Musikvereins Rieden am 19. März 1983 begrüßte Vorstand Bruno Nejedl 55 Mitglieder sowie die beiden Ehrenmitglieder Josef März und Johann Seitz. In seinem Tätigkeitsbericht stellte der 1. Vorstand folgende Daten zusammen: 82 mal trafen sich die Kapellenmitglieder, aufgeschlüsselt in 57 Proben und 25 Auftritte. Der aktuelle Mitgliederstand beläuft sich derzeit auf 137. Der 1. Vorstand bedauerte das Ausscheiden von Jngo Potz aus dem aktiven Mitgliedsverhältnis. Es wurden 8 Vereinssitzungen abgehalten. Bruno Nejedl gratulierte dem frischgebackenen Dirigenten Harald Dirr recht herzlichst. Auch am äußeren Erscheinungsbild wurde beim Musikverein Rieden ständig gearbeitet. Mit der Einrichtung der Trachtenberatungsstelle in Billenhausen (bei Krumbach) soll nun die Zielvorstellung für die regional verschiedene „Gewandung“ der Kapellen besser koordiniert werden. Einen ersten Versuch in diese Richtung machte in den letzten Wochen die Musikkapelle Rieden. Vorstand Bruno Nejedl und Dirigent Dieter Böck wollte ihren Bläsermädchen bei der Kleidung besser gerecht werden und nahmen die neu geschaffene Einrichtung in Anspruch. Zugute kam dem Vorhaben, dass sich in Rieden mit Agatha Rösch eine Schneiderin fand, die der Musikkapelle sehr verbunden ist und sich des Problems der Einkleidung der Bläsermädchen besonders annahm. Agatha Rösch ging nicht nur zur Beratungsstelle in Billenhausen, sie besuchte auch einschlägige Veranstaltungen in Irsee und ließ sich Quellen für den original Trachtenstoff nennen. Schon für die Zutaten der Kleidung mussten rund 1000 DM aufgewendet werden. Die ganze Arbeit wurde liebevoll und mit großer Freude von ihr kostenlos erbracht. Das Produkt mit den neuen Dirnd’ln ist ein Schmuckstück, weit über die Grenzen von Rieden hinaus. Einen herzlichen Dank für unsere „Vereinsmutter“ Agatha Rösch.

15.05.1983 Beim 9. Bezirksmusikfest am 15.05.1983, des Bezirkes 17 im ASM in Gundelfingen, verbunden, mit 300 Jahre Stadtmusik Gundelfingen, ereichte der Musikverein Rieden beim dortigen Wertungsspiel unter der bewährten Leitung von Dieter Böck, bei seinem Heimspiel, mit 46 Musikern, darunter 11 Jungmusiker und dem Pflichtstück: „Dramatischer Epilog“ von E. Löffler sowie dem Selbstwahlstück: „Cordoba“ von H. Haase-Altendorf in der Oberstufe einen „1.Rang mit Auszeichnung“ (117 Punkte). Wertungsrichter Willecke brachte zum Ausdruck und sagte: „Der Dieter ist ein Ass“; "Herzlichen Glückwunsch“.

18.06.1983 Ebenso erfolgreich war die Riedener Musikantenschar beim 20. Bezirksmusikfest in Verbindung mit dem 25- jährigen Jubiläum, am 18. Juni 1983 des Bezirkes 12 im ASM in Kissendorf. Mit dem Pflichtstück: „Dramatischer Epilog“ und dem Selbstwahlstück; „Cordoba“ erreichten unsere Musiker aus dem Kötzbachtal in der Oberstufe einen „1.Rang mit Auszeichnung“ (118 Punkte). Wertungsrichter Kühlechner sprach „Hohe Anerkennung“ für das Blasorchester aus.

22.06.1983 Bei der Ausschusssitzung am 22. Juni 1983 erörterte der Dirigent den Wunsch nach einem Saxophonsatz. 1. Es-Alt (Robert Bärreiter); 2. Es-Alt (Andrea Rösch); Tenorsax (Bruno Nejedl jun.): Baritonsax (Erhard Stempfle) . Den Wunsch des Dirigenten wurde von den Ausschussmitgliedern einstimmig genehmigt.

19.11.1983 Beim Landkreiskonzert am Samstag, den 19. November 1983 19:30 Uhr in der Günzburger Sporthalle, das der Allgäu -Schw. Musikbundes zugunsten der „Kartei der Not“ durchführte, nahm der Musikverein Rieden teil. Beginnend mit dem Gemeinschaftschor aller teilnehmenden Kapellen: „Ruetzmarsch“, dirigiert von Hermann Kolb (Bezirksdirigent Bezirk 11) und „Viva la Musica“ von Otto Nitze dirigiert von Alfons Kubina (Bezirksjugendleiter Bezirk 12). Nach dem Grußwort von Oberbürgermeister Köppler der Stadt Günzburg, nahmen die 25 Kapellen ihr Wertungsspiel auf. Der Musikverein brachte unter der Leitung von Dieter Böck in der Oberstufe das Musikstück: „Rhapsody from the low Countries“ von Henk van Lijonschooten zur Aufführung. Mit den Grußworten des Landrates und Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher fand der Abend mit der „Bayern-Hymne“ von Max Kunz, dirigiert von dem stell. Bundesdirigent Dieter Böck, sein ende.

03./04.12.1983 Erstmals findet das Herbstkonzert 2 Tage statt. Dieter Böck präsentierte beim diesjährigen Konzert am 3. und 4. Dezember 1983 ein anspruchvolles Programm. „Es gibt viele Rieden, aber nur ein klingendes Rieden an der Kötz“. So umschrieb Bürgermeister Kuhn beim Herbstkonzert die Bläserhochburg Rieden. Kapellmeister Dieter Böck stellte einmal mehr das Können seiner meist jungen Solisten mit einer Vielzahl wenig bekannter Komponisten unter Beweis. Gefeierter „Star“ des Abends war diesmal Andrea Rösch, die nicht nur Querflöte und Saxophon beherrschte, sondern auch der Piccolo-Flöte brillante Musik entlockte. Mit der Themenvorgabe internationaler Blasmusik hatte sich Dieter Böck ein breites Spektrum am Notenmarkt eröffnet. Der nicht ganz risikolose Griff nach wenig bekannten Komponisten machte es zumindest bei einigen Stücken nicht nur den Musikern schwer, der Interpretation zu folgen. Voll im Element waren die über 400 Konzertbesucher freilich bei Marschklängen wie dem Deutschmeister-Regimentsmarsch oder der hartnäckig erklatschten Zugabe, dem Musikantenkameradschaftsmarsch von Bundesdirigent Hermann Kuen. Ungewohnt nüchtern dagegen die „Rhapsody from the low contries“ von Henk van Lijschooten. Südländische Impressionen klangen an mit „Cordoba“. Das Rondo der slawischen Tänze von Antonin Dvorak erinnerte an das goldene Prag. Die weitausladende Polka „Capric“ setzte einen Höhepunkt des Abends. Den weitaus meisten Beifall heimsten Andrea Rösch mit ihrem virtuosen Piccolo-Solo-Spiel ein.
Die Ehrung verdienter Musiker nahm Bezirksleiter Alois Brunhuber vor. Die Ehrennadel für 10-jähriges Musizieren erhielten: Harald Dirr (Nachwuchsdirigent), Lothar Lohr, Max Rösch, Rudi Rösch, Bruno Rösch, Georg Rösch, Peter und Paul Sauter, Georg Wöhrle jun., Reinhardt Kempter, Thomas Ellenrieder, Hans Wöhrle, Helmut Bissinger, Rainer Singer, Gabriele Potz, Karl-Heinz Jedelhauser. Das Ehrenzeichen für 15 Jahre Musizieren: Josef Lohr, Hermann Götz, Josef Lohr jun. und Robert Bärreiter.

28.03.1984 Schriftführer Robert Bärreiter brachte die Anmerkung in der Musikprobe am 28. März 1984 zum Ausdruck, dass fünf von sieben Vorstandschaftsmitglieder ihre Ehrenämter bei der kommenden Generalversammlung nieder legen wollen. Nach Beendigung der Musikprobe waren alle aktiven Musiker über 18 Jahre anwesend. Dirigent Dieter Böck stellte klar heraus, dass ein Ausscheiden von fünf Vorstandschaftsmitgliedern besonders das von Bruno Nejedl. eine Bankrotterklärung des MV Rieden bedeuten würde. Dieter Böck stände damit dem MV Rieden nicht mehr zur Verfügung. Dieses klare Wort zur Situation war für alle Anwesenden zu einer klärenden Aussprache, die sich bis Mitternacht hinzog. Dennoch konnte nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, ob Bruno Nejedl sein Amt weiterführen will.

30.03.1984 Der 1.Vorstand eröffnete am 30. März 1984 um 20:10 Uhr die mit Spannung erwartete ordentliche Generalversammlung. Er konnte unter den 75 anwesenden aktiven und passiven Mitgliedern auch H. H. Pfarrer Karl Wirth, das Ehrenmitglied Johann Seitz, sowie den Vertreter der Stadt Ichenhausen, den 1. Bürgermeister Walfred Kuhn, begrüßen. Nach Verlesung des letzten Protokolls durch Schriftführer Robert Bärreiter, fuhr Bruno Nejedl mit dem Tätigkeitsbericht des vergangenen Jahres fort und stellte fest, dass 59 Musikproben, 5 Ausschusssitzungen abgehalten wurden, der aktiven Musikerstand zur Zeit mit 47 und ein Mitgliederstand des MV von derzeit 145 ist. Nach erfolgtem Verlesen eines umfassenden Kassenberichtes durch Kassierer Georg Rösch, trug, Dirigent Dieter Böck seinen Tätigkeitsbericht der mit viel Lob, aber auch mit Kritik an die aktiven Musiker mit Sicht auf die angestrebte „Höchststufe“ verbunden war. Unter Leitung von Altbürgermeister Johann Seitz, sowie dem Beisitzer Georg Wöhrle und Stefan Sauter wurde die Neuwahl der Vorstandschaft, die aufgrund keiner Gegenstimme durch Akklamation durchgeführt werden konnte, abgehalten. Mit großer Erleichterung wurden folgende Mitglieder in die neue Vorstandschaft gewählt:
1. Vorstand Bruno Nejedl ; 2. Vorstand Karl Jedelhauser (beide einstimmig)
Kassierer Erhard Stempfle (1 Gegenstimme) ; Jugendleiter Harald Dirr; Schriftführerin Gaby Potz; Beisitzer Franz Singer und Georg Wöhrle (alle Einstimmig).
Der wiedergewählte Vorstand dankte den scheidenden Vorstandsmitgliedern, insbesondere hob er das 9-jährige Wirken von Rudolf Rösch sen. als Jugendleiter und das Engagement von Josef Hösle, zuerst als 2. Vorstand und dann als Beisitzer, hervor. Bürgermeister Kuhn würdigte die musikalische Leistung des MV Rieden, die im Stadtgebiet unerreicht sei, sowie die vorbildliche Bewirtschaftung der Kötztalhalle. Auch habe er durch den 1. Dirigenten Dieter Böck, viele Anregungen mit nachhause nehmen können, so ein Beispiel die Integration der Blasinstrumente in das Ausbildungsrepertoire der Städt. – Musik und Singschule Ichenhausen. Dieser Schritt, so meinte Herr Kuhn, würde eine wesentliche Entlastung der 4 Kapellen im Stadtgebiet bringen, jedoch müssten die Ausbilder auch aus den Reihen der Kapellen gestellt werden. Außerdem bedankte sich Herr Kuhn bei der neu gewählten Vorstandschaft und sagte volle Unterstützung seitens der Stadt Ichenhausen zu. H. H. Pfarrer Wirth sagte ein „Vergelts Gott“ für den gespendeten Erlös von dem Neujahranspielen in Höhe von DM 4500,00.

05.-08.07.1984 Beim 21. Bezirksmusikfest in Autenried des Allgäu - Schw. Musikbund im Bezirk 12 vom 5. - 8. Juli 1984 hatte der Musikverein Rieden die Ehre als Festkapelle zu fungieren. Nach langem Probenstress, trat am Samstagnachmittag der Musikverein Rieden erstmals in ihrer so erfolgreichen Vereinsgeschichte bei einem Wertungsspiel in der „Höchststufe“ an. Die Musiker mussten zwei Musikstücke einstudieren. Andrea Rösch spielte Glücksfee und zog das nordische Tongemälde „Finlandia“ von Jean Sibelius. Da noch Zeit war, spielte auf Wunsch aller Zuhörer, die Musikkapelle Rieden noch das zweite Musikstück „Tirol 1809“ von Sepp Tanzer. Die Musiker aus dem kleinen Kötztal Dorf wurden mit stehenden Ovationen begeistert gefeiert. Der Festabend, sowie der Sonntagsgottesdienst wurde vom Musikverein Rieden musikalisch umrahmt. Bei der Bekanntgabe der Wertungsergebnisse brach unbeschreiblicher Jubel bei allen Riedener für diese Spitzenleistung für eine Dorfkapelle aus, die mit der höchsten Auszeichnung nicht gerechnet hatten. Sie erreichten einen „1. Rang mit Auszeichnung“ (117 Punkte). Auffassung und Gestaltung waren ohne Tadel und stellten dem über der Sache stehendem Dirigenten ein vorzügliches Zeugnis aus. Der Vortrag in der Höchststufe war eine Leistung, die der Hörer ein wirkliches Blasmusikerlebnis vermittelte. Die hohe Benotung ist vollauf verdient. Ein Bravo auf unseren Dirigenten Dieter Böck, mit Stolzer Brust kehrten die Musiker in ihre Heimat Rieden zurück, wo sie von den Bürgerinnen und Bürger begeisternd empfangen wurden. Dem Musikverein Rieden wurden vom Bürgermeister der Stadt Ichenhausen Walfred Kuhn und vom Präsidenten des Allgäu – Schw. Musikbund die allerbesten Glückwünsche übermittelt. Als Wertungsrichter fungierten Professor Fritz Thelen, Lindenberg und Professor Alis Wille, Landeck / Tirol.

22.07.1984 Am Sonntag feiert die Feuerwehr Oxenbronn sein110-jährigen Gründungsfest in Verbindung mit einem Dorffest beim Kindergarten. Zum anschließenden Frühschoppen spielt die Musikkapelle Rieden. Den musikalischen Rahmen für das Nachmittagsprogramm liefert die Jugendkapelle Oxenbronn. Zum abendlichen Festausklang spielte die Musikkapelle Rieden nochmals zünftig auf.

31.07.1984 Im Jahre 1984, den 31. Juli verstarb im Alter von erst 45 Jahren plötzlich und unerwartet unser ehemaliger aktiver Musiker und Kassierer Herr Wilfred Gerstberger. 1958 – 1968 Kassierer der Musikkapelle Rieden a. d. Kötz.

22.09.1984 Klingende Münze für musikalische Klänge beim vierten Großkonzert des ASM am 22.09.1984 in Kempten, zugunsten „Kartei der Not“. Karl Kling Präsident des Allgäu -Schw. Musikbundes, hatte allen Grund zur Freude, denn pünktlich zum Großkonzert des Musikbundes vor der St. – Lorenz-Basilika in Kempten lachte am Samstag der Himmel über die Allgäu-Metropole in frischgewaschenem Weiß-blau. Die über 1300 Musiker aus ganz Schwaben, darunter auch die Musikkapelle Rieden, die sich auf der großen Freitreppe versammelt hatten, konnten ungehindert von Wassereinbrüchen ihr festliches Programm zugunsten der Aktion „Kartei der Not“, des Hilfswerks unserer Zeitung, absolvieren. Die Musikkapelle Rieden hielt vor dem Stadtkrankenhaus ein Morgenkonzert ab.

08./09.12.1984 Mit zwei ausverkauften Konzertveranstaltungen am Wochenende des 08. und 09. Dezember 1984 markierte die Bläserschar um Kapellmeister Dieter Böck den Abschluss einer erfolgreichen Jahresarbeit, bei der in Rieden neue Maßstäbe konzertanten Musizierens einer örtlichen Blasmusikkapelle gesetzt wurden. Die Blasmusik, angesiedelt in der Höchststufe der Wertungsskala für Laienorchester, begeistern nicht nur sie ständig wachsende Zahl treuer Anhänger des „Riedener Musikvereines“. Der Programmzettel versprach Ungewöhnliches. Ein historischer Traditionsmarsch („Herzog von Braunschweig“)zum Auftakt verschaffte der rund fünfzigköpfigen Bläserschar den rechten Ansatz für die nachfolgenden Konzertstücke in den höchsten Schwierigkeitsgraden. Die „New Baroque Suite“ gab den Mitwirkenden Gelegenheit, ihr bläserisches Können vor dem Publikum auszubreiten. Aus anderem Holz in der Themenstellung geschnitzt war die „Dramatische Fantasie – Titanic“, die Stephan Jaeggi nach der Schiffskatastrophe 1912 schrieb. Locker und im heiteren Stil angelegt war der zweite Teil mit Filmmelodien („Exodus und „Moment for Morriekone“) und dazwischen Neuerscheinungen im Big Band Sound. Die Höchstnote hatte sich die Musikerschar schon beim Konzert verdient, wie Landratsstellvertreter Ernst Eberhardinger seine Anerkennung formulierte. Anhaltender Beifall am Schluss unterstrich die gelungene Veranstaltung.

12.05.1985 Die Blasmusik in Rieden gibt nicht nur den Ton an. Die Musikanten sind auch unumstritten die Nummer eins im dörflichen Vereinsleben. Jeder zehnte Riedener sitzt hinterm Notenpult und rund die Hälfte der Einwohner hält als eingetragenes Mitglied dem Musikverein die Stange. Doch noch einige andere Dinge heben die Laienkapelle weit über den Durchschnitt im Musikbezirk 12. So die in Eigenleistung geschaffene Konzerthalle, die nun durch den am 12. Mai 1985 beginnenden Umbau, wo schon seit 1978 geprobt wurde, eines ehemaligen Schulsaales um ein Probestudio ergänzt wird. Und dann vor allem das längst geschaffte „Klassenziel“, die Höchststufe beim Wertungsspiel. Der Umbau wurde mit einem von der Stadt Ichenhausen gewährten zinslosen Darlehen, in Höhe von DM 15.000,00 finanziert. Ein Dank an unsere Fachbauleute, die hervorragende Arbeit geleistet haben.

16.06.1985 Beim 22. Bezirksmusikfest des Bezirk 12 im ASM in Verbindung mit 130 Jahre Blasmusik am 16. Juni 1985 in Waldstetten erreichten die Riedener Musikanten mit 55 Musikern, darunter 14 Jungmusiker, mit dem Pflichtstück: Erinnerungen an St. Jonny“ v. Schneider und dem Selbstwahlstück: „English Rhapsody“ von Forf in der Oberstufe einen „1.Rang mit Auszeichnung“ (118 Punkte. Die Wertungsjury gratulierte Dieter Böck; mit „Ein Bravo Dieter“! Herzlichen Glückwunsch!

07.09.1985 3000 Musiker aus ganz Bayern brachten am Samstag, den 07.09.1985 (wo auch der Musikverein Rieden teilnahm), vor der Feldherrenhalle auf dem Münchener Odeonsplatz dem bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauss ein Geburtstagsständchen, zu seinem 70. Geburtstag dar. Der Bayrische Rundfunk übertrug das Geburtstagsständchen live in mehrere europäische Länder. Tief bewegt und gerührt bezeichnete Ministerpräsident Franz Josef Strauss, das Massenkonzert als das schönste Geburtstagsgeschenk und dankte dem Initiator dem CSU Landtagsabgeordneten und Präsidenten des Allgäu – Schw. Musikbundes Karl Kling, zu dieser einmaligen Aufführung.

07./08.12.1985 Ein Konzertfest voller Klangfarben beim erfolgreichen Jahreskonzert am 07. / 08. 12. 1985, begann unter der bewährten Leitung von Dieter Böck, mit dem „Militärmarsch Nr.: 1“ von Franz Schubert. Beim zweiten Programmtitel brache die bestens vorbereitete Bläserschar dann das Hauptwerk des Herbstkonzertes, „Florian Geyer“ von Helmut Haase-Altendorf in drei Sätzen zur Aufführung. Es folgten die Musikstücke „English Rhapsodie, „Die Etsch“, „Erinnerungen an St. Jonny“. In besonderer Mission wurde der Präsident des Allgäu – Schw. Musikbundes Herr Karl Kling. Mit Blick auf die vor Jahren erbaute „Kötztalhalle“ lobte Kling nicht nur die Gemeinschaftsleistung der Riedener, sondern auch die Spendenfreudigkeit vieler Förderer. Stellvertretend für viele wurde an den Schneckenhofer Schmiedemeister Richard Meissle die „bronzene Fördermedaille“ des ASM mit Urkunde überreicht. Den Wert der Zuwendungen, die Meissle für den Riedener Musikverein erbrachte, bezifferte Kling auf rund DM 20.000. Gleichzeitig übereichte Kling auch zwei Münzen mit „ideellem“ Wert an Vorstand Bruno Nejedl und Kapellmeister Dieter Böck. Nach der Pause holten Harald Dirr und seine Musikerkollegen den „Hoch- und Deutschmeister Marsch“ aus der Notenkiste, ehe sie den „Jäger aus Kurpfalz“ auf die Reise schickten. Andrea Rösch als fingerflinke Solistin auf der Querflöte betönte den vermeintlichen Grünrock und die Zuhörer dabei mit bravourösem Spiel eingerahmt vom einsatzgenauen Gesamtorchester in zurückhaltender Unterstützung. Als „zwei lustige Vagabunden“ am Tenorhorn stellten sich Karl-Hein Jedelhauser und Josef Lohr im gleichnamigen Stück von Fritz Watz vor. Ein Feuerwerk voller Klangfarbe und fülle wurde mit dem „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik geboten. Lautstark verpackt dann bekannte Thema Melodien aus Krimis älterer und neuer Zeit: eine schwierige Aufgabe für die Musiker, die in „Gruical Time“ nicht mehr lohnend schien. Nach verschiedenen Aufführungen des langsam zum Standartwerk für Blasmusik avancierender Musicals-Titel „Jesus Christ Superstar“ von Webber - Hautvast konnte sich auch Dieter Böck der Faszination des eigenartigen Werkes nicht entziehen. Unter tosendem Beifall wurde die Riedener Musiker von ihrem aufmerksam zuhörenden Besucher des Konzertes verabschiedet.

1986 Im Jahr 1986 folgten weitere Jungmusiker: Markus Reichel (Posaune); Jochen Sauter (Klarinette); Sabine Ley (Flöte); Werner Ley (Posaune); Michael Schuster (Trompete); Katja Elsäßer (Flöte); Anja Elsäßer (Klarinette); Michael Crämer (Trompete); Gerd Palesch (Es-Horn); Natalie Schuster (Klarinette); Jürgen März (Trompete); Melanie Schuler (Klarinette); Carmen Crämer (Klarinette)

10.03.1986 Der Musikverein Rieden erhält von der Stadt Ichenhausen für 41 Erwachsene und 14 Jugendliche einen Zuschuss in Höhe von 3.234,00 DM

23.03.1986 Am 23. März 1986 erfolgte der Besuch beim H. H. Bischof Dr. Joseph Stimpfle zu seinem 70. Geburtstag im Augsburger Dom. Bischof Dr. Stimpfle gab sich begeisternd, „Das war schön“, lautete sein erster Satz, als das „Dona nobis pacem“ in den gotischen Gewölben verklungen waren. Die bislang zum Stillhalten ermahntem Zuhörern des Geburtstagsständchen, das, wie berichtet, 2000 Musiker des Allgäu – Schw. Musikbundes dem Oberhirten darbrachten, klatschten minutenlang Beifall. Eigentlich sollte das Ständchen vor dem Augsburger Bischofhaus statt finden. Doch kurz vor 18:30 Uhr öffnete Petrus seine Schleusen des Himmels. Die 2000 Musiker verabschiedeten sich von dem Kirchenoberhaupt mit der „Eurovisions-Hymne“.

16.06.1989 Schlosshofkonzert mit Sternmarsch im Schlosshof in Ichenhausen. 
Teilnehmer: Jugendkapelle Ichenhausen, Fanfarenzug Ichenhausen, Musikkapelle Autenried, Musikverein Hochwang, Musikverein Rieden und Bläsergruppe Oxenbronn

08.-29.07.1986 Drei Riedener Musikanten haben beim „Deutschen Alp-Festival“ in der Kleinstadt Hunter im Staat New York in den USA vom 08. – 29. Juli 1986 aufgespielt. Riedens Vorstand Bruno Nejedl, Thomas Ellenrieder und Karl-Heinz Jedelhauser haben sich gemeinsam mit ihren Kameraden der Stadtkapelle Gundelfingen / Do. angeschlossen, die drei Wochen lang ein Amerikagastspiel gab.

10.07.1986 Am 10. Juli 1986 wurden von Frau Agatha Rösch und Erhard Stempfle zwei neue Radhauben für unsere Marketenderinnen in Oberstdorf abgeholt. 
Zum Bezirksmusikfest am 13. Juli 1986 in Ellzee, traten unsere zwei Marketenderinnen Regina Stempfle und Christa Fahrenschon mit den neu angefertigten Radhauben in der Öffentlichkeit auf. Die Radhauben wurden von Frau Eberle aus Oberstdorf handgenäht. Der Preis je Haube betrug 850,00 DM.

12./13.07.1986 Beim 23. Bezirksmusikfest des Allgäu -Schw. Musikbundes im Bezirk 12 in Verbindung mit 65 Jahre Musikverein, am 12. / 13. Juli 1986 in Ellzee, erreichte der Musikverein Rieden mit 48 Musikern, darunter 7 Jungmusiker, unter der bewährten Leitung von Dieter Böck, mit dem Pflichtstück: „Melorhythm“ von Ernst Hildebrand und dem Selbstwahlstück „ Festival in Silber“ von Manfred Schneider in der Oberstufe einen hervorragend „ersten Rang mit Auszeichnung (117 Punkte).
Ebenso erfolgreich nahm die Jugendkapelle „Autenried-Oxenbronn-Rieden“ beim Wertungsspiel mit ihrem Dirigenten Hermann Schwarz in der Anfängerstufe am Samstag den 12. Juli 1986. Die 25 Jungmusiker, alle unter 18 Jahre alt, mit dem Selbstwahlstück: „Forest Shadows“ von Joseph Olivadoti einen hervorragenden „1. Rang mit Belobigung“.
Ebenso erfolgreich nahm die Jugendkapelle „Autenried-Oxenbronn-Rieden“ beim Wertungsspiel mit ihrem Dirigenten Hermann Schwarz in der Anfängerstufe am Samstag den 12. Juli 1986. Die 25 Jungmusiker, alle unter 18 Jahre alt, mit dem Selbstwahlstück: „Forest Shadows“ von Joseph Olivadoti einen hervorragenden „1. Rang mit Belobigung“.

01.09.1986 Das neugegründete Jugendblasorchester aus dem Bezirk 12 reiste zur „Purmenade 86“ nach Holland; 60 Musikerinnen und Musiker aus 36 Kapellen. Vom Musikverein Rieden waren folgende Musiker mit dabei: Helga Rösch, Andrea Rösch, Andrea Stocker, Petra Lippl und Thomas Ellenrieder

06./07.12.1986 Ein kleines Jubiläum war beim Konzert am 06. / 07. Dezember 1986 des Musikvereins Rieden in der Kötztalhalle fällig. Nach der Tradition des Tages verbunden war der Auftritt von St. Nikolaus mit seiner „himmlischen Botschaft“ vom Christkind an die Riedener. Reimend brachte St. Nikolaus in der von Josef Saur die Botschaft über den Ablauf des Abends unter das Kötztalvolk. Zunächst erklang der „Militärmarsch Nr.: 3“ von Franz Schubert, danach folgten Titel wie „Pomp and Circumstance Nr.: 1, „Schwarzwald-Rhapsodie“ und „Festival in Silber“ zum Vortrag. Bezirksleiter Alois Brunhuber überreichte Dieter Böck die bronzene Verdienstnadel des Allgäu -Schw. Musikbundes, und die Riedener feierten ihren Musikpädagogen mit einem riesigen Geschenkkorb als Dankeschön für 15 Jahre erfolgreiches Wirken im Kötzbachtal. Der Musikverein Rieden hat auch die im Hintergrund Mitarbeiter des Vereins nicht vergessen. Für seine Verdienste um den Musikverein wurde „Anton Stempfle“ zum Ehrenmitglied ernannt. Während der langen Pause hatte Hermann Schwarz Gelegenheit, die „Solisten der Riedener Blasmusik von morgen“ vorzustellen. Zusammen mit Harald Dirr hatte er binnen Jahresfrist die gelehrigen Schüler auf ihren ersten Auftritt vorbereite.

28.03.1987 Der 1.Vorstand Bruno Nejedl eröffnete am 28.03.1987 um 20:15 Uhr die ordentliche Generalversammlung des MV Rieden. Er konnte unter den 62 Anwesenden Pfarrer Martin Irmhauser, die Ehrenmitglieder Josef März, Johann Seitz und Anton Stempfle sowie den Ortssprecher Rudolf Wöhrle begrüßen. Aus dem umfangreichen Tätigkeitsbericht des 1. Vorstandes ging hervor, dass derzeit 165 Mitglieder, davon 62 Aktive, 47 Proben, 62 öffentliche Auftritte und 4 Ausschusssitzungen beinhalte. Als häufigster Probenbesucher beglückwünschte Bruno Nejedl von den Senioren Sebastian Rösch und von den Junioren Hans-Jörg Bissinger. Dieter Böck appellierte an alle Aktiven, an einem Strang zu ziehen, da sich der Musikverein zur Zeit in einer Krise befinde. Die Probleme des Vereins sind das Fehlen einiger Leistungsträger, die verhindert sind wegen Beruf, Schule, Bundeswehr und zum anderen mache der 1. Dirigent die Besetzung des Holzsatzes Sorgen. Deshalb genügen 1 mal wöchentliche Proben auch nicht mehr. Dieter Böck sprach von Registerproben, Ausbildung in Musikschulen und qualifizierten Jugendausbilder. In der Jugend liegt die Zukunft, deshalb dürfe man hier auch nicht sparen. Doch der Anfang ist schon getan: Dirigent Dieter Böck sprach seinen Dank auch für Lippl Petra und Stocker Andrea, die sich zu einem Kurs für Grundausbilder angemeldet haben. Die diesjährige Neuwahl wurde satzungsgemäß durchgeführt. Wahlleiter Johann Seitz und deine Wahlhelfer Stefan Sauter und Stefan Saur, führten die geheime mit Stimmzettel durchgeführte Wahl hervorragend durch. 
Das Wahlergebnis lautete wie folgt:

1. Vorstand Bruno Nejedl (54 Stimmen)
2. Vorstand Karl Jedelhauser (35 Stimmen)
Kassierer Erhard Stempfle (54 Stimmen)
Schriftführerin Gaby Potz (57 Stimmen)
1. Jugendleiter Harald Dirr (51 Stimmen)
2. Jugendleiter Bruno Rösch (55 Stimmen)
Beisitzer Hermann Götz (52 Stimmen)
Beisitzer Singer Franz (48 Stimmen)

Zum Abschluss der Versammlung überreichte Karl Ellenrieder dem MV Rieden einen Scheck in Höhe von 90,00 DM vom ehemaligen Sportverein Rieden (1952-1957) für die Jugendarbeit.

03.05.1987 Der Besuch bei der Deutschland Reise des Papstes in Augsburg am 3. Mai 1987 viel den Regengüssen zum Opfer. Anstatt mit dem Allgäu-Schwabenmarsch und dem „Bayrischen Defiliermarsch“ die warteten Gläubigen zu unterhalten, warten nun die Musiker vergebens in ihren Bussen, dass der Himmel ein Einsehen hat, auf ein Ende des starken Regens und die Ankunft des Pabst.

14.06.1987 Feierliche Umrahmung des 50-jährigen Priesterjubiläum von H. H. Pfarrer Karl Wirth in Dürrwangen. – Pfarrer in Rieden von 1979-1986 -

19.06.1987 Ganz im Zeichen der Blasmusik gewidmet war der Aufenthalt der Ungarischen Bergwerkskapelle aus Miskolc in Rieden am Wochenende des 19. und 20. Juni 1987. Neben zwei offiziellen Vertretern, dem Kulturreferenten der Gewerkschaft Ralf Ferenz und dem Vorsitzenden der Ungarischen Bergwerkskapellen Geza Kovacs, waren 32 Musiker und 24 „Majoretten“ junge Damen im Teenageralter, nach Rieden gekommen. Als sich dann der Bühnenvorhang hob, erklangen nach der Nationalhymne, eine wenig landestypische Melodie, der „River-Kwai-Marsch und dazu der Reigentanz der leichtgeschürzten Majoretten in moderner Aufmachung. Nach dieser Show-Einlage formierten sich die Musiker zur üblichen Orchesterformation, aber doch in anderer Registeranordnung als von Bayrischen Kapellen gewohnt. Auch die Flügelhörner fehlten gänzlich, dafür erklangen in starker Besetzung die Waldhörner und die übrigen Mittelstimmen. Holzbläser waren in der Minderzahl. Bezirksdirigent Dieter Böck sah in dem Orchester einen typischen Vertreter ungarischer Bläsertradition, wie die Aufführungen auch belegten. Dirigent Miklos Kovacs legte zunächst den Schwerpunkt der Programmfolge auf wenig bekannte Konzertstücke, gönnte seinen Musikern kaum Zeit zum Luftholen. Hochoffiziell wurde von Bürgermeister Walfred Kuhn vor der vollbesetzten Kötztalhalle, das Willkommen, der Stadt und besonders der Riedener wiederholt Maria Eberhardt, in letzter Minute als Dolmetscherin engagiert, überwand die Sprachbarrieren spielend. Neben dem Stadtsiegelwappen, Vereinswimpel und Bierkrug wollen die Riedener mit angenehmen Stunden bei den Gästen in guter Erinnerung bleiben, die Gäste aus Ungarn luden uns zu einem Wiedersehen nach Ungarn ein.

20.06.1987 Durch ein Spalier von über 3000 Blasmusikern schritt der bayrische Ministerpräsident Franz Josef Strauss am Samstag, den 20. Juni 1987 zu einer Festmatinee auf dem Münchener Odeonsplatz aus Anlas des „Europatages der Musik“. Die Mitwirkenden aus allen Teilen Bayerns, aus Österreich und Ungarn, darunter allein über 800 Musiker und fast 300 Spielleute von spielmanns- und Fanfarenzügen aus dem Regierungsbezirk Schwaben (mit dem Musikverein Rieden a. d. Kötz) , wollten ihr Konzert als „Zeichen“ der Verbundenheit und der Völkerverständigung durch „Musik“ verstanden wissen. In ihren heimatlichen Trachten, begleitet von Fahnen- und Standartenträgern, boten die Laienmusiker nicht nur akustisch Reizvolles, sondern auch optisch ein prächtiges Bild. Salatschüsse verkündeten das Ereignis weithin hörbar. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Allgäu- Schw. Musikbundes H. Karl Kling ertönte der festliche Choral „Musica Festiva“ von Löffler. Nach dem Grußwort von Oberbürgermeister der Stadt München, Herr Georg Kronenwitter, erklang die „Eurovisionsmelodie“, „Fest der Freude“, Gruß an Coburg, Bläserfest, Pastorale, Laridah-Marsch, Ruetz-Marsch, Hannoverische Pioniere, Bozener-Bergsteiger-Marsch und das Dankgebet. Nach der Ansprache von Ministerpräsident Strauss erklang die „Deutsche Nationalhymne und die Bayern-Hymne.

04.07.1987 Beim 24. Bezirksmusikfest in Wettenhausen erreichte die Jugendkapelle Autenried-Rieden mit ihrem Dirigenten Hermann Schwarz in der Anfängerstufe einen hervorragenden „1.Rang mit Belobigung“ (114 Punkte) .

05.07.1987 Beim 24. Bezirksmusikfest des Bezirkes 12 im ASM am 05.07.1987 in Wettenhausen erreichte der Musikverein Rieden mit dem Pflichtstück: „Etschland“ von G. Veit und dem Selbstwahlstück „Festliche Musik für Bläser“ von M. Schneider in der Oberstufe einen „1. Rang mit Auszeichnung“ (118 Punkte). Auf dem Wertungsbericht der Jury stand: „Super gemacht“

28.07.1987 2. Gemeinschaftskonzert mit Sternmarsch aller Stadteilkapellen beim Dorffest in Hochwang. Den weiteren Abend wurde von dem Musikverein Rieden gestaltet.

22.11.1987 Gemeinschaftskonzert der Musikvereine Fahlheim und Rieden in der Nersinger Gemeindehalle. Die Erwartungen des Publikums wurden im dreieinhalbstündigen Konzert, durch das Jürgen Dellinger und Dieter Böck führten, erfüllt. Mitwirkende war auch die Jugendkapelle Fahlheim.

05./06.12.1987 Von Außergewöhnlichen war auch in diesem Jahr das Herbstkonzert am 05. / 06. 12. 1987 des Musikvereins geprägt. Kapellmeister Dieter Böck, bei neuen Impulsen in der Blasmusik immer die sprichwörtliche Nasenlänge voraus, tischte den zahlreichen Aktiven befreundeter Kapellen am Nikolausabend in der Kötztalhalle ein mit Überraschungen gespicktes Programm auf. Mit am Ehrentisch saß die New Yorkerin Frau Fellheimer, die Schwägerin von Theo Fellheimer, der einzige ehemalige jüdische Mitbürger, der zur Wiedereröffnung der Synagoge nach Ichenhausen gekommen war. Zum Auftakt der „Herzegowina-Marsch“ ein tschechisches Schmankerl, das Böck mit Vorliebe spielt. Die inzwischen weltweit gepflegten Verbindungen zur Blasmusikfachwelt mögen die Entscheidung für die Tonschöpfung Gottfried Plohovchs „Ewige Tauern“ mitbestimmt haben. Von weniger ehrwürdigen Eleganz „Reich der Dolomiten“ von Gottfried Veit. Dafür gespickt mit reizenden Tonpassagen von Andrea Rösch (Querflöte), Robert Bärreiter (Klarinette) und Dietmar Ellenrieder (Horn) in virtuoser Eleganz geboten. Nicht minder genussreich und von zarten Schmelz die Akkorde des „Militärischen Tanz Nr.: 4, mit südlichem Flair garniert der „Venezia Marsch“. Der zweite Teil des Konzertes begann mit dem Musikstück „ In Treue fest“. Anschließend wurden von Bezirksleiter Alois Brunhuber sieben langjährige Musikkameraden für vierzig Jahre Treue zur Blasmusik geehrt, dies sind: Fred Gerstberger, Sepp Lohr, Georg Wöhrle, Georg Bischof, Ezechiel Rösch, Sebastian Rösch und Rudolf Rösch, ebenso wurde Erhard Stempfle Aktiver und langjähriger Kassierer des Musikvereins für 25 Jahre geehrt. Allen einen herzlichen Glückwunsch. Im weiteren Verlauf wurden Titel wie „Prager Gassen“, Sambre et Meus“ aufgeführt. Als Zugabe für die begeisterten Zuhörer nachgereicht „“Die Entertainer“ im Quartett von Sebastian Rösch (Posaune), Bruno Rösch (Bass), Karl-Heinz Jedelhauser (Tenorhorn) Harald Dirr und Thomas Ellenrieder (Trompete).

19.03.1988 Der 1. Vorstand Bruno Nejedl eröffnete am 19.03.1988 um 20:10 Uhr die ordentliche Generalversammlung. Er konnte unter den 53 Anwesenden die Ehrenmitglieder Josef März, Johann Seitz und Anton Stempfle sowie den Ortssprecher Rudolf Wöhrle sowie H. Glöggler von der GZ begrüßen. In seinem Tätigkeitsbericht erwähnte Bruno Nejedl, 45 Proben, 4 Ausschusssitzungen sowie 7 Neuzugänge an Vereinsmitgliedern. Der MV Rieden beschloss die angestrebte Beitragserhöhung, bei über 18 Jahren von 18 auf 24 Mark jährlich. Für Jugendliche unter 18 Jahre bleibt es bei 18 Mark, einstimmig.

24.04.1988 Am 24. April 1988 wurde bei der Generalversammlung des Allgäu – Schw. Musikbund (ASM) im Kurhaus von Füssen Dieter Böck zum Bundesdirigent gewählt. Zum erstenmal in unserer langen und erfolgreichen Vereinsgeschichte unserer Dorfkapelle aus dem Kötzbachtal Rieden, wurde ein Dirigent aus unseren Reihen, nämlich Dieter Böck aus Gundelfingen, der im Jahre Oktober 1972 nach Rieden kam, wurde seine von Erfolg getragene Laufbahn gekrönt

01.07.1988 3.Gemeinschaftskonzert mit Sternmarsch aller Stadtteilkapellen beim Schlossparkfest in Autenried. Im Anschluss an das Konzert bot der Musikverein Rieden feinste Unterhaltungsmusik.

18.-21.08.1988 Mit 80 Mitgliedern erwiderte der Musikverein Rieden den Besuch im Vorjahr der Kapelle der Borsoder Bergwerksgesellschaft vom 18. - 21. August 1988 im 1200 Kilometer entfernten Miskolc (Ungarn) am Fuße der Karpaten. Hochoffiziell ging der Empfang durch die Stadtverwaltung und Borsoder Bergwergsgesellschaft über die Bühne. „Der Musikverein wurde wie eine politische Delegation mit allem Drum und Dran begrüßt und waren fast verlegen“, gestand Vorstand Bruno Nejedl, denn wir sind ja nur ein kleiner Privatverein. Als unvergesslich stuften Reiseteilnehmer und Musiker, den am 20. August stattfindenden Festumzug in Miskolc beim großen Nord und Ost Kohlegruben Blaskapellentreffen ein. Auf der Rückfahrt in Richtung Heimat, besuchten wir noch die wunderschöne Donaustadt Budapest, wo unser sich im Ungarnurlaub verweilender Dirigent, Dieter Böck, auf der Fischerbastei, in Empfang nahm. Der Musikverein gab zwei Standkonzerte auf den Höhen der Fischerbastei.

12.11.1988 Gemeinschaftskonzert in der Kötztalhalle Rieden der Jugendkapelle Autenried-Bühl Rieden und der Jugendkapelle Rothenburg ob der Tauber.

03./04.12.1988 Unbestritten die erfolgreichste Epoche der Riedener Blasmusikgeschichte ist mit dem Herbstkonzert des Musikvereins am Wochenende des 03. / 04. 12. 1988 zu Ende gegangen. Dirigent Dieter Böck, inzwischen zum Bundesdirigenten des ASM berufen, gab die Verantwortung für das erfolgreiche Blasorchester an seinen Musterschüler Harald Dirr (1. Dirigent von 1988 – 1990) weiter. Das anspruchsvolle Konzertprogramm belegte einmal mehr den hohen Standard der Riedener Blasmusik. Nach bewährtem Muster bildete ein flotter Marsch den Auftakt: diesmal der „Schönfeldmarsch“ von Carl Michael Ziehrer. Nach ein wenig Nostalgie kam dann die Vorliebe Böcks für zeitgenössische Komponisten zum Zug, wobei das Beste vom Notenmarkt gerade gut genug ist für eine Aufführung in der Kötztalhalle. So bot das Konzert den vielen angereisten Blasmusikexperten eine gute Gelegenheit, einige Wertungsspiele kennen zulernen. Unbestrittener Höhepunkt des ersten Teiles war „Schloss Tirol“, ein anspruchsvoll gestaltetes Tongemälde von Gottfried Veit. Technisch brillant auch hier die Wiedergabe, man traf offenkundig genau den Geschmack des Zuhörers, der doch sehr weit gespannt war. Nach der Laudatio von Bürgermeister Walfred Kuhn und Musikvorstand Bruno Nejedl, die das Wirken von Kapellmeister Dieter Böck würdigten, ließ sich dieser das Eingeständnis abringen: “Rieden ist meine zweite musikalische Heimat“.

1989 Schriftführerin Gaby Potz legte ihr Amt als Schriftführer nieder, das sie seit dem 30. März 1984 hervorragend ausführte, wegen Wohnortswechsel nach Pfuhl/Neu-Ulm im Jahre 1989 ab. Danach übernahm Robert Bärreiter kommissarisch das Amt des Schriftführers bis zu den Neuwahlen bei der Generalversammlung am 25.03.1990

21.04.1989 Bei der Ausschusssitzung am 21.04.1989 wurde von der Vorstandschaft beschlossen, dass eine Gesangs- und Lautsprecheranlage bei der Firma ELPA aus Ulm gekauft wird. Außerdem werden alle Musiker Hüte eingesammelt und nach Regelung mit der Firma Mayer Ichenhausen, renoviert bzw. neu angeschafft. Außerdem wurde ein Computer für den Musikverein angeschafft, der zur Erleichterung der umfassenden Arbeiten des Kassierers Erhard Stempfle dienen soll.

16.–20.05.1989 Vom 16.05. – 20.05.1989 startete die Jugendkapelle Autenried / Bühl / Rieden eine erfolgreiche und erlebnisreiche Konzertreise nach Crikvenica Jugoslawien. Vom Musikverein Rieden nahmen folgende Jungmusiker teil; Elsässer Anja und Katja, Sauter Jochen, März Jürgen, Ley Werner, Ley Sabine und Palesch Gerd teil. Jeder Musiker des MV Rieden bekam einen einmaligen Zuschuss in Höhe von DM 100,00.

10.06.1989 Großkonzert auf dem Marktplatz Günzburg des ASM zu Ehren des 60. Geburtstag von Landrat und Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher zugunsten der Kartei der Not. 60 Kapellen mit ca. 2500 Musiker nahmen an diesem Konzert teil, darunter auch die Musikkapelle Rieden

17.06.1989 4. Gemeinschaftskonzert mit Sternmarsch aller Stadteilkapellen in Rieden

24./25.06.1989 Fahnenweihe der FFW Rieden in der Kötztalhalle Rieden. Der Festabend am Samstag, Weckruf, Heilige Messe und Nachmittagskonzert wurde vom Musikverein gestaltet. Unter den Ehrengästen weilte Staatssekretär Alfred Sauter, Landrat Dr. Simnacher sowie der Vertreter der italienischen Patenstadt Vallegio.

16.07.1989 Beim 26. Bezirksmusikfest, des Bezirkes 12 im ASM, und dem 40-jährigen Bestehens der Kolpingskapelle Kötz am 16.07.1989, erreichte der Musikverein Rieden mit dem Pflichtstück: „Teamwork“ eine modere Ouvertüre, von Manfred Schneider und dem Selbstwahlstück“ „Schloss Tirol“ ein romantisches Tongemälde von Gottfried Veit, in der Oberstufe einen. Rang mit Belobigung“ (114 Punkte) Wertungsrichter war Helmut Haase-Altendorf

15.08.1989 Am 15.08.1989 folgte die Anschaffung eines „Computer“ von der Firma Schneider mit einer 20 MB Festplatte und ein Epson Tintenstrahldrucker mit der Software Windows 92 und Works 3.0 zu einem Gesamtpreis von 3898,00 DM angeschafft.

17.11.1989 „Musik macht Freude“ – das galt sowohl für die Mitwirkenden, als auch für die Zuhörer, die sich am Freitag Abend im Casino des Kernkraftwerkes zu einem Konzert- und Unterhaltungsabend zusammengefunden hatten. Der Melodienreigen, den die KRB-Werkskapelle und der Musikverein Rieden dem Publikum anboten, wurde begeistert aufgenommen und mit viel Beifall belohnt. Direktor Reinhardt Ettemeyer und Dirigent Josef Lechner konnten mit dieser Veranstaltung dem Städtischen Kindergarten Ichenhausen einen Reinerlös von 2000 Mark zur Verfügung stellen. Den ersten Teil gestaltete der MV Rieden mit ihrem Dirigenten Harald Dirr. Zur Aufführung kamen: „Einzug der Gladiatoren“; „Inspiration“, „Prelude for Band“ sowie „Time to Relax“. Spritzig wirkten dagegen wieder der „Radetzkymarsch“. Den zweiten Teil gestaltete die Werkskapelle.

09./10.12.1989 Ein neues Kapitel der Geschichte der Riedener Blasmusik wurde am Wochenende am 09. / 10. Dezember 1989 aufgeschlagen. Erstmals stand bei einem Konzert Nachwuchsdirigent Harald Dirr (25) eigenverantwortlich am Pult. Ohne große Abstriche bekamen die Zuhörer sowohl am Samstag als auch am Sonntag eine meisterliche Leistung zu hören. Ein Blick ins Programmblatt verriet: Die Riedener Bläser blieben ihrem hochgesteckten Ziel, jedes Jahr Außergewöhnliches, zu präsentieren, treu. Die Vorliebe für Moderne, der heutige Bundesdirigent Dieter Böck setzte in Rieden dafür einst die Maßstäbe, ist in Rieden offenkundig geblieben. Anderseits erfuhr das Bewährte eine pflegliche Wiedergabe. „The Champion“, von Erik Sowa, gehalten im flotten Zweivierteltakt, sprach für sich und war mehr als nur Vorschlusslorbeer für den jungen Dirigenten. Zur Sache ging’s beim „Triumph-Marsch“ von Julius Fucik, in der musikalischen Ausdeutung der Sage kämpfender Gladiatoren. Ein Hymnus in eigener Sache war gewissermaßen „Prelude for Band“ von Manfred Schneider. Im zweiten Teil stand dann mehr die leichte Muse im Vordergrund. Ein Marsch des Erfolgskomponisten Franz Bummerl und „Gottfried auf Reisen“ von Bruno Rösch gaben Anlas für reichlich Sonderbeifall. Ein Strauß bunter Melodien, locker und flott dargeboten, lud ein zum Mitsummen und lie0 die zweistündige Programmfolge auf lockere Art ausklingen. Außerdem wurde unser langjähriger Dirigent und Flügelhornist Josef Lohr zum Ehrendirigenten ernannt. Vorstand Bruno Nejedl würdigte die Verdienste Lohrs während seiner 42jährigen Treue zur Blasmusik, 1. Dirigent von 1955-1971 und 2. Dirigent bis 1989. Ichenhausens Bürgermeister Walfred Kuhn nannte den verdienten Musiker eine „Säule des Vereins“. Mit dem Musikstück „Radegast“ von Miroslav Cisar ging das erste Konzert zu Ende. Der Beifall galt den Musikern und dem jungen Dirigenten, der bewies, dass er in die Fußstapfen seines Lehrers treten kann. Nach 18 jähriger Tätigkeit (seit 1972) als Conferencier für den Musikverein Rieden, gab unser Vereinsmitglied und Lehrer Josef Saur seinen Abschied. Josef Saur führte mit viel Witz und Humor, durch hervorragend zusammengestellten Gedichten, bei den zahlreichen Konzerten, in gewohnter Manier durch das Programm. Sein Auftritt als Conferencier sorgte immer für ausgewogene Stimmung. Ein besonderer Dank gilt unserem aus Rieden stammenden Lehrer.

06.11.1990 Am 06.01.1990 verstarb unser Gründungsmitglied der Musikkapelle Rieden und aktiver Musiker von 1920 – 1930 (01.11.1920) Herr Moritz Bischof in Ichenhausen im stolzen Alter von 96 Jahren.

24.03.1990 Vorstand Bruno Nejedl eröffnete am 24.03.1990 die ordnungsgemäße Generalversammlung Unter den 64 Anwesenden konnte er die Ehrenmitglieder Johann Seitz und Anton Stempfle, den Ehrendirigenten Josef Lohr, den Bundesdirigenten des ASM Dieter Böck, den amtierenden 1. Bürgermeister der Stadt Ichenhausen Walfred Kuhn, sowie den Vertreter der Lokalpresse, Herrn Glöckler begrüßen. Der aktuelle Mitgliederstand beläuft sich derzeit auf 162 aktive und passive Mitglieder. Unser ehemaliger Dirigent und jetzige Bundesdirigent Herr Dieter Böck, war unter den Gästen und stellte fest, dass in seiner 17-jährigen Tätigkeit in Rieden, sein Erbe erfolgreich weitergeführt wird. Dieter Böck in seiner Laudatio: „Das Heimweh nach Rieden sitzt mir noch immer in den Knochen. Dankbar zeigte sich 1. Vorstand Bruno Nejedl gegenüber der Stadt, - vertreten durch Bürgermeister Walfred Kuhn – für die Einrichtung der Bläserausbildung an der städtischen Sing- und Musikschule. Die Leistungsprüfung der Bläser in der Bronzestufe schaffte: Jürgen März, Sabine Ley und Hans-Georg König. Die Auszeichnung in Silber gab’s für: Anja Elsässer, Katja Elsässer, Jochen Sauter, Gerd Palesch und Werner Ley. Der Jugendleiter Harald Dirr begrüßte die neu gewonnenen Zöglinge Corina Sonderholzer und Christian Purschke und wünschte beiden weiterhin viel Erfolg für die Zukunft. Altbürgermeister Seitz lies, trotz lädierter Stimme, sich zum Wahlleiter überreden. Unter der bewährten Führung von Altbürgermeister Johann Seitz, und den Beisitzern Dieter Böck und Kurt März, wurden die Neuwahlen durchgeführt. Als Mitglieder in die Vorstandschaft gewählt wurden: . Vorstand Bruno Nejedl, 2. Vorstand Josef Lohr (Wasserschloss), einen würdigen Nachfolger für den ausgeschiedenen Karl Jedelhauser, Schatzmeister blieb – mit viel Lob bedacht – Erhard Stempfle. Ihm zur Seite gestellt wurde als Vize Max Rösch. Schriftführerin Helga Rösch; Als Beisitzer wiedergewählt: Hermann Götz, Franz Singer stellte sich einer Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung, so wurde Kempter Reinhard als neuer Beisitzer gewählt. Harald Dirr blieb Jugendleiter, er stellte sein Amt als 1. Dirigenten aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Der Vorstand bedankte sich bei den ausgeschieden Ausschussmitglieder für die erfolgreiche Zusammenarbeit und schloss gegen 21:20 Uhr die Versammlung.

16./17.06.1990 Am 16. / 17. Juni 1990 konnte das neu geschaffene Umweltfreundliche Geschirrmobil des Landkreises Günzburg, das unser Kassierer Erhard Stempfle reservieren lies, für unser Gartenfest eingesetzt werden. Dies stellt eine Alternative zum bisher verwendeten Einmalgeschirr- Besteck dar. Das zur Nutzung bereit gestellte Geschirrmobil wurde vom Landkreis kostenlos zur Verfügung gestellt. Zur Unterhaltung am Samstag abends spielte die Stadtkapelle Gundelfingen unter der Leitung von Hermann Kalcher auf. Am Sonntag wurde die Heilige Messe auf dem Festplatz zelebriert, die musikalische Umrahmung mit anschließendem Frühschoppenkonzert übernahm der MV Rieden. Ab 14:00 – 18:00 Uhr unterhielt der MV Bühl und ab 18:00 Uhr die Kolpingskapelle, die zahlreichen Festgäste aus nah und fern.

21.07.1990 Beim Dorffest in Oxenbronn, am 21.07.1990 wurde erstmals unsere neue Gesang- und Lautsprecheranlage eingesetzt. Es folgte die Premiere unseres neu gebildeten Gesangsduos; Josef und Thomas Ellenrieder, das mit hervorragend, vorgetragenen Gesangsstücken, immer wieder mit stürmischem Beifall und Zugabe Rufen überschüttet wurde. Dies war ein Meilenstein in der Geschichte unseres hervorragend geführten Musikvereins im schön gelegenen Kötzbachtal.

03.08.1990 Staatssekretär Alfred Sauter feierte am 03. 08. 1990 seinen 40. Geburtstag in der Kötzbachtal gelegenen Gemeinde Rieden. Dem Eintrag in das goldene Buch der Stadt Ichenhausen, folgte ein Ständchen aller Stadtteilkapellen zu Ehren des Jubilars. In der festlich geschmückten Kötztalhalle, entbot der Musikverein Rieden dem Kreis der Gäste das musikalische Willkommen, zur großen, aber dennoch familiär arrangierten Feier. Gäste aus ganz Bayern waren zu Gast, unter anderem auch die beiden Söhne, des verstorbenen Ministerpräsidenten Strauss, Franz Georg und Max Josef Strauss.

18.09.1990 In der Ausschusssitzung am 18.09.1990 um 20 Uhr unter der Leitung des 2. Vorstands Josef Lohr (1. Vorstand war wegen Krankheit entschuldigt) beschlossen die Ausschussmitglieder die Einladung von Herrn Steck; (evtl. schon zur nächsten Probe); Herr Ezechiel Rösch nahm schon im Vorfeld Kontakte zu H. Steck auf. Außerdem wird der Versuch gestartet, dass Putzkolonnen von je 3 Personen gebildet werden, die immer 2 Proben tätig sind (1x fegen, 1x nass reinigen).

23.09.1990 Am 23.09.1990 verstarb plötzlich und unerwartet unser Gründungsmitglied (13.12.1974), und 2. Vorstand (1978 – 1990), Herr Karl Jedelhauser im Alter von 66 Jahren.

27.07.1990 Hans-Peter Steck aus Rammingen (Baden Württemberg) übernahm am 27.09.1990 das Dirigenten Amt von Harald Dirr, der aus beruflichen Gründen (Meisterprüfung) nicht mehr zur Verfügung stand. Herr Harald Dirr bleibt aber trotz allem, als 2. Dirigent dem Musikverein Rieden erhalten.

08./09.12.1990 Unser neuer Conferencier Kurt März bemühte William Shakespeare: „Wen da nicht die Eintracht schöner Töne rührt .....“ der Bezug war naheliegend, immerhin schlugen ja am Wochenende des 08. / 09. 12.1990 die Riedener Musikanten ein neues Kapitel in ihrer Vereinsgeschichte auf; Hans-Peter Steck gab sein Debüt als Dirigent. 50 Musiker traten vor das zahlreich erschienene Publikum in der vereinseigenen Kötztalhalle – und von Lampenfieber war nichts zu spüren. Der 28 jährige Hans-Peter Steck aus Rammingen, aus dem benachbarten Baden Württemberg, Lieblingsinstrument Flügelhorn, gab sich souverän beim mittlerweile, 11. Konzert in der Kötztalhalle. Bis zu diesem Moment lagen ein Vierteljahr Vorbereitung und Proben hinter der Kapelle. Ein flotter Marsch –„Opening“ - von E. Hoffmann setzte erst einmal musikalische Kräfte frei, die es für ein anspruchsvolles Programm zu bündeln galt. Mit dem „Mährischer Tanz Nr. 9“ stellten sich Dirigent und Musiker dann einer anspruchsvollen Aufgabe. Die auf Blasmusik abgestimmte Bearbeitung von Siegfried Rundel hob den Opus in den Rang einer Oberstufenaufführung. Im Kontrast zu „Oregon“, das Fantasieerlebnis der Prärie unter Einbeziehung bekannter Elemente erfolgreicher Evergreens. . Mehr in gewohnte Bahnen bewegte sich der zweite Teil mit Traditionsmärschen, Polka und Soloauftritten. Da gab Andrea König mit dem Glockenspiel die pikante Würze zu Zweivierteltakt, Robert Bärreiter lieh den Glanz seines Saxophon-Solos („Festival in Silber“) und Thomas Ellenrieder reihte die Trompeten Töne zu „Ciribirin“ im meisterlich gespielten Solopart. Getragen von dem Beifall gab’s dann doch noch eine Zugabe, und Ehrendirigent Josef Lohr eilte auf die Bühne, um dem neuen Dirigenten den gelungenen Einstand zu bestätigen. Eine zweite personelle Veränderung konnten die gut 200 Zuhörer am Samstag registrieren: Kurt März, die Texte mehr belehrenden hintergründig vorgetragen, führte durch das Programm.

03.04.1991 Am 03.04.1991 fand in der Gaststube der Kötztalhalle eine gemeinsame Hallensitzung mit den Vorstandschaften des Musik- und Schützenvereins Rieden, Frau Agatha Rösch und H. Ludwig Bissinger statt. Ludwig Bissinger kündigte seinen Dienst als Verwalter der Kötztalhalle zum 31.05.1991, macht jedoch noch bis zum Jahresende weiter. Er wäre bereit weiterzumachen, wenn ihm ein 2. Mann zur Verfügung gestellt wird, der die Verwaltungsarbeiten abnimmt. Erhard Stempfle erklärte sich bereit, ab Mitte des Jahres Ludwig Bissinger zu unterstützen. Die beiden Vorstände bedankten sich bei allen Beteiligten, dass die Hallenverwaltung in gewohnter Form weiter geführt werden kann.

Mai 1991 Im Mai 1991 erbaute der Musikverein Rieden einen Pavillon. Viel zu lange dauerte den Mitgliedern des Musikvereins Rieden das Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Pavillon auf der Spielwiese am südwestlichen Ortsrand von Rieden. Innerhalb von wenigen Tagen wurde der schmucke Holzbau nun von den Handwerkern des Musikvereins aufgerichtet, nachdem die Stadt Ichenhausen das notwendige Baumaterial bereit gestellt hatte. Ein gebührender Dank gilt unseren Handwerkern Rudolf Rösch sen. und Sebastian Rösch, die in gewohnter professioneller Manier ihre Arbeit verrichteten

03./04.08.1991 Am 03.08.1991 begann die Reise der Riedener Musikerinnen und Musiker nach Dezem an der Mosel (Abfahrt 4 Uhr an der Kötztalhalle). Nach der Ankunft in Dezem erfolgte eine Weinprobe und eine Stadtführung durch die Stadt Trier. Die Quartiere wurden ausschließlich bei Privatpersonen getätigt. Es folgte ein Bayrischer Stimmungsabend.

17.09.1991 Am 17.09.1991 bereitete die Pfarrgemeinde Rieden einen großen Empfang für den neuen H. H. Pfarrer Johann Kummer. Mit Blasmusik und Vereinsfahnen war Pfarrer Kummer am Sonntag morgen bereits in die Kirche in Rieden geleitet worden. Dort begrüßte Kirchenpfleger Anton Miller den neuen Seelsorger. Er bedankte sich in diesem Zusammenhang bei Pfarrer Schneider aus Kötz und Pfarrer Mocha, die bislang die Kirchengemeinde von Rieden betreut hatten. Gleichzeitig wurde die neue Organistin Sonja Heimerl aus Kötz vorgestellt. Die Musikkapelle Rieden gab nach dem Gottesdienst ein Standkonzert, und der zweite Bürgermeister Ichenhausens, Rudolf Wöhrle, hieß Pfarrer Kummer herzlich willkommen

07./08.12.1991 Ein buntes Programm mit zeitgenössischer Blasmusik wurde den Besuchern des Konzertes „91“ am 07. und 08.12 1991 des Musikvereins Rieden unter der Leitung von Dirigent Hans-Peter Steck geboten. Die Liebhaber zünftiger Blasmusik kamen diesmal etwas zu kurz. Jedoch die Zugabe so wie die Eröffnungstitel „Triumphmarsch Salve Imerator“ und „Prager Juwelen“ entschädigte diesen Hörerkreis. Mit den übrigen Titeln waren schon eher die Kenner angesprochen. Recht eigenwillig in Anlage und Illustration war die drei satzige Ouvertüre von Ted Huggens „New Baroque Suite“. Bewährte Elemente Orchesterwerke wurden eingearbeitet und in makelloser Manier dargeboten. Ebenfalls dem zeitgenössischen Angebot an zuzuordnen ist „Moment Musical“ von Klaus Peter Bruchmann, ein schwieriges Hornsolo steht im Mittelpunkt des Musikstücks. Mit „Song of Freedem“ von Jan de Haan entließen die Musiker ihre Zuhörer in die große Pause. Eher „Big-Band-Sound“ wurde im zweiten Programmteil geboten, in dem ein weiter Bogen gespannt wurde von „West-Side-Story“ über „The Power of Love“ bis zu den Songs der „Beatles“. Stets trafen die Interpreten den speziellen Ton, und Robert Bärreiter tat sich als Solist mit dem Saxophon hervor. Vorstand Bruno Nejedl überreichte Herrn Georg Wöhrle, (aktiver Musiker von 1947-1997 und als Beisitzer in der Vorstandschaft von 1975-1987) die Ernennungsurkunde zur Ehrenmitgliedschaft. Außerdem wurde Hans-Georg König das Ehrenzeichen des Allgäu - Schw. Musikbund für zehn Jahre musizieren überreicht.

21.06.1992 Beim Bezirksmusikfest des Bezirkes 9 im ASM in Unterelchingen am 21. Juni 1992 und beim 28. Bezirksmusikfest des Bezirkes 12 im ASM in Kemnat erreichte der Musikverein mit dem Pflichtstück: „Sportkanonen“ von O. Wagner und dem Selbstwahlstück: „Choral and Rock-out“ von T. Huggens in der Oberstufe einen „1. Rang mit Belobigung“. (29 Punkte Wertungsrichter Edelmann) 47 Musiker und 4 Zöglinge, Dirigent Hans-Peter Steck

12.07.1992 Beim 28. Bezirksmusikfest des Bezirk 12 im ASM in Kemnat, erreichte der Musikverein Rieden mit dem Pflichtstück: „Sportkanonen“ von O. Wagner und dem Selbstwahlstück: „Choral and Rock-out“ von T. Huggens in der Oberstufe einen „1. Rang mit Belobigung“. (26 Punkte Wertungsrichter Edelmann) 46 Musiker und 4 Zöglinge, Dirigent Hans-Peter Steck, Wertungsrichter Alois Wille)

27.-29.11.1992 Zum erstenmal in der Vereinsgeschichte, fand vom 27. – 29.11.1992, zur gründlichen Vorbereitung des diesjährigen Jahreskonzertes, ein Probenwochenende auf der Freizeitstätte Marienburg – Niederalfingen statt.

05./06.12.1992 400 Besucher lockte das Herbstkonzert am 5. und 6.12.1992 der Riedener Dorgemeinschaft in die Kötztalhalle. Zweimal luden die Musikanten zu einem unterhaltsamen Abend ein. Kapellmeister Hans-Peter Steck hatte für die diesjährigen Auftritte in der Adventszeit ein hohes Ziel gesteckt. Den Auftakt machte ein Konzertmarsch „Gruß an Sumava“ zur Einstimmung im festlich geschmückten Hallenbau. Die vom Ausland stark geprägte Richtung konzertanter Blasmusik durfte natürlich nicht fehlen. Mit „Toccata for Band“ kam ein Komponist zum Zuge, der für das Außergewöhnliche steht, dem die 55 Riedener Bläser schon immer zugetan waren. Nach der Pause die Erinnerung an die einstige Verherrlichung von Säbelgerassel und ein Hufschlag der Kavallerie. „Marche de la Cavalerie“, ein Zugeständnis an vergangene Zeiten. Berühmt gewordene Filmmelodien für Blasmusik aufzubereiten, dafür bot Henry Mancini reichlich Vorlagen zum gleichnamigen Portrait. Ein Ausflug in südliche Gefilde mit dem Rondo Veneziano in „Sinfonia per un Addio“ reihten sich die Akkorde aneinander, sauber aufeinander abgestimmt die einzelnen Register. Zum guten Schluss dann wieder das Volkstümliche der Blasmusik mit „Ein Abend am Meer“ und ein wenig Polkazauber rundeten das gelungene Programm ab.

17.03.1993 Bei der diesjährigen Generalversammlung am 17. April 1993 standen wieder Neuwahlen, die sich für Wahlleiter Kurt März, als sehr schwierig erwiesen. Vorstand Bruno Nejedl wollte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten, Sein Rücktrittswunsch wurde von de 61 anwesenden Mitglieder respektiert, aber von den möglichen jüngeren Nachfolgern hagelte es Absagen reihum. Ich sehe ein, der Bau dieser vereinseigenen Halle war doch mein größter Fehler, gestand Nejedl angesichts der Aufgabenproblematik. Vorstand Nejedl sah sich gezwungen dieses Amt als 1. Vorstand weiter auszuführen. Weiter wurden durch Handzeichen gewählt: Josef Lohr (Wasserschloss) 2. Vorstand, Kassiererin Helga Rösch, stellv. Kassierer Reinhard Kempter, Schriftführer Georg Schneider, Jugendleiter Harald Dirr und Bruno Rösch, als Beisitzer fungieren; Kurt Stempfle, Hans-Georg König, Hans Wöhrle jun. und Max Rösch. Vorstand Bruno Nejedl blickte auch auf seine 18 Vorstandsjahre zurück und zeichnete verdiente Vereinsmitglieder mit Ehrenurkunden aus. Im Namen des Allgäu – Schwäbischen Musikbundes erhielt Agatha Rösch für Umsicht und Fleiß als „Hausmutter und guter Geist des Musikvereins und der Kötztalhalle die Fördermedaille“, Ludwig Bissinger Ehrenurkunde und Vereinskrug als Hallengeschäftsführer, die gleiche Auszeichnung bekam Erhard Stempfle als ausscheidender Kassenverwalter.

25.-27.06.1993 Musikalische Mitgestaltung beim 13. Riedentreffen in Rieden a. d. Kötz
zu Gast waren unter anderem die „Jungen Klostertaler“

20.-22.08.1993 Vom 20.–22. August 1993 nahmen die Riedener Musiker beim Bezirksmusikfest des Bezirksverbandes Hall in Tirol der Tiroler Blasmusikkapellen und der verbundenen 200 Jahrfeier der Musikkapelle Thaur im benachbarten Österreich teil. Am Samstag fand ein Einmarsch der Musikgesellschaft Immensee/ Schweiz, der Musikkapelle Rieden a.d.Kötz aus dem Schwabenland und des Musik- und Kulturvereines Tadten/Burgenland zum Festplatz (Schulgasse). Am Sonntag 7:30 Uhr, Aufstellung der teilnehmenden Bezirkskapellen und der Gastkapellen an verschiedenen Plätzen in Thaur mit anschließendem Sternmarsch zum Dorfplatz beim Gasthof „Stangl“. 8:30 Uhr Feldmesse und Festakt am Dorfplatz. 10:00 Uhr Abmarsch der Bezirkskapellen und Gastkapellen sowie die Fahnenabordnungen der Thaurer Vereine zum Festplatz (Schulgasse). 10:20 Uhr Beginn der Konzertdarbietungen am Festplatz und im Gemeindesaal „Altes Gericht“. 14:00 Uhr Konzert der Musikkapelle Rieden a. d. Kötz aus dem Schwabenland. Freundschaftliche Bande knüpften die beiden Kapellen schon im Jahre 1955, wo am 30. + 31.Juli ein 2-tägiger Ausflug nach Thaur statt fand, zwischen dem Musikverein Rieden und der Musikkapelle Thaur / Tirol bei Innsbruck

04./05.12.1993 Beim Jahreskonzert des Musikvereins Rieden am 04. / 05. 12.1993 zeigten die 50 Musikerinnen und Musiker erneut seine Qualität. Schon der Eröffnungsmarsch „The Traditionals“ von Koos Mark war mehr als ein Stück zum Einspielen. Es folgten Musikstücke wie: die Ouvertüre „Die beiden Savojarden“ von Offenbach, Walzerklänge von Johann Strauss und das Pflichtstück in der Oberstufe „Zeitenwände“ von Kurt Gäble. Bundesdirigent Dieter Böck zog nach der Pause Bilanz. Er erinnerte an seinen Beginn in Rieden im Jahr 1972. Schon damals standen, wenn auch in ungleich kleinerer Zahl. Erfahrene Anfänger für die Tradition der dörflichen Blasmusik, hieß es. Mit der Zahl der Musiker sei auch die Leistungsbereitschaft gewachsen. Im zweiten Teil beginnend mit dem Marsch „Das Abzeichen“ von Marinoff, wurden von Bundesdirigent Dieter Böck und Bezirksleiter des Bezirkes 12 im ASM, Herr Alois Brunhuber für verdiente Musiker Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze vorgenommen. Alfred Gerstberger für 50 Jahre aktives Musizieren (Trompete und Posaune) die Ehrenkarte des ASM und von seinem Verein den großen Ehrenkrug sowie das Ehrenzeichen des ASM in Gold. Bruno Nejedl, Vorsitzender des Musikvereins Rieden und 40 Jahre aktiver Musiker, wurde mit dem Ehrenteller ausgezeichnet und für seinen unermüdlichen Einsatz von allen Seiten gewürdigt. Ehrenzeichen in Silber: Josef Lohr (Wasserschloss) und sein Namensvetter Josef Lohr jun., Hermann Götz, Robert Bärreiter. Ehrenzeichen in Bronze: Kurt Stempfle, Bruno Nejedl jun., Andrea Rösch, Karl-Heinz Singer, Jürgen Sauter, Dietmar Ellenrieder, Josef Ellenrieder, Rainer Dirr, Bernd Dirr und Alois Rösch überreicht.

24.04.1994 Da im Jahr 1994 kein Bezirksmusikfest statt fand, wurde am 24.´April 1994 vorab die Wertungsspiele für das kommende 30. Bezirksmusikfestes 1995 in Rieden a. d. Kötz in der Kötztalhalle Rieden ausgerichtet. Der Musikverein, als Ausrichter dieser Veranstaltung, erreichte in der Oberstufe einen 1. Rang mit Belobigung (28 Punkte). Als Pflichtstück kam „Sternenjäger“ von Karl-Heinz Bell und als Selbstwahlstück die Ouvertüre „Oregon“ von Jacob de Haan zur Aufführung.

03./04.12.1994 Der Musikverein Rieden wurde auch beim Jahreskonzert am 03. und 04. Dezember 1994, bei zwei ausverkauften Aufführungen, seiner Vorreiterrolle im Bezirk 12 des Allgäu -Schw. Musikbundes gerecht. Das Konzert stand unter dem Motto: „Blasmusik modern“. Mit viel Ehrgeiz und Probenfleiß war der junge Dirigent aus Rammingen den Orchestermitgliedern Vorbild beim Einstudieren des anspruchvollen Programms. Das Markenzeichen „Riedener Konzerte“ gewann an diesem Jahr noch dazu. Zwei ausverkaufte Aufführungen sprechen für sich. Bundesdirigent Dieter Böck , einst selbst in Rieden selber am Pult, fand sein „Erbe“ bei Hans-Peter Steck in besten Händen. Dem Neuen eine Chance, davon profitierten vor allem junge Komponisten, wobei manche Tonschöpfung gewöhnungsbedürftig ist. Nicht so in Rieden. Mit einem jungen Marsch „Bandology“ von Eric Osterling erhielten die Konzertbesucher eine Einstimmung in frischem „ Big-Band-Sound“. Noch weiter in die Ferne arabischer Wüstenstimmung entführte „Lawrence of Arabia“ des jungen Franzosen Maurice Jarre, dirigiert von Petra Lippl. Nach der Pause der Auggalopp in den zweiten Teil mit „Unter Blitz und Donner“ von Walzerkönig Johann Strauss. Der Erfolg „Starlight Express“ als Bühnenshow animierte Jerry Nowak zu einem Arrangement der Blasmusik. Reichlich Beifall lohnte die Musiker und ihren Ansager Kurt März, der den Hinweis nicht versäumte: Im nächsten Jahr ist Rieden der Gastgeber für das Bezirksmusikfest vom 15. - 18. Juli

01.05.1995 Am 1. Mai 1995 übernahm der Musikverein Rieden, das am 01.Mai 1979 ins Leben gerufene Bockbierfest, von der Musik- und Schützenverein GdbR, in Eigenregie. Der Musikverein Rieden gestaltete das komplette Unterhaltungsprogramm von 10:30 – 21:00 Uhr. Dieses Fest wurde dann, anstelle des Gartenfestes, zur festen Einrichtung, terminiert. Dieses 1. Bockbierfest, unter der Eigenregie des Musikvereins Rieden wurde zu einem riesigen Erfolg.

15.-18.06.1995 Ein großer Erfolg war das 30. Bezirksmusikfest des ASM im Bezirk 12 des Musikvereines Rieden vom 15.–18. Juni 1995. „Aus Rieden kommt die Musik“: Namhafte Persönlichkeiten, allen voran der Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes Professor Karl Kling, feierten das 30. Bezirksmusikfest als Dreifachjubiläum: Eine 75 Jahre dokumentierte Vereinsmusikgeschichte, 30 Jahre Musikbezirk 12 und seit 20 Jahren ist Bruno Nejedl Vorsitzender. Am ersten Tag des großzügig geplanten Viertagefestes überließen die Riedener das aufgestellte Festzelt der Jugend mit der Band „Just For Fun“. Am zweiten Tag waren dann die heimischen Gäste an der Reihe. Mit einem Sternmarsch des Fanfarenzuges der Feuerwehr Ichenhausen und den Blaskapellen aus dem Stadtbereich wurden die „Tage der Blasmusik“ eröffnet, und beim kleinen Gemeinschaftskonzert unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hubert Hafner standen die örtlichen Bläser mit ihren Dirigenten im Mittelpunkt. Anschließend spielte die Stadtkapelle Gundelfingen mit ihrem Dirigenten Hermann Kalcher bis in die späte Nacht prächtig auf. Für 16 Blasorchester begannen am dritten Tag um 8:oo Uhr in der Kötztalhalle die Wertungsspiele. Gegen Mittag kam unsere Festkapelle aus dem benachbarten Österreich im schön geschmückten Kötztalort Rieden an. Zusammen mit Ehrengästen und der Festkapelle aus Thaur/Tirol begann der Festakt in der Vereineigenen Kötztalhalle. Die Gäste aus dem Nachbarland hatten nicht nur optisch in ihrer Heimattracht zu bieten, ihr musikalischer Vortrag war gelungen. Das Musikbezirksjubiläum mit Alois Brunhuber stand zunächst im Vordergrund. Mit 43 Kapellen, Fanfarenzüge und Musikformationen hat der Bezirk 12 des ASM Gewicht. Brunhuber feierte Rieden als Hochburg der Blasmusik. Stellvertretend für viele musikbegeisternde Riedener würdigte Brunhuber das noch einzige lebende Gründungsmitglied Josef Frey (87 Jahre), Ehrendirigent Josef Lohr und Ehrenmitglied Altbürgermeister Johann Seitz. Als persönliches Geschenk an die Riedener Musikanten hatte Präsident Karl Kling eine große Trommel mit Widmung mitgebracht.
Seinen Höhepunkt erreichte der Festakt mit der Ehrung von Bruno Nejedl und den altgedienten Mitgliedern, Georg Bischof, der Rösch-Troika Ezechiel Sebastian und Rudolf, sowie Alfred Gerstberger. Herr Rudolf Rösch wurde für seine großen Verdienste im Musikverein zum Ehrenmitglied ernannt, ein großer Anteil gebührt ihm, zu dem Stand des heutigen Musikvereins. Von 19:30 - 21:00 Uhr brachte unsere Festkapelle konzertante Blasmusik zum Vortrag. Der Festgottesdienst wurde von der Festkapelle im schön geschmückten Festzelt gestaltet mit anschließendem Frühschoppenkonzert. Noch am Vormittag beim Festgottesdienst trommelten die Regentropfen permanent auf Zeltdach und keiner der Riedener Festmacher hätte auch nur einen Groschen für einen trockenen Festzug am frühen Nachmittag gewettet. Kurz nach Mittag hatte dann der Wettergott ein Einsehen mit den Programmnöten der Musiker und mit kleiner Verspätung konnte Bezirksleiter Alois Brunhuber dann doch weit über 1000 Musiker zum Gemeinschaftschor an der Johann-Widmann-Strasse begrüßen. Wie am Schnürchen klappte die Aufstellung, die eingetretene Verspätung war bald wieder eingeholt. Voran die Fahne der österreichischen Gäste, die als Festkapelle den Umzug anführten. An drei Stellen entlang der Zugstrecke hatten die Wertungsrichter Position bezogen, wo es für die an der Marschwertung zwölf teilnehmenden Kapellen sehr militärisch zuging. Auf Kommando waren die Instrumente zu präsentieren und dann erst das „Im Gleichschritt marsch“. Insgesamt 57 Vereine mit 1500 Musiker marschierten musizierend durch den festlich herausgeputzten Kötztalort.

26.09.1995 Unser ehemaliger Dirigent Dieter Böck legt nach 7 Jahren als Bundesdirigent des  ASM sein Amt nieder.

09./10.12.1995 Die Riedener Blasmusik kommt aus dem feiern kaum heraus. Stand im Sommer das Mehrfachjubiläum an, folgte nun mit dem Jubiläumskonzert am 09. / 10.12.1995 der zweite Höhepunkt. Vor 20 Jahren hatte Bundesdirigent Dieter Böck die erfolgreiche Konzertreihe begonnen, Karl Kling , der Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, feierte denn auch Rieden als Ort, der Maßstäbe in der Laienmusik setze. Tradition verpflichtet – gemäss diesem Motto stellten die Dirigenten Hans-Peter Steck und Harald Dirr ein Programm zusammen, das den eigenen hohen Ansprüchen gerecht wurden. Die Riedener scheuten sich neuerlich nicht, auch weniger bekannte Titel zu Gehör zu bringen – wie ließen sich Können und Leistungsbereitschaft besser darstellen. Schon beim Auftaktmarsch „Arnheim“ wurde dies deutlich, ebenso bei der „Polonaise Es-Dur“, die in die Gesellschaft von mehr als 100 Jahren zurückversetzte. Auf der gleichen Welle der Romantik, doch deutlich jünger, die „Italienische Lustspiel-Ouvertüre des niederländischen Komponisten Ted Huggens. Noch mehr in Richtung leichte Muse ging der zweite Teil, nachdem Musikerpräsident Karl Kling den Riedener vor vielen Ehrengästen ein großes Kompliment zum Jubiläumsjahr (Bezirksmusikfest und Konzert) machte. Die Riedener Musikereignisse suchten, bezogen auf einen kleinen Ort, im Allgäu -Schw.- Musikbund ihresgleichen, versicherte Kling und heftete sechs Musiker; Anja Elsässer, Jochen Sauter, Werner Ley, Jürgen März, Gerd Palesch und Katja Elsässer die Ehrennadel des ASM für 10 Jahre zur Blasmusik im Musikverein Rieden.

13.04.1996 Bei der Generalversammlung am 13. April 1996 vollzog sich ein Generationswechsel, es wurde eine junge dynamische Vorstandschaft gewählt. Gründungsvorstand Bruno Nejedl gab sein Amt nach 22 Jahren vorbildlicher und engagierter Tätigkeit ab. Es sei Zeit für einen Generationswechsel, begründete Bruno Nejedl seinen Entschluss, nicht wieder zu kandidieren: „Ein neuer Vorstand hat neue Ideen und bringt frischen Schwung. In schriftlichen Wahlgängen bestimmtem die 60 Besucher mit großer Mehrheit, Max Rösch (1.Vorsitzender) und Dieter Ley (anstelle von Josef Lohr Wasserschloss) zum 2. Vorstand. Als Nachfolge für Helga Rösch verwaltet Rudi Rösch die soliden Finanzen., 2. Kassierer wurde Jürgen März. Weitere Ergebnisse der Wahl: Harald Dirr / Bruno Rösch (Jugendleiter), Georg Schneider (Schriftführer), Helga Rösch, Kurt Stempfle, Lothar Lohr und Thomas Ellenrieder als Beisitzer. Die Herren Kassenprüfer Albert Dehm und Hans Lachauer erteilte der Vorstandschaft die Entlastung. Rückblickend auf ein sehr erfolgreiches Jahr 1995 beschloss der neue Vorstand die heutige Generalversammlung und dankte nochmals dem scheidenden Vorstand Bruno Nejedl für seine geleistete Arbeit.

07./08.12.1996 Das Jahreskonzert am 7. / 8. Dezember 1996, traditionell wie alle Konzerte zuvor, bekannt und beliebt weit über die Grenzen von Rieden hinaus, sorgten dem Riedener Musikverein ein ausverkauftes Haus. Klassik und Modernes kamen beim Jahreskonzert voll zum Zuge. Hans-Peter Steck und Harald Dirr sorgten nicht nur für die exzellent saubere Einstudierung der Stücke, sondern teilten sich auch den Platz am Dirigentenpult. Die musikalische Hinwendung zur örtlichen Idylle mit „Heimatdörflein“ war für Kurt März der Anlass, sich als Dorfpoet zu versuchen. Dieser Beitrag verlieh dem Konzert Gewicht. Eingebettet in ein festliches Konzert ehrten beim Jahreskonzert die Riedener Musiker ihre verdienten Mitglieder. Im Mittelpunkt stand diesmal die Ernennung von Bruno Nejedl zum Ehrenvorsitzenden ob der jahrzehntelangen Verdienste im Ehrenamt um die Blasmusik. Vorstand Max Rösch gratulierte Dirigent Hans-Peter Steck zum 25-jährigen Musikerjubiläum, Thomas Reichel zu 10 Jahren, Christoph Miller zur bestandenen Bläserprüfung, Georg Schneider zu 10 Jahren, Hans-Georg König zu 15 Jahren Treue zur Blasmusik. Dies ist ein Beweis, dass in unserem kleinen Dorf die Blasmusik einen hohen Stellenwert hat und ihrem kulturellen Auftrag gerecht wird.

05.04.1997 Erfreulich wächst die Zahl der Mitglieder beim Musikverein Rieden. Die Zahl der Arbeiter aber immer weniger. Die Hauptsorge der Vereinsführung galt bei der Jahresversammlung dem Betrieb der Kötztalhalle. Zehn neue Mitglieder traten dem MV Rieden bei. Getragen von 172 Mitgliedern, absolvierten die 47 Musikerinnen und Musiker 1996 28 Auftritte, die Hälfte davon im örtlichen Bereich. Aufs beste verstand sich die Vereinsführung mit der Stadt als Hausherr des neu entstandenen Kindergartens auf dem Areal der Kötztalhalle. Zehn Jungmusiker sind derzeit bei der städtischen Musikschule eingeschrieben. Besonders tat sich der zehnjährige Robert Bärreiter hervor, der beim Solowettbewerb einen 1. Rang mit Auszeichnung errang. Erfolgreich waren bei der Bläserprüfung A Diana Sonderholzer Carina Bärreiter. Die C-Goldprüfung bestanden Anja Hegele und Manuela Linder.

08.-10.05.1997 Fahrt nach Change Frankreich Partnerstadt der Stadt Ichenhausen 10-jähriges Bestehen der Partnerstadt zwischen dem Bezirk Schwaben und dem Departement Mayenne in Change.

01.06.1997 Beim 31. Bezirksmusikfest des ASM im Bezirk 12 in Ellzee, am 01.06.1997, erreichte der Musikverein Rieden mit seinen 48 Musiker, unter der Leitung von Hans-Peter Steck, mit dem Pflichtstück: New York Ouvertüre“ „von Kees Vlak und dem Selbstwahlstück: „Utopia“ von Jacob de Haan in der Oberstufe einen „1.Rang mit Belobigung“ (27 Punkte).

25.06.1997 Unser Ehrenmitglied Herr Josef März verstarb am 25. Juni 1997 im Alter von 86 Jahren Josef März war großer Gönner und Förderer der Riedener Blasmusik. *06.01.1911

26.06.1997 verstarb plötzlich unser Gründungsmitglied (MV Rieden 13.12.1974 (2.Vorstand von 1975 – 1978, Beisitzer von 1981-1984 Josef Hösle. Er war Förderer und Gönner des Musikvereins Rieden) *11.01.1929

06./07.12.1997 Mit dem Konzert des Musikvereins Rieden am 06. und 07.12.1997, fand das Jahr 1997, mit einem Abwechslungsreichen Programm seinen krönenden Abschluss. Was wäre ein Laienorchester ohne die Vielzahl von g’standenen Musikerpersönlichkeiten, einem ehrgeizig nachdrängenden Nachwuchs und dem Orchesterleiter. Blasmusik ist so oder so zu zelebrieren und der sich einem breiten Publikum mit hohem Anspruch stellt, hat auch Kritiker. Doch die waren bestimmt mit der Moderne versöhnt beim exzellent dargebotenen „Kaiserwalzer“ von Johann Strauss und den stimmungsvollen Akkorden des „Florentiner Marsches“ von Altmeister Julius Fucik. Viel Probenmühe hatten Kapellmeister Hans-Peter Steck und seine Musiker in das Wertungsspiel der Oberstufe „Utopia“ von Jacob de Haan gesteckt. Zum Jahreskonzert ein Musical zu bearbeiten, ist für die Riedener ein Muss. „The Phantom of the opera“ war sicher ein Zugeständnis an die jüngere Generation unter den Zuhörern. Mit dem „Ehrenbrief“ des Dachverbandes der Deutschen Blasmusik, der „Goldenen Ehrennadel“ und dem Zinnteller des Vereines wurden beim Riedener Konzert, vertreten durch den Vizepräsidenten des ASM, Herrn Norbert Radmacher und Bezirksleiter Alois Brunhuber, Herr Ezechiel Rösch, Sebastian Rösch, Alfred Gerstberger und Georg Bischof ausgezeichnet.

07.03.1998 Dörfliche Dominante mit hohem Qualitätsanspruch zu sein, dies war das Anliegen der Funktionäre des Musikvereins Rieden bei der Generalversammlung am 07. März 1998. Gerade mal ein Fünftel der 176 Mitglieder hörten sich die Berichte mit Bürgermeister Klement an. Langsam kommt die vereinseigene Kötztalhalle in die Jahre. Von einem umfangreichen Sanierungsprogramm der Außenfassade und Anschaffung für den Küchenbetrieb konnte Vorsitzender Max Rösch berichten. 25.000,00 Mark flossen in die Erhaltungsarbeiten. Aber auch der Block der jährlichen Festkosten ist in der Jahresabrechnung nicht zu übersehen. Wir brauchen wieder ein paar größere Veranstaltungen mehr in der Halle, machte Hallenmanager Ludwig Bissinger seinen Zuhörern klar. Auf der andern Seite gebe es das Problem, genügend freiwillige Helferinnen und Helfer dafür zu finden. In städtischer Mission beim offiziellen Besuch der französischen Partnerstadt Change gefiel der schwäbische Bläsersound, wie Bürgermeister Klement anerkennend bestätigte. „Wir hoffen, dass auch von Riedener Seite die städtische Musikschule weiterhin mitgetragen wird. Der städtische Aufwand ist nicht unerheblich, aber auch in einem Sparhaushalt nicht zur „Diskussion“, versicherte der Bürgermeister. Für Jugendleiter Harald Dirr ist der Besuch der städtischen Musikschule seiner elf Zöglinge, sechs davon haben sich bereits für das Jugendorchester qualifiziert, keine Frage. Nachwuchstalent Robert Bärreiter jun. erspielte sich beispielsweise die Teilnahme am Landesentscheid „Jugend musiziert“.

10.05.1998 Mit dem Titel in der Krumbacher Zeitung: „ Blasmusik spritzig und sehr variantenreich“ wurde das gemeinsame Frühjahrskonzert am 10. Mai 1998, das der Musikverein Breitenthal zusammen mit der Musikkapelle Rieden a. d. Kötz im stimmungsvoll geschmückten Vereinsheim Breitenthal zum Vortrag brachte. Das sorgfältig zusammengestellte Programm ließ keine Wünsche offen. Anspruchsvolle Klassik und moderne Rhythmen, Schlager und Melodien sowie Märsche begeisterten die große Zuhörerschar. Mit der auch als „Eurovisions-Melodie“ bekannten Komponisten „Fanfare and Flourishes von James Curnow eröffnete die Riedener Musiker ihren Auftritt und stellten bereits hier als Blasorchester vor, das hohe Ansprüche gerecht wird. Noch deutlicher wurde dies in der „New York Ouvertüre“, einem von Kees Viak ausdrucksstark in Töne umgesetzten Rundgang durch die beeindruckende amerikanische Stadt voller pulsierenden Lebens, der Ansagerin Manuela Linder eindrucksvoll erläuterte und das motivierte Blasorchester in einem variantenreichen Klangbild aufstrahlen ließ. Als ungewöhnliches Musikstück, in dem die beiden Schlagzeuger Christoph Miller und Kurt Stempfle ihr Können auf nicht alltäglichen Rhythmusinstrumenten unter Beweis stellen konnten, stand anschließend das „Sandpaper Ballett“ von Leroy Anderson auf dem Programm. Die Zuhörer ließen sich von den flott und gekonnte dargebotenen „Schmirgel Papier “- Rhythmen mitreißen und überschütteten die Musikkapelle Rieden auch für die anschließende gelungene Interpretation des beliebten „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik mit begeistertem Applaus. Als Zugabe präsentierte das Blasorchester die bekannte Melodie „Time to say Goodbye“. Als schwungvoller Einstieg in den zweiten Programmteil ließ die Musikkapelle Breitenthal den Marsch „Men sana in corpore sano“ von G. J. Sprick erklingen. Das Stück „The Cavallier“ von E. Sutton bot Solist Alexander Schiefele die Gelegenheit, die klangliche Schönheit des Bariton, das sich sonst meistens mit Begleitaufgaben genügen muss, ebenso zum Ausdruck zu bringen wie sein hervorragendes technisches und gestalterisches Können auf diesem Instrument.

05.05.1998 verstarb unser Gründungsmitglied des MV Rieden (13.12.1974) und langjähriger aktiver Musiker (von 1947-1972), Herr Siegfried Klingler im Alter von 63 Jahren (er spielte Es-Klarinette) * 18.12.1934

21.06.1998 Beim 32. Bezirksmusikfest, am 21. Juni 1998, des ASM im Bezirk 12 in Kissendorf erreichte, der Musikverein Rieden, mit ihrem Dirigenten Hans-Peter Steck und seinen 50 Musikern, mit dem Pflichtstück: „Fanfare and Flourishes“ von James Curnow und dem Selbstwahlstück: „New York Ouvertüre“ von Kees Vlak in der Oberstufe einen hervorragenden „1. Rang mit Belobigung“ (25 Punkte). Wertungsrichter war Prof. Dr. Hans-Walter Berg, aus Trossingen. Am Montag Abend, den 22. Juni 1998 schwang Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigl zur Abwechslung mal den musikalischen Taktstock. Zum Ausklang des 40jährigen Gründungsjubiläum des Musikvereins Kissendorf gab er im gut besuchten Festzelt den Ton an: Als Dirigent des Musikvereins Rieden ließ er den „Larida „ Marsch erklingen

30.08.1998 Mit einem Ständchen des Musikverein Rieden wurde H. H. Pfarrer Kummer von der Pfarrgemeinde Rieden und von allen Vereinen verabschiedet.

12.09.1998 Feierlicher Empfang von H. H. Pfarrer Piotrowski

16.09.1998 Im September 1996, den 16., verstarb plötzlich und unerwartet unser Ehrenmitglied Herrn Georg Wöhrle im Alter von 65 Jahren. Herr Wöhrle war von 1947 – 1997 aktiver Musiker (2. Tenorhornist.) Gründungsmitglied vom 13.12.1974 und fungierte von 1975 – 1987 als Beisitzer in unserem Musikverein. Herr Wöhrle hatte maßgeblichen Anteil beim Bau der Kötztalhalle

05./06.12.1998 Einmal mehr unterstrichen die Riedener Musikanten bei ihrem Jahreskonzert am 05./ 06. 12. 1998 in der Kötztalhalle den hohen Stellenwert konzertanter Blasmusik. Das Dirigententrio, Petra Lippl, Harald Dirr und Hans-Peter Steck erarbeitete ein vielschichtiges Konzertprogramm, das hohen Ansprüchen gerecht wurde. Das Orchester im Blick auf die Bühne war den Organisatoren zu wenig. Per Computer wurde das Konterfei von Johann Strauss zu „Einer Nacht in Venedig“ an die Saalwand geworfen. Unterstrichen wurde der Zauber gekonnt interpretierter Melodien durch einen Blick auf die monströsen Bauten der Lagunenstadt. Ob zu „Morgenstimmung“ oder beim „Schlesischen Tanz“, den erstmals Petra Lippl am Pult der Riedener Musikanten dirigierte, immer begleiten Bilder die Musikanten. Während in der Pause die Namen der Interpreten über die Leinwand flimmerten bereitete sich Alois Brunhuber auf die Ehrung verdienter Musiker vor. Der „harte Kern“ der Riedener Musiker immerhin 14 waren in die Jahre des silbernen Bläserjubiläums gekommen.
Seit einem Vierteljahrhundert der Musikkapelle treu: Rainer Singer, Bruno Rösch, Helmut Bissinger, Georg Rösch, Karl-Heinz Jedelhauser, Lothar Lohr, Hans Wöhrle. Rösch Max, Harald Dirr, Rudi Rösch, Georg Wöhrle, Reinhard Kempter, Thomas Ellenrieder und Dieter Ley. Vier hatten sich nach 15 Jahre Treue zur Blasmusik die Ehrung des ASM verdient: Petra Lippl, Sylvia Nejedl, Helga Grüner und Hans-Jörg Bissinger ausgezeichnet. Hatte zum Auftakt der Nikolaus sich lobend zu Wort gemeldet, erwähnte Brunhuber die Bedeutung Riedens als Vorbild für Blasmusik in Schwaben.

06.03.1999 Die Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung am 06.03.1999 bereiteten beim Musikverein Rieden keine großen Probleme. Ungelöst ist aber nach wie vor das Problem, einen erfahrenen Dirigenten zu verpflichten, die musikalische Bilanz der Riedener kann sich sehen lassen. Das vielbeachtete Herbstkonzert 1998 markierte den Höhepunkt. Unmittelbar danach nahm der langjährige Dirigent Hans-Peter Steck seinen Abschied. Auftrittsprobleme gab es aber dennoch keine. Zu wenig Ertrag, um alle Betriebskosten zu decken, konnte 1998 mit der Kötztalhalle erwirtschaftet werde, berichtete Ludwig Bissinger. Ein bewährter Stab von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehe zwar nach wie vor zur Verfügung, aber die Bürokratie der Behörden dränge das Ehrenamt an die Grenze des Machbaren. Bei den Neuwahlen stand Max Rösch als 1. Vorsitzender wieder zur Verfügung, 2. Vorsitzender wurde Lothar Lohr, Schatzmeister Rudi Rösch und sein Stellvertreter Jürgen März. Zum Jugendleiter wurde, Thomas Ellenrieder und als Stellvertreter Bruno Rösch, Schriftführer Georg Schneider, Beisitzer: Reinhard Kempter, Jochen Sauter, Andrea König und Georg Wöhrle gewählt. Ein Punkt blieb ungelöst, und zwar die Suche nach einem Dirigenten, jedoch bleibe Harald Dirr, als 2. Dirigent, dem Verein erhalten.

01.05.1999 Beim Bockbierfest des Musikvereins Rieden, am 1. Mai 1999, wurde der neue Dirigent Herr Mathias Hartmann, Steuerberater aus Niederstotzingen, zum erstenmal der Öffentlichkeit vorgestellt. Herr Hartmann war zuvor 15 Jahre beim Musikverein „Harmonie Sontheim“ (Oberstufe) als Dirigent tätig.

23.05.1999 Feierliche Einweihung der Neu renovierten Pfarrkirche „St. Mauritius“

25.05.1999 verstarb unser ehemaliger Musiker, Josef Frey in Günzburg im Alter von über 90 Jahren. Herr Frey war das letzte Mitglied aus den 20er-50er Jahren und Mitgründer der „Musikvereinigung Gemütlichkeit Rieden“ (16.04.1927) * 03.10.1908

04./05.12.1999 Beeindruckende Leistungen und ein breites Reportlure in feinster Melodik und Harmonie präsentierte der Musikverein Rieden am 04. / 05.12.1999, unter der Leitung des neuen Dirigenten Mathias Hartmann, bei seinem „doppelten“ Jahreskonzert in der Kötztalhalle. Eröffnet wurde die musikalische Zeitreise mit feierlichen Erinnerungen durch das Adressstück „Memory“. In der Zeit der Burgen und Ritter entführte Klaus-Peter Bruchmanns „Askania“. Hier glänzte der junge Es-Klarinettist Robert Bärreiter jun. . „Star Trek through the Generations“ führte durch mitreißende Melodien in unendliche Galayien. Dirigiert von Petra Lippl stellte der „Einzug der Gladiatoren“ einen gelungen Einstieg in die zweite Programmhälfte dar. Orientalisches Flair wurde mit dem „Selections from Caravans“ verbreitet, im „Euradetsky“ erklang der „Radetzky-Marsch in verschiedenen Variationen. Beide Stücke wurden von Harald Dirr zu Gehör gebracht. Für „15-jährige Treue zur Blasmusik“ wurde Georg Schneider ausgezeichnet und eine Urkunde, für seinen hervorragenden „ersten Rang mit Auszeichnung beim Landesentscheid des Solo/Duo Wettbewerbs in Ingolstadt“, bekam der junge Robert Bärreiter jun. aus den ´Händen von Bezirksdirigent Kurt Erich Schmid überreicht. Bezirksdirigent Kurt Schmid bezeichnete das Jahreskonzert des Musikvereins Rieden in seiner Ansprache als „jährlich wiederkehrendes Großereignis“, die Riedener Musikerinnen und Musiker als „Aushängeschild im Günzburger Bezirk“.

11.03.2000 Bei der Generalversammlung am 11. März 2000 blickte der Vorstand Max Rösch auf eine 25-jährige rege Vereinstätigkeit zurück.. Meilenstein war der Bau der „Kötztalhalle“, fast ausschließlich mit freiwilligen Helfern, das Musiker- und Riedentreffen (1981), das Riedentreffen 1993, sowie das 30. Bezirksmusikfest 1995. Auch eine Menge musikalischer Highligths zählte Rösch auf: „Auftritte bei der Bundesgartenschau in Bonn (1979), das erst Konzert in der Kötztalhalle (1980), der Besuch beim internationalen Musikfest in Brünn (1983), das Wertungsspiel in der Höchststufe (1984) in Autenried, das Geburtstagsständchen für Franz Josef Strauss in München (1987), Teilnahme am Europatag in München (1987), der Aufenthalt bei einer Bergwerkskapelle in Ungarn (1988) und die Umrahmung eines politischen Abends mit dem damaligen Finanzminister Dr. Theo Waigel in Kissendorf (1998). Besonders bedankte sich Max Rösch bei dem langjährigen Dirigenten Dieter Böck aus Gundelfingen, der die Kapelle musikalisch zum Leben erweckte. Auch seinem Nachfolger Harald Dirr und Hans-Peter Steck galt sein Dank, verbunden mit der Bitte an den „Neuen“ am Dirigentenpult, Mathias Hartmann aus Niederstotzingen, das musikalische weiter hoch zu halten. Jugendleiter Thomas Ellenrieder betonte, dass eine solide und gute Ausbildung der Jungmusiker nur durch eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Musikschule Ichenhausen möglich sei. Aus diesem Grund hat der Verein eine finanzielle Beteiligung an den Ausbildungskosten der Musikschule bewilligt. Besonders Stolz ist man auf die Nachwuchskräfte Katharina Bissinger und Robby Bärreiter, die im vergangenen Jahr Auszeichnungen in Solo- und Ensemble-Wettbewerben des ASM und bei „Jugend musiziert“ vorzuweisen haben. Von einem finanziell positiven Jahr berichtete „Hallenchef“ Ludwig Bissinger. Wichtig für die Aufrechterhaltung des Wirtschaftsbetriebes der Kötztalhalle sei jedoch auch künftig das Engagement der Vereinsmitglieder. Vorstand Max Rösch zeichnete am Ende der Versammlung 76 Gründungsmitglieder (Gründung 13.12.1974) mit der 25-jährigen Ehrennadel des Vereins aus. Dies ist ein eindeutiger Beweis für Kameradschaft und Zusammenhalt.

07.05.2000 Beim 33. Bezirksmusikfestes des ASM im Bezirk 12 am 07. 05. 2000 in Gundremmingen nahm der Musikverein Rieden beim Gesamtchor, Festumzug sowie am Wertungsspiel teil. Die Riedener Musiker, unter der Leitung Ihres neuen Dirigenten Mathias Hartmann aus Niederstotzingen, erreichten mit dem Pflichtstück:
„ Lachische Sonne“ von Zamecnik und dem Selbstwahlstück: „Askania“ von Bruchmann in der Oberstufe einen hervorrgagenden „1. Rang mit Auszeichnung“ (91 Punkte). Von der Wertungsjury: „ein Lob und große Anerkennung an das hervorragende Blasorchester“.

28.05.2000 Fahnen- und Blumenschmuck zierte den Ichenhausener Ortsteil Rieden am Sonntag, den 28. Mai 2000 zu Ehren des Veteranen- und Soldatenvereins, der sein 125. Gründungsfest feierte. Der Tag begann mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche, wo 70 brennende Kerzen an die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege erinnerten. Pfarrer Kazimir Piotrowski stellte die Gedenkmesse unter den Leitsatz: „Menschen vergessen uns nicht“. Ein Festzug mit Beteiligung mehrerer Vereine bahnte sich dann der Weg durch das Dorf zur Kötztalhalle, wo im vollbesetzten Saal – vom Musikverein Rieden mitgestaltet – Vorsitzender Armin Segerer die 125 Jahre Vereinsgeschichte Revue passieren ließ. Nach dem erfolgreichen Verlauf des Festes, bedankte sich Vorstand Armin Segerer bei der Musikkapelle Rieden für die schöne und würdige Gestaltung des Jubelfestes.

15.-18.06.2000 Eine große Reise tätigte der Musikverein Rieden vom 15.06. – 18.06.2000, wo sich eine stolze Schar Musiker auf den Weg nach Tetenhusen (Schleswigholstein) machte. Abfahrt am 15.08.2000 war um 4:30 Uhr an der Kötztalhalle. Bei der Ankunft gegen 16:00 Uhr in Tetenhusen, wurde die Riedener Delegation beim Abendessen von dessen Vorstand herzlichst begrüßt. Im Anschluss erfolgte die Quartierverteilung für alle mitreisenden Gäste. Ab 20:30 Uhr begann der Bayrische Abend mit hervorragender Stimmungsmusik der Riedener Musikanten. Außerdem stand am Freitag ein Ausflug an, mit anschließender Scheuenfete. Der Samstag des Kreisfeuerwehrtages wurde ebenfalls von der Musikkapelle Rieden gestaltet. Am Sonntag morgen gegen 9:00 Uhr traten die tapferen noch nicht ganz ausgeschlafenen Musiker die Heimreise an. Diese Fahrt war für alle Teilnehmer ein großes Erlebnis, und wird ewig in guter Erinnerung bleiben.

24./25.06.2000 Mit ihrem 50. Gründungsjubiläum am 24. und 25. Juni 2000, verbunden mit der Fahnenweihe, trafen die Mitglieder des Schützenvereins „Gemütlichkeit Rieden“ voll ins Schwarze. Der Festabend lobten prominente Redner Tradition und Dörflichen Gemeinschaftsgeist. Der Samstag abends in der schön geschmückten Kötztalhalle, wurde von dem Musikverein Rieden a. d. Kötz, die als Festkapelle fungierte, feierlich gestaltet. Am Sonntag, im festlichen Zug geleiteten unter den Klängen des Riedener Musikvereins und der Blaskapelle Oxenbronn die Gemütlichkeit - Schützen ihre neue Fahne zur Dreifaltigkeitskapelle. Die Heilige Messe mit anschließenden Gedenken an alle Verstorbenen Schützenkameraden wurde von der Musikkapelle Rieden und Oxenbronn musikalisch gestaltet. Danach zogen die Schützen, an der Spitze die Musikkapelle Rieden, durch das ganze Dorf zur festlichgeschmückten Kötztalhalle, wo unter den Klängen flotter Unterhaltungsmusik der Musikkapelle Oxenbronn und Rieden das Fest sein Ende nahm

09./10.12.2000 Ein äußerst anspruchsvolles und ansprechendes Repertoire bot der Musikverein Rieden bei seinem Konzert am 09. und 10. Dezember 2000. Vorstand Rösch Max durfte in den Reihen der zahlreichen Gäste auch Besucher aus dem hohen Norden Deutschlands (Tetenhusen) begrüßen, wo die Riedener Musiker in diesem Jahr vier Tage auf „ musikalischer Tour“ unterwegs waren. Das Konzertprogramm selbst bewies höchstes Niveau, insbesondere die „Ouvertüre to a new Age“ von dess Haan und die „Lachische Sonne“ von Zameecnik zeigten unter der Leitung von Dirigent Mathias Hartmann die beindruckenden Oberstufen-Qualitäten des Orchesters. Und ob nun der junge Robert Bärreiter an der Solo-Klarinette glänzte oder die gesamte Kapelle in gekonnt intonierten Harmonien und Disharmonien schwelgte – die Riedener fanden immer genau den richtigen Ton und auch exakt die richtige musikalische Interpretation. Ruhig und feierlich wurde es dem Publikum bei „A whiter Shade of Pale“ von Keith Reid zumute, ein ganz besonderer Programmhöhepunkt waren zweifelsohne die Ausschnitte aus Deutschlands erfolgreichstem Musical „Elisabeth“. Unter der Stabführung von Petra Reichl gab man den Marsch „Prager Juwelen“ flott und zackig zum besten. Mit der Aufführung der berühmten „Promenaden-Polka „ von Jaroslav Zemann bewies die Kapelle unter der Leitung von Harald Dirr unter anderem auch bestes Gespür für diffizile Dynamik. ASM-Medienbeauftragte Andrea Linder betonte in ihrer Ansprache, dass für „gutes Musizieren immer ein gute Musikerstamm“ gebraucht werde, der in Rieden sehr zuverlässig funktioniere, bevor sie folgende sechs Musikerinnen und Musiker für ihre 15-jährige Treue zur Blasmusik gratulierte und ihnen Urkunden und Anstecknadeln überreichte; Katja Brenner, Andrea König, Werner Ley, Jürgen März, Gerd Palesch und Jochen Sauter. Für ihre hervorragenden Leistungen beim Solo-Duo-Wettbewerb des ASM zeichnete Vorstand Max Rösch dann auch noch die beiden Nachwuchsmusiker Katharina Bissinger und Robert Bärreiter aus. Vorstand Max Rösch bedankte sich bei dem ausscheidenden Konzertansager Kurt März, der uns in gewohnter Manier durch das Programm führte. Es war nicht immer einfach einen passenden Text zu den anspruchsvollen Musikstücke zu finden.

03.03.2001 Zahlreich waren die Mitglieder zur Generalversammlung am 03. März 2001 in der vereinseigenen Kötztalhalle erschienen. Vorstand Max Rösch berichtete von einer Vielzahl von Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr. Neben den 46 Proben packten die Musikanten ihre Instrumente zu über 30 öffentlichen Auftritten aus. Besonders hervorgehoben wurde die mehrtägige Fahrt zum Feuerwehrfest nach Tetenhusen (nördlich von Hamburg) als herausragendes Ereignis geschildert. So wurde die intensive Probenarbeit des Orchesters im Frühjahr belohnt. Dem Bericht des Jugendleiters Thomas Ellenrieder war zu entnehmen, dass der Verein recht optimistisch in die Zukunft blicken darf. 19 Jugendliche des Musikvereins besuchen derzeit die Musikschule in Ichenhausen und werden teilweise zusätzlich von den beiden Jugendleitern auf ihren Instrumenten geschult. Was durch regelmäßigen Probenfleiß erreicht werden kann wurde eindrucksvoll von Katharina Bissinger und Robert Bärreiter jun. demonstriert. Sie zeigten ihr Können auf diversen Wettbewerben auf Bezirks-, landes- und sogar Bundesebene. Die Betreuung die Kötztalhalle erforderte im vergangenen Jahr die Mithilfe zahlreicher Helfer. Dass Treue zum Verein und die damit verbundene Unterstützung eine wichtige Komponente für erfolgreiche Vereinsarbeit ist, stellte Max Rösch im Rahmen der Ehrung langjähriger Mitglieder heraus. Die Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft im Musikverein Rieden erhielten : Georg Ellenrieder, Georg Fahrenschon, Josef Frey, Horst Gerstberger, Josef Gingele jun., Ermin Klingler, Stefan Sauter, Stefan Saur und Karl Sauter.

18.03.2001 verstarb unser aktiver Musiker-, Vereinskamerad und Gründungsmitglied Musikverein Rieden (13.12.1974) Alfred Gerstberger im Alter von knapp 77 Jahren. Unser Fred, wie er von allen genannt wurde, war von 1942 – zu seinem Tode als aktiver Musiker tätig und vom 30.06.1955 – Ende der 50 Jahre, Schriftführer und Kassierer der Musikkapelle Rieden.

17.06.2001 Am 17. Juni 2001 feierte die Freiwillige Feuerwehr Rieden ihr 125-jähriges Jubiläum. „Wir zeigen dem Feuer die Zähne“; Diesen Spruch trug Jungfeuerwehrmann Dominik Bissinger beim Umzug durch das Dorf der Formation der Jubiläumsfeuerwehr Rieden auf einem Schild voran und machte damit deutlich, 125 Jahre Feuerwehr-Tradition sind der nach wachsender Generation Verpflichtung. Diese Sichtweise teilten nicht nur die Festredner sonder auch der Pfarrer beim Festgottesdienst, der von der Musikkapelle Rieden feierlich umrahmt wurde. Nicht gerade leicht machte es der Wettergott den Festplanern für mehr als 500 Gäste trockene Plätze bereit zu stellen. Die Festbühne und Sitzgarnituren im Freien blieben leer. Dafür bot die festlich geschmückte Kötztalhalle ein wetterfestes Dach. Der Gottesdienst, Festzug und der sehr gut vorbereitete Festakt, sowie das Nachmittagskonzert wurde vom Musikverein Rieden musikalisch gestaltet.

08./09.12.2001 Mit seinen beiden Jahreskonzerten am 08. und 09. Dezember 2001 hat der Musikverein Rieden das zahlreiche Publikum wieder von seiner besondern Klasse überzeugt. Wer den Musikverein kennt, weiß, dass diese Kapelle jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit zwei ansprechende und richtungsweisende Konzerte zum Besten gibt. Für den Komponisten ungewöhnlich ruhig, aber ausgesprochen feierlich erklang „Abide with me“ von James Last zur Eröffnung, gefolgt von Sibelius „Finlandia“, einer patriotischen Musik im nationalromanischen Stil des 19. Jahrhunderts. Besondere Akzente setzte hier Jochen Sauter auf der Oboe. Unbestritten eines Konzert-Highlights war die Interpretation des Oberstufen-Wertungsstückes „Return to Ithaka“. Das Werk verbindet klassischen griechischen Musikstil, orientalische Elemente, Sirtaki-Klänge und moderne Rhytmen zu einem faszinierenden Tongemälde. Robert Bärreiter jun. bewies bei einem „Csardas-Solo“ bewundernswerte Fingerfertigkeit und viel Gefühl auf der Klarinette, bei „Selections from Starlight Express“ erschien doch tatsächlich auch ein richtiger „Rollschuhzug“ auf der Bildfläche. Die 47 Riedener Musikerinnen und Musiker bewiesen ihr Können wieder einmal sehr eindrucksvoll, ob nun Dirigent Mathias Hartmannn oder seine Stellvertreter Petra Reichl und Harald Dirr den Taktstock schwangen. Max Rösch, Vorsitzender des Riedener Musikvereins, hatte also nicht zu viel versprochen, als er eine musikalische Reise durch die Musikgeschichte und – Welt ankündigte. Wolfgang Kränzle, stellvertretender Bezirksvorsitzender des Allgäu - Schw. Musikbundes, bezeichnete das Konzert als ein „richtiges Glanzlicht in der Adventszeit“, bevor er zu der Ehrung schritt. Dirigent Mathias Hartmann wurde für 40-jährige Treue zur Musik ausgezeichnet, Kurt März für seinen langjährigen Einsatz als Conferencier der Riedener Musiker, Katharina Bissinger und Robert Bärreiter jun. erhielten vom Verein eine Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen beim Bayernweiten Solo- / Duo Landeswettbewerb, aus welchem Bärreiter sogar als Sieger hervorgegangen war. Das Publikum war begeistert und wurde auch bei der Zugabe noch überrascht, als die Saxophonisten Manuela Linder und Josef Ellenrieder als stilechte Solisten den Titelsong des Films „Titanic“ erklingen ließen. Ein Bravo unserem neuen Konzertansager Christoph Reichl aus Oxenbronn, er führte erstmals mit viel Können und Elan durch das anspruchsvolle Musikprogramm. 

23.02.2002 Bei der Generalversammlung des Musikvereins Rieden, am 23. Februar 2002 standen Neuwahlen der Vorstandschaft im Mittelpunkt der Tagesordnung. Berichtet wurde aber auch von zahlreichen Veranstaltungen im vergangenen Jahr und dem gelungenen Internetauftritt des Vereins. Trotz der stattfindenden Neuwahlen fanden sich nur wenige Vereinsmitglieder in der Kötztalhalle ein. Diese konnten sich dann jedoch ausführlich über die vergangenen und künftigen Aktivitäten des Musikvereins informieren. Neben seinen musikalischen Erfolgen profiliert sich der Musikverein Rieden seit kurzem auch mit einer professionell gestalteten Homepage. Mit Stolz wurde die vom Webmaster des Vereins Thomas Ellenrieder in erstellte Homepage (Webseite) vorgestellt und damit allen Interessierten die Möglichkeit geboten unter www.mv-rieden.de allerlei Wissenswerte über Rieden und seine Musiker zu erfahren.
Ebenfalls am der Gestaltung des Internetportals des MV´s beteiligt waren und sind immer noch Jochen Sauter und Andrea Ellenrieder. Ihre musikalische Ausbildung erhalten die Jüngsten des Vereins in guter Zusammenarbeit mit der Musikschule Ichenhausen. Einzig der Wunsch der Eltern, mehr Unterrichtsstunden in Rieden abzuhalten, blieb bisher noch unerfüllt. Die anstehenden Neuwahlen ergaben eine Führungsriege die überwiegend aus den bisher schon tätigen Personen besteht. Für den freiwillig ausscheidenden Bruno Rösch, rückte dessen Bruder Georg Rösch nach, der ebenfalls Aufgaben in der Jugendarbeit übernimmt. Unter den Vorstandsmitgliedern wurde eine neue Aufgabenverteilung vorgenommen. Die Wahlen hatten folgendes Ergebnis: 
Max Rösch (1,Vorsand), Lothar Lohr (2.Vorstand), Rudi Rösch (1.Kassierer), Jürgen März (2.Kassierer), Georg Schneider (Schriftführer), Georg Rösch (1.Jugendleiter) Reinhard Kempter (2.Jugendleiter) Thomas Ellenrieder, Jochen Sauter, Georg Wöhrle und Andrea Ellenrieder (Beisitzer).

03.03.2002 „Von der Uni direkt in den Stadtrat“, Manuela Linder wurde bei den Kommunalwahlen am 03 März 2002, als jüngste Stadträtin im Landkreis Günzburg, in den Stadtrat der Stadt Ichenhausen gewählt. Manuela Linder ist eine viel beschäftigte Frau. Die 21-jährige ist Mitglied und aktive Musikerin beim Musikverein Rieden a. d. Kötz und beim Schützenverein Oxenbronn. So ganz neben bei studiert sie in Augsburg am dortigen Gymnasium auch noch „Mathe und Physik“. Dies hat in unserer sehr erfolgreichen Vereinsgeschichte, unseres Musikvereins Rieden, einen sehr hohen Stellenwert. Herzlichen Glückwunsch „Manuela“

03.04.2002 Da unsere Blasmusikalische Tradition über viele Jahrzehnte zurück liegt, beschloss die Vorstandschaft, am 3. April 2002, den Antrag zur Erlangung der PRO-MUSICA Plakette zusammenzustellen und einzureichen. Auf Anraten des Beauftragten für das PRO MUSICA -Wesen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund e.V. Eugen Miller, war dafür der Chronist Erhard Stempfle bestens geeignet. Die gute Zusammenarbeit der beiden hat Früchte getragen und so kam der Antrag in sehr kurzer Zeit zustande und konnte an die Arbeitsgemeinschaft der Blasmusikverbände e. V. in Trossingen am 10. Juli dieses Jahr eingereicht werden.

05.05.2002 Am Wertungsspiel beim 34. Bezirksmusikfest des Bezirkes 12 im ASM in Konzenberg am 05. Mai 2002 erreichte der Musikverein Rieden, mit 43 Musikerinnen und Musiker, sowie 9 Jungmusiker, unter der hervorragenden Leitung von Mathias Hartmann, mit dem Pflichtstück: „Emotionen“ von Kurt Gäble und dem Selbstwahlstück: „Return to Ithaka“ von Kees Vlaak in der Oberstufe einen „1. Rang mit sehr gut“ (84 Punkte).

09.06.2002 Beim offiziellen 34. Bezirksmusikfest in Konzenberg nahm der Musikverein am Gesamtchor und Festumzug teil.

06.06.2002 Dieter Böck aus Gundelfingen / Do., Dirigent beim Musikverein Rieden von 1972-1988, wurde am 06.Juni 2002 zum neuen Landesdirigenten im BBMV gewählt. Der 53-jährige Rektor einer Volksschule in Gundelfingen ist kein Neuling in diesem Amt. Er war von 1978 bis 1987 Bezirksdirigent im ASM-Bezirk 12 Günzburg, von 1982 – 1988 stellvertretender und von 1988 – 1995 Bundesdirigent im ASM sowie von 1993 – 1995 Landesdirigent im Bayrischen Musikbund. Dieter Böck leitet seit 1988 ehrenamtlich die Städtische Musikschule Gundelfingen und dirigiert seit 1997 die Stadtkapelle Langenau im BVBW

01.12.2002 Über 30 junge Solisten und Duette des Günzburger Bezirks im Allgäu-Schwäbischen Musikbund stellten sich am Sonntag, den 01. Dezember 2002 in der Günzburger Musikschule dem diesjährigen Solo-Duowettbewerb. Bezirksdirigent Michael Brenner zeigte sich hoch erfreut über die Leistungen der Nachwuchsmusiker. Michael Brenner gratulierte in der Altersgruppe III. Roland Bärreiter (86 Punkte) und in der Altersgruppe IV, Katharina Bissinger (93 Punkte), beide aktive Jungmusiker beim Musikverein Rieden a. d. Kötz. Herzlichen Glückwunsch!

07./08.12.2002 Ein umfangreiches und vielseitiges Programm hat der Musikverein Rieden bei seinem traditionellen „Doppel-Jahreskonzert“ am 07. und 08. Dezember 2002 präsentiert. Festlich eröffnet wurde das Repertoire von der 50-köpfigen Musikkapelle und ihrem Dirigenten Mathias Hartmann mit „Air“ von Johann Sebastian Bach. Die Oberstufen-Wertungsstücke „Toccata for Band“ von Frank Erickson und „Emotionen“ von Kurt Gäble ließen erahnen, dass die Musikerinnen und Musiker mit Sicherheit auch bei den nächsten Wertungsspielen wieder glänzende Noten erhalten werden. Sämtliche Register bewiesen innerhalb dieser wirklich anspruchsvollen Stücke neben ihrer Kompetenz beeindruckendes musikalisches Feingefühl. Mitreißend war der Vortrag von „Estudiantina“, einem Walzer über spanische Nationalmelodien, bei dem „Altmeister“ Bruno Nejedl zusammen mit Nachwuchsschlagzeuger Andreas Lohr die Kastagnetten schwang. Bei den Highlights aus dem Musical „Tanz der Vampire“ stellten unter anderem die beiden Saxophonisten Manuela Linder und Josef Ellenrieder ihr Können unter Beweis, beim schwungvollen und temperamentgeladenen „Bugatti Step“ überzeugten Robert Bärreiter jun. Robert Bärreiter sen., Anja Hegele und Manuela Linder als wieselflinke Soloklarinettisten. Unter der musikalischen Leitung von stellvertretender Dirigentin Petra Reichl kam das irische Wiegenlied „Deir’ in de“, das teilweise dialogisch aufgebaut ist, zum Vortrag. Unter der Stabführung von Dirigent Harald Dirr spielte die Kapelle die „Braumeister-Polka“ als Dank an die Schlossbrauerei Autenried. Stellvertretender Bezirksvorsitzender Wolfgang Kränzle bezeichnete den Musikverein Rieden innerhalb seiner Ansprache als „eines der bewährten Aushängeschilder des Bezirkes“, bevor er dem Klarinettisten Robert Bärreiter jun. die begehrte Urkunde der goldenen Bläserprüfung (D3) überreichte. Als hochkarätige und zur Jahreszeit passende Zugabe wurde die “Petersburger Schlittenfahrt“ intoniert.

24.12.2002 Rechtzeitig zu Weihnachten, am 24.12. 2002, kam von der Arbeitsgemeinschaft der Volksmusikverbände aus Trossingen die freudige Nachricht, dass der Musikverein Rieden die langersehnte und gewünschte PRO-MUSICA, für über 100jähriges Musizierens, erhält.

01./02.02.2003 Am Wochenende ist der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ Neu-Ulm mit seiner in dem klassischen integrierten, aber getrennt bewerteten, Sparte Popularmusik, zu Ende gegangen. Über 70 Musiker stellten sich der Jury, darunter unser super Nachwuchstalent Robby Bärreiter. Robby erreichte 22 von 25 möglichen Punkten.

18.02.2003 verstarb unser langjähriger Aktiver Musiker (1947-1977), Beisitzer vom 30.06.1955 – Ende der 50er Jahre sowie Gründungsmitglied des MV Rieden (13.12.1974), Hermann März im Alter von 69 Jahren. * 18.07.1933

15.03.2003 Die Arbeitsgemeinschaft der Volksmusikverbände empfiehlt den Riedener Musikverein für die Verleihung der PRO-MUSICA Plakette durch Bundespräsident Johannes Rau und Kultusminister Hans Zehetmair. Grund dafür ist die lange und traditionsreiche Geschichte des Musikvereins Rieden. Wie bei der jüngsten Mitgliederversammlung am 15. März 2003 zu erfahren war, wird in Rieden seit 1836 Blasmusik gemacht. Noch im März wird Bundespräsident Johannes Rau in Halle (Sachsenanhalt) die symbolische Verleihung der PRO-MUSICA Plakette für auserwählte Orchester und Chöre aus ganz Deutschland vornehmen. Am 11. Mai findet dann in Günzburg die Übergabe, für ganz Bayern, der Plakette durch Kultusminister Hans Zehetmair statt. Der Nominierung vorausgegangen sind umfangreiche (über ein Jahr) Recherche- und Archivierungsarbeiten, im Staatsarchiv Augsburg, im Archiv der Stadt Günzburg und dem Archiv des Bischöflichen Ordirianat in Augsburg, musste doch ein lückenloser Nachweis über das mindestens 100-jährige Bestehen des Musikvereins erbracht werden. Vereinschronist Erhard Stempfle hat sich dieser Aufgabe mit einem hohen Maß an Engagement und Begeisterung gewidmet. Ergebnis seiner Forschungen ist ein umfangreicher Bericht über die langjährige Geschichte der Blasmusik in Rieden. Bei der Auszugsweisen Verlesung des Berichts konnte man erfahren, dass 1836 das Musikpersonal beim Fronleichnamsfest 36 Kreuzer erhielt oder bereits 1928 neun Riedener Musikanten bei einem Musikfest in Weißenburg (Franken) vor einigen 1000 Zuhörern bei einem Musikwettstreit einen „1B Preis mit Medaillon und Pokal“ erhielt. Der hohe musikalische Leistungsstand lässt sich über die gesamte Vereinsgeschichte hinweg nachvollziehen. Sichtlich überrascht über die lange Tradition zeigte sich 2. Bürgermeister Rudolf Wöhrle in seinem Grußwort. Er war angetan von der hohen Auszeichnung, die dem Verein seiner Heimatgemeinde wiederfährt, dem er selbst als Mitglied angehört. Zahlreiche Dirigenten zeigten sich in der 167-jährigen Geschichte der Riedener Blasmusik für die musikalische Leitung verantwortlich. Die Versammlung nahm Vorstandsvorsitzender Max Rösch zum anlasse, zwei Vereinsmitglieder die Ehrenmitgliedschaft auszusprechen. Georg Bischof, über 50 Jahre aktiver Musikant und Erhard Stempfle, der den Verein in zahlreichen Funktionen, unter anderem war er 23 Jahre Kassierer beim MV Rieden, unterstützt und seine Tätigkeiten zuletzt mit den Ausarbeitungen zum Erlangen der PRO-MUSICA Plakette krönte, konnte die Ehrenurkunden entgegennehmen, für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Bruno Nejedl jun., Horst Nejedl und Andrea Rösch ausgezeichnet.

11.05.2003 Viva la Musica – es lebe die Musik! Unter diesem Motto wurde am 11. Mai 2003, die aus ganz Bayern angereisten Sänger und Musikanten, auch aus dem Landkreis Günzburg, im “Forum” Günzburg, durch Staats- und Kultusminister Hans Zehetmair die „Zelter- bzw. die PRO-MUSICA Plakette“ an Orchester und Chöre aus ganz Bayern verliehen. Die Liste der Ehrengäste im Günzburger Forum am Hofgarten las sich wie das „Who is Who“ der Kultus-, Schul-, Vereins- und Verbandspolitik, als Bayerns Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, zum 17. Mal eine der begehrtesten Musikauszeichnungen des Freistaates verlieh. Mit der „Neuen Stadtkapelle Günzburg“ bildete der Chor der Chorleiterinnen des Chorverbandes Bayrisch-Schwaben den musikalischen Rahmen für die Festveranstaltung. Landtagsabgeordneter Franz Pschierer, neuer Präsident des Allgäu - Schw. Musikbundes und Nachfolger von Karl Kling, begrüßte außer der illustren Runde der Ehrengäste Vertreter und Auszuzeichnende der Musikbünde von Nord-, Ober- und Niederbayern, Allgäu-Schwaben, Untermain und Spessart, sowie der Chöre des Bayrischen Sängerbundes, des Chorverbandes Bayrisch-Schwaben, des Deutschen Allgemeinen Sängerbundes, des Fränkische, Sängerbundes, des Landesverbandes Evangelischer Kirchenchöre in Bayern, des Maintalsängerbundes und des Allgäu-Schw.- Musikbundes Pschierer hob in seinem Grusswort drei anwesende Persönlichkeiten hervor, die „für die Musikkultur des Freistaates unglaublich viele geleistet haben“, den ehemaligen ASM-Präsidenten Prof. Dr. Karl Kling, Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher und den Laudator, Staatsminister Zehetmair. Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Gastgeber der Veranstaltung nahm die Gelegenheit wahr und bat den Minister, sich in das „Goldene Buch“ der Stadt einzutragen. In seiner Laudatio,: „Ich sehe es deshalb gerade bei der Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plaketten als eine besondere Verpflichtung und Freude an, ihnen für ihr verantwortungsvolles Engagement zugunsten der Gemeinschaft zu danken, so Hans Zehetmair. Zu den Ausgezeichneten gehören auch Vereine aus der Region. So durfte aus der nahen Umgebung, der Musikverein Rieden a. d. Kötz Kreis Günzburg, vertreten durch Erhard Stempfle und Reinhard Kempter die Ehrenurkunde unterzeichnet von Bundespräsident Johannes Rau langersehnte und gewünschte PRO-MUSICA - Plakette mit Stolz in Empfang nehmen. Mit einem Abschlussmarsch, der Bayernhymne und der Deutschen Nationalhymne, gespielt von der „Neuen Stadtkapelle“ Günzburg unter der Leitung von Wolfgang Neidhöfer, fand dieser wunderschöne Sonntag Vormittag seinen krönenden Abschluss. Der 1. Bürgermeister Hans Klement und der 2. Bürgermeister Herr Rudolf Wöhrle, der Stadt Ichenhausen, reihte sich in die Gratulantenschar ein und beglückwünschte den Musikverein Rieden für diese hohe Auszeichnung und zollte, mit viel Lob bedacht, dem Chronisten Erhard Stempfle, der in aufopferungsvoller und mit Begeisterung ausgeführten Aufgabe für den sehr rührigen MV Rieden erreicht hat.

29.05.-01.06.2003 Das alljährliche Bezirksmusikfest ist auch immer Anlass, den Leistungsstand der Mitgliedskapellen zu dokumentieren, so geschehen auch beim 35. Bezirksmusikfest des ASM im Bezirk 12 in Autenried vom 29. Mai – 01. Juni 2003. Im Vorfeld der Autenrieder Festtage wurde bereits am 18. Mai 2003 in der Ichenhauser „Jahn-Halle“ das Wertungsspiel durchgeführt. Unter den insgesamt 24 teilnehmenden Musikkapellen, erreichte der Musikverein Rieden mit dem Pflichtstück: „Emotionen“ von Kurt Gäble und dem Selbstwahlstück: „ Toccata for Band“ von Frank Erickson unter der Leitung von Mathias Hartmann in der Oberstufe eine „mit ausgezeichnetem Erfolg“ (91 Punkte) teil. Ein ereignisreicher Tag mit strahlender Symbolkraft. Der Rahmen eines örtlichen Volksfestes mit viertägigem Musikprogramm in einem riesigen Festzelt war nicht zu hoch gegriffen, um daß Jahres-Ereignisse der Blasmusik im Bezirk 12 würdig zu feiern. Umrahmt von der Festkapelle Rieden a. d. Kötz würdigte Pfarrer Kazimierz Piotrowski nicht nur das Verdienst der Gründer und die über eine, ein halb Jahrhunderte währende Verbundenheit zur Kirche und kirchlichen anlassen, sondern auch den Einsatz der heutigen „Eintracht „ Führung für die Jugend. Mit der Musikkapelle Rieden an der Spitze, führte der Weg von der Kirche mit den Autenrieder Vereinen zum Festzelt, wo anschließend der von den Riedener Musikkanten gestaltete Frühschoppen begann

18.07.2003 Anlässlich 20-jähriger Freundschaft mit der Partnerstadt Vallegio Italien und der 9-jährigen Partnerschaft Change aus Frankreich fand ein großes Gemeinschaftskonzert aller Musikkapellen aus dem Stadtgebiet der Stadt Ichenhausen am Schlosshof statt.
Anwesende Musikkapellen: Bläser und Trommler vom Fanfarenzug Ichenhausen und die Musikkapellen von Ichenhausen, Autenried, Rieden, Hochwang und Oxenbronn.

24.07.2003 Am Donnerstag, den 24.07.2003 war es soweit. Zum letzten mal vor der Sommerpause fanden sich die Riedener Musikanten in ihrem Proberaum zur allwöchentlichen Probe ein. Das besondere daran war, dass es nicht nur die letzte Musikprobe vor der Sommerpause, sondern auch die letzte Musikprobe mit dem scheidenden Dirigenten Mathias Hartmann war. Grund genug für den Vereinsvorsitzenden Max Rösch Mathias Hartmann einen Freundschaftsteller des Musikvereins Rieden zu überreichen. Damit der Abschied nicht allzu schwer fällt und Mathias seine Musiker nicht aus den Augen verliert, erhielt dieser ein Bild des gesamten Orchesters. Nicht aus den Augen verlieren wird man sich aber hoffentlich nicht nur aufgrund der Tatsache, dass das Bild wie von Mathias angekündigt einen Platz in seinem Arbeitszimmer finden wird. Nach einer Stunde Musikprobe verabschiedeten sich die Musikerinnen und Musiker mit dem „ Florentiner Marsch „ von ihrem Dirigenten Matthias Hartmann. Herr Matthias Hartmann fand zum Abschluss, in seiner 5-jährigen Tätigkeit als Dirigent in Rieden, lobende Worte für den gesamten Musikverein Rieden: - habe mehr erreicht als ich erhofft hatte-. Zum einen wurde der fünfzigste Geburtstag am 25.07. unseres Tenorhornisten Josef Lohr ausgiebig gefeiert, zum anderen spielte man erstmals auf dem Parkfest am 27.07.2003 in Lauingen, wo sich Dirigent Mathias Hartmann endgültig von seinen Musikern verabschiedete.

11.09.2003 Erste Musikprobe nach der Sommerpause – erste Musikprobe mit dem neuen Dirigenten Roland Tschamler. Nach der wohlverdienten Sommerpause trafen sich die Musiker des MV Rieden am 11. September 2003 hochmotiviert wieder zur Probe ein. Am Dirigentenpult stand – „Der Neue“, Roland Tschamler. Auch er ist, wie sein Vorgänger, dem Klarinettenregister entsprungen. Nach einigen einführenden Worten wandte man sich dem Wesentlichen zu, dem Musizieren.

27.10.-01.11.2003 Die Jugendkapelle der Sing- und Musikschule Ichenhausen folgte vom 27.10. – 01.11.2003 einer Einladung der Musikschule Change in die französische Partnerstadt. Nach der Fahrt –mit einem kurzen Abstecher nach Paris – wurden die Musiker von ihren Gastfamilien freudig begrüßt. Unter der Leitung der Dirigenten Hermann Schwarz, Ichenhausen, und seines französischen Kollegen Philip Martineau, übten die Jugendkapellen der beiden Partnerstädten zum dritten mal ein gemeinsames Konzert ein. Die Tage in Frankreich waren geprägt von den durch Sprachbarrieren nicht immer ganz einfachen Proben und von Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung von Change. Unter anderem wurden der Mout-Saint-Michel, der Atlantik und Saint Maio besucht. Nach kurzweiligen vier Tagen, and am Freitagabend das Gemeinschaftskonzert im Stadtsaal von Change statt. Mit von der Partie waren auch Musiker aus Rieden mit dabei; Dominik und Katharina Bissinger; Kathrin und Stephanie Rösch; Maximilian Götz, Kathrin Dirr und als Reisebegleiterin und Betreuerin für die Jungmusiker aus Rieden Christine Rösch. Es waren unvergessene Tage, die ewig in guter Erinnerung bleiben werden

07.11.2003 Große Trauer löste die Nachricht vom Tod des 89-jährigen Altbürgermeister, Ehrenmitgliedes und Gründungsmitglied MV Rieden (13.12.1974) Johann Seitz aus. Als Mitglied des Musik- und Schützenvereins förderte der gebürtige Ellzeer schließlich ebenso das kulturelle Leben der Gemeinde.

06./07.12.2003 Mit einem perfekt auf das Publikum zugeschnittenem Programm glänzte der Musikverein Rieden innerhalb seines traditionellen „Weihnachts-Doppelkonzerts“ am 06. und 07.12. 2003 in der Riedener Kötztalhalle. Unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Roland Tschamler bewiesen die Musikerinnen und Musiker wieder einmal ihr vielseitiges Können. Eröffnet wurde das Konzertprogramm mit der festlichen Fanfare „Music for a Celebration“ von Dirk Brosse, die aus der Schluss-Szene des Films „der kleine Lord“ bekannt ist. Dirigent Roland Tschamler, der unter den Musikern im Landkreis Günzburg einen bekannten Namen trägt, zeigte bereits bei diesem Stück, dass er und die Riedener Kapelle innerhalb kürzester Zeit bestens aneinander gewöhnt haben. Mit „Zingaresca“ einer Rhapsodie von Heinrich Steinbeck, verstand es der Dirigent, sowohl seine Musiker als auch das Publikum in Gefühl- und temperamentvollen Zigeuner-Stimmung zu versetzten. Ganz besonders zur Geltung kam innerhalb dieses Stückes das Talent des jungen Klarinettisten Robert Bärreiter. Beeindruckend innerhalb dieser Vorträge war nicht zuletzt der volle Sound des zehnköpfigen Klarinettenregister, das es verstand, den Stücken ihren wahren blasmusikerischen Charakter zu verleihen. Wie wandlungsfähig das „Riedener Holz“ ist, bewies man danach mit modernen Rhytmen, wobei es sich der erste Dirigent natürlich nicht nehmen ließ, selbst zum Saxophon zu greifen. „Nikita“ „Blue eyes“ und „Don’t go breaking my Heart“ von Elton John wurden unter der musikalischen Leitung von Harald Dirr authentisiert, wobei das Medley durch Jürgen März an der „Solotrompete“ die richtige Würze erhielt. Manuela Linder, Josef Ellenrieder, Jochen Sauter, Bernd Dirr und Roland Tschamler begeisterten das Audiotorium mit dem flotten „Sax Swingers“ von Schneider-Argenbühl, die Percussion-Crew setzte sich bei Wilfried Kromeisers „Am Golf von Mexico“ gekonnt in Szene. Das mitreißende Trompeten-Solo beim Lady-Diana-Song „Candle in the Wind“ spielte zweiter Dirigent Harald Dirr. Guntram Schumacher, stellwertender ASM-Präsident, betonte: „In Rieden ist der Generationenvertrag greifbar. Selbst musizieren in Vereinen!“ , bevor er zu den Ehrungen langjähriger Musikerinnen und Musiker schritt. Für zehn Jahre Treue zur Blasmusik wurde Carina Bärreiter ausgezeichnet. Bereits seit 25 Jahren „musikalisch im Dienst“ sind Alois Rösch, Jürgen Sauter, Kurt Stempfle, Bernd Dirr und Josef Ellenrieder. Einen Riesen Applaus bekam Bruno Nejedl, der bereits seit 50 Jahren am Schlagzeug aktiv ist. Urgestein Bruno Nejedl 50 Jahre aktiv: alle, die im Landkreis Günzburg etwas mit der Blasmusik zu tun haben, kennen diesen Namen und denken dabei an einen gut gelaunten und zuverlässigen Musikerkollegen. Die Tatsache, dass ihm die Musik im Blut liegt, findet ihren Grund auch ein bisschen darin, dass der verdiente Ehrenämtler in Brüx im Egerland geboren wurde. Nach seinem Abschied er zum Ehrenvorstand ernannt. Aber auch um den Bezirk12 /Günzburg machte er verdient. 1974 wurde er Beisitzer der Bezirksvorstandschaft, 1978 stellvertuender Bezirksvorsitzender,. Vor drei Jahren zog sich Nejedl wieder in das Amt des Beisitzer zurück. Guntram Schuhmacher, stellvertuender ASM Präsident, bezeichnete ihn als „anerkannte Größe“, die von jung und alt anerkannt“ ist.

06.01.2004 Beim ASM – Großkonzert des Schwäbischen Jugendblasorchester in Gersthofen am 06. Januar 2004 wirkte unser Jungmusiker Robby Bärreiter als ständig aktives Mitglied mit. Das Dreikönigskonzert wurde wieder zu einem Großereignis. In der Rückschau zog ASM-Geschäftsführer Josef Jäger jetzt eine rundum positive Bilanz. Dies sei nicht zuletzt aufgrund der intensiven Proben in der Krumbacher Berufsfachschule für Musik möglich gewesen.

01.02.2004 Beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ am 01.02.2004 in der Musikschule Neu-Ulm ereichte unser Jungmusiker Robby Bärreiter in der Altersgruppe V. Duo Klarinette, Klavier mit 19 Punkten einen 2. Preis.

06.03.2004 Kurz nach 20:00 Uhr eröffnete Vorstand Max Rösch am 06. März 2004 im Gaststüble der Kötztalhalle die ordentliche Generalversammlung. Unter den 60 Anwesenden begrüßte er den Ehrendirigent Josef Lohr, Ehrenvorstand Bruno Nejedl, die Ehrenmitglieder Anton- und Erhard Stempfle, Georg Bischof und Rudolf Rösch, den Dirigenten Roland Tschamler, den 2. Bürgermeister der Stadt Ichenhausen, Herrn Rudolf Wöhrle sowie die anwesenden Stadträte. Rückblendend auf das vergangene Vereinsjahr verzeichnete Max Rösch den Neuzugang von 7 Mitgliedern und somit eine Gesamtzahl von 207 Vereinsmitgliedern beim Musikverein Rieden.
Über die 46 Musikproben hinaus, waren die Riedener Musiker an 29 Auftritten mit ihren Instrumenten im Einsatz. Darüber hinaus erwähnte Max Rösch die 6 durchgeführten Vorstandschaftssitzungen und gab die Zahl der Probenstatistik bekannt. Den beiden besten Probenbesuchern Jochen Sauter und Sebastian Rösch überreichte er eine kleine Anerkennung. Jugendleiter Georg Rösch berichtete über eine hervorragende Jugendarbeit des Musikvereins Rieden. 27 Jungmusiker zählt derzeit der Musikverein von denen schon einige in das Orchester integriert werden konnten. Sieben Jugendliche wurden zur Bläserprüfung D1 in den Osterferien 2003 in Blinsbach gemeldet. Erfolge beim Solo-Duo-Wettbewerb feierten Katharina Bissinger (Bundesebene) und Robby Bärreiter (Landesebene). Robby Bärreiter war auch beim Regionalwettbewerb „Jugend musizieret“ erfolgreich. Die Kassenbücher wurden von den beiden Revisoren Albert Dehm und Hans Lachauer geprüft und in Ordnung gefunden. Für die vorbildliche Kassenführung bedankte sich Max Rösch bei Rudi Rösch und seiner Frau Ute Rösch. Die Entlastung des Kassierers folgte einstimmig. Lobend erwähnte Max Rösch die Zusammenarbeit der Vereinsmitglieder auch außerhalb der Musik. Das am 26.Juli 2003 vom Hagel völlig zerstörte Dach der vereinseigenen Kötztalhalle wurde durch uneigennützigen Einsatz der Mitglieder von Musik- und Schützenverein gänzlich erneuert. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden verdiente Mitglieder geehrt. Für 25- jährigen Vereinszugehörigkeit wurden Franz Singer, Dietmar Ellenrieder, Jürgen Ley, Karl-Heinz Singer, Josef Ellenrieder, Karl Ellenrieder, Reinhard Saur, Rainer Dirr, Peter Dirr, Bernd Dirr und Jürgen Sauter ausgezeichnet. Ehrungen für 25 Jahre aktives musizieren erhielten Dietmar Ellenrieder und Bruno Nejedl jun. 
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung zeichnete der Musikverein auch zwei langjährige fördernde Mitglieder für ihren unermüdlichen Einsatz zugunsten des Vereins aus. Für hervorragende Verdienste um die Blas- und Volksmusik in Schwaben überreichte Vorstand Max Rösch die Fördermedaille des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes sowohl in Bronze als auch in Silber. Für seine langjährige Tätigkeit als Konzertansager bei den Konzerten des Musikvereins und seine umfangreiche Unterstützung des Vereins wurde Kurt März mit der bronzenen Medaille ausgezeichnet. Die Fördermedaille in Silber erhielt Agatha Rösch aufgrund ihrer unermüdlichen Arbeit für die Blasmusik sowie die langjährige, gewissenhafte Arbeit bei der Bewirtschaftung der Kötztalhalle und Ihre Fürsorge für die Riedener Musikanten.

13.03.2004 Am Samstag den, 13. März 2004 feierte der Musikverein Rieden die Verleihung der begehrten PRO - MUSICA – Plakette in der Kötztalhalle Rieden. Die PRO-MUSICA Plakette wurde von Bundespräsident Heinrich Lübke im Jahre 1968 als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern gestiftet. Sie zeigt auf der Vorderseite eine Musikerin mit Lyra, auf der Rückseite ist der Bundesadler zu sehen. Die PRO-MUSICA-Plakette wird frühestens aus Anlass des 100-jährigen Bestehens einer Musikvereinigung auf deren Antrag durch den Bundespräsidenten verliehen. Voraussetzung für die Verleihung ist der Nachweis, dass sich die Musikvereinigung in ernster und erfolgreicher musikalischer Arbeit der Pflege der instrumentalen Musik gewidmet und im Rahmen der örtlich gegebenen Verhältnisse künstlerische oder volksbildende Verdienste erworben hat. 
Der feierliche Rahmen begann um 19:00 Uhr mit feierlichem Festgottesdienst in der Pfarrkirche „St. Mauritius“. Die ergreifend schöne Heilige Messe wurde vom Kirchenchor, der Bänd und dem MV Rieden musikalisch umrahmt. Die Fürbitten wurden durch unsere Jungmusiker vorgetragen. H. H. Pfarrer Piotrowski hielt eine bewegende Predigt die auf die Musik zugeschnitten war. Für unsere Gefallenen und Verstorbenen Musikkameraden und unseren Vereinsmitglieder wurden ein ehrendes Gedenken erbracht. 
Die Organisation für den Festgottesdienst hatte Thomas Ellenrieder. Ein herzliches Dankeschön an ihn. Das war einfach Spitze. 
Gegen 20:10 Uhr in der schön geschmückten Kötztalhalle begrüßte 1. Vorstand Max Rösch die anwesenden Ehrengäste sowie alle geladenen Gäste aus nah und fern. Einen besonderen Willkommensgruß galt der Abordnung unserer befreundeten Musikkapelle Thaur/ Tirol aus dem benachbarten Österreich. Die Freundschaft hat schon seit 1955 Bestand. Ebenso ein herzliches willkommen an alle Nachbarkapellen, ehemalige Musikerinnen und Musiker und Sponsoren. Ein Willkommensgruß galt auch dem Vorstand Herrn Klaus Butenschön mit Frau von der FFW Tetenhusen (nähe Flensburg). Ebenso wurden die Dirigenten; Dieter Böck, Hans-Peter Steck, Erich Schindler, Ehrendirigent Josef Lohr. Außerdem war die Enkelin, des ersten Dirigenten Karl Bischof (1920-1924) Frau Sieglinde Galler aus Diedorf, sowie die Kinder von Dirigent Erich Paluch (1947-1949) Herrn Siegbert Paluch und Frau Jnge Schipfel anwesend. Ichenhausens Bürgermeister Hans Klement betonte innerhalb seines Grußwortes, dass „die Musikkapellen die kulturellen Säulen der Stadt“ sind. Er dankte allen, die beim Musikverein Rieden tätig waren und sind, hob das große Engagement des Chronisten Erhard Stempfle hervor und bekundete seinen Stolz über die blasmusikalischen Fähigkeiten der Musikerinnen und Musiker. Stellvertretender Landrat Panataleon Baur übermittelte die Grüße des Landkreises und dankte den Riedener Musiker für ihr engagiertes Wirken. Den Musikvereinen im Allgemeinen bestätigte Baur einen „besonderen Stellenwert im Vereinsgeschehen, da sie hohe Kulturträger“ sind. Bevor ASM-Präsident Franz Pschierer zur Überreichung der PRO-MUSICA-Plakette schritt, sprach der den Gastgeber Kompliment für den gelungenen Festgottesdienst aus und untermauerte, dass im Musikbund „viel Wert auf Tradition und Fortschritt“ gelegt werde. Weiterhin verwies Pschierer auf die Tatsache, dass die PRO-MUSICA-Plakette nicht nur für das 100-jährige Bestehen einer Kapelle verliehen werde, sondern auch dafür, dass die Leistung vollbracht worden sei, einem Verein so lange am Leben erhalten.
Und das geht nach den Worten des ASM-Präsidenten “nur, wenn Leute bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“. In Pschierers historischem Abriss kamen dann vor allem folgende Daten zum tragen: der Musikverein Rieden wurde urkundlich im Jahre 1836 zum ersten Mal erwähnt. 1927 wurde die „Musikvereinigung Gemütlichkeit“ Rieden a. d. Kötz gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen die Riedener bereits 1947 wieder mit der Blasmusik. Symbolisch für alle, die sich um die Blasmusik des Dorfes verdient gemacht haben, sprach Pschierer Bruno Nejedl an, welcher als Vorsitzender geführt hat, und auch heute noch aktiv mit von der Partie ist. Danach vollzog der ASM-Präsident die Verleihung der PRO-MUSICA-Plakette. Die Urkunde zu dieser Ehrung wurde von Bundespräsident Johannes Rau persönlich unterzeichnet. Gleichzeitig für das 100- und 150-jährige Bestehen der Blasmusik in Rieden überreichte Pschierer Vereinsvorstand Max Rösch zudem die bronzene und die silberne Medaille am weiß-blauen Band. 
Vorstand Max Rösch bedankte sich bei all seinen Musikern und Helfern – vor allem auch bei seinem Chronisten Erhard Stempfle, der nach aufwendiger Arbeit die Zahl 1836 zu Grunde legte, sowie beim ASM-PRO-MUSICA-Beauftragten Eugen Miller – für deren tatkräftigen Einsatz.

In bewegender Waise wurde die „Bayernhymne“, dirigiert von unserem langjährigen Dirigenten Herrn Dieter Böck und das "Deutschlandlied“, dirigiert von Harald Dirr, vom Musikverein Rieden gespielt. Mit ergreifender Stimme wurden beide Hymnen von Mathias Mader aus Waldstetten gesanglich unterstützt. 
Max Rösch lud nun alle Gäste zum Umtrunk, Imbiss und Fotoausstellung ein. Diese Feierstunde war eine gelungene Sache und eine Werbung für unsere Musikkapelle und unser Dorf weit über die Grenzen von Rieden hinaus. Durch die gelungene Fotoausstellung wurde so manche Erinnerungen wieder geweckt. Die Gäste waren voll des Lobes für die Organisatoren. Dies war in allen Belangen ein Fest der Superlative.

13.-17.04.2004 Aus über 20 Musikvereinigungen- und schulen des Günzburger Bezirkes im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) kamen 90 Mädchen und Buben, die ihre zweite Ferienwoche vom 13.04. – 17.04.2004 zusammen mit den Ausbildern Dagmar Hauf, Raimund Stocker, Kurt-Erich Schmid und Hermann Schwarz im Blinsbacher Schullandheim verbrachten, um sich auf die Bläserprüfungen D1 (Bronze) und D2 (Silber) sowie auf den Auftritt zu einem Standkonzert in der„Legoland-Arena“ in Günzburg und zum Abschlusskonzert am 17.April 2004 19:30 Uhr, im Günzburger Forum vorzubereiten. Vom Musikverein Rieden haben Andreas Milonas, Alexander Dehm und Domonik Bissinger die Bläserprüfung D1 (Bronze) erfolgreich bestanden. Das Abschlusskonzert war ein voller Erfolg und ein Beweis für hervorragende Jugendarbeit.

01.05.2004 Ballonglühen und Massenstart von 15 Freiluftballons beim Bockbierfest. Beginnen wird das einmalige Ballon - Event des Musikverein Rieden bereits am 01.05.2004 auf dem alljährlich gut besuchten Bockbierfest. 10:30 Uhr Frühschoppenkonzert mit dem Musikverein Rieden, Nachmittag Unterhaltungsmusik mit der Stadtkapelle Lauingen. Das Abendprogramm mit Stimmung und Tanz durch die „Moped Jodler“ findet seinen Höhepunkt bei Einbruch der Dunkelheit in einem sehenswerten „Ballonglühen“. Unmittelbar am Festplatz werden mehrere Heißluft-Ballone am Boden vertäut ihre Heizer aktivieren und mit der so entstehenden indirekten Beleuchtung für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen.

07.06.2004 Rieden wird Mekka der Ballonfahrer. Am heutigen 07.06.2004 findet um 18:30 Uhr in  Rieden der zweite Teil des ursprünglich für 2. Mai geplanten Ballonevents statt. Für die Jugend des Musikvereins gibt es ebenfalls allen Grund zur Freude, denn der Organisator des Ballonevents, Thomas Ellenrieder, erhält von AIRlebnis eine Spende über 500 Euro, die dem Nachwuchs des Vereins zugute komme.

 

 




 

Mo

1. Vorstand

Josef Ellenrieder
Tel.: 08223/5371
vorstand@mv-rieden.de


Dirigent

Reiner Hammerschmidt
dirigent@mv-rieden.de